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Trans Darsteller erobern schwule Mainstream-Pornos

Ein führendes schwules Pornolabel öffnet sich für trans Darsteller - nicht alle Erotikfans finden das gut.

Das amerikanische Pornolabel Men.com hat mit der Verpflichtung des transsexuellen Darstellers Tommy Tanner ein Debatte ausgelöst. Er ist im gerade veröffentlichten Filmchen "Break and Enter Me" zu sehen. Die Story: Tommy ruft den cissexuellen Darsteller Ryan Bones zu sich, der sich als Räuber verkleidet hat. Der forsche Ryan fesselt daraufhin Tommy und nimmt ihn so richtig ran.

Men.com ist eine der erfolgreichsten Pornoseiten der Welt und zeigt meist Mainstream-Sex mit ein wenig Kink. Bereits im Februar hatte die Firma aus Las Vegas ihren ersten trans Darsteller vorgestellt - Luke Hudson ließ sich in der Szene "He's Always Hard For Me" von cis Darsteller Dante Colle besteigen.


Auf seiner Twitter-Seite präsentiert sich Tommy Tanner in männlicher Pose

In Internetforen streiten Nutzer nun darüber, ob trans Darsteller in der Pornografie Mainstream sein oder doch lieber nur in der spezifischen Nische bleiben sollen. Im Blog "Str8UpGayPorn", den queer.de wegen des deutschen Jugendschutzes nicht verlinken darf, regen sich viele Pornofans darüber auf, dass Ryan Bones präoperativ ist. "Ich sehe einen Schwanz, der eine Vagina fickt. Warum wird das an schwule Männer als schwuler Porno verkauft?", fragte der Nutzer "Some Guy". "Clark Kent" ergänzte: "Ein 'Bursche' mit einer Vagina IST KEIN BURSCHE. Vergesst ihr etwa eure Schul-Biologie? Das ist eine Hetero-Szene, die von der Seite getilgt werden sollte."

Dem widersprach "Eric" entschieden: "Oh Mann, manche Äußerungen hier sind transphob. Das kotzt mich an, denn trans Männer sind Männer. Jeder, der hier behauptet, dass das Hetero-Porno ist - ihr liegt falsch. Hört endlich damit auf, Arschlöcher zu sein!"

Men.com wurde in den letzten Jahren immer wieder kritisiert, weil das Label die Geschlechtergrenzen nicht ganz so ernst genommen hat. Als das Label im Herbst 2015 erstmals Frauen in nichtsexuellen Szenen im Hintergrund auftauchen ließ - etwa als Ehepartnerinnen, von denen der Mann schnell wegkommen will - gab es bereits Proteste von Hardcore-Fans. Seit gut einem Jahr gibt es eine Kategorie für bisexuelle Pornos, was bei Anhängern der reinen Lehre ebenfalls auf Widerstand stieß. (cw)



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#1 Ith_Anonym
  • 23.04.2019, 16:43h
  • Transmänner sind halt ziemlich häufig einfach hübscher als Cis-Typen, und zwar selbst in einem Alter >22 noch.

    Ist doch purer Neid, das Geflenne ^^
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#2 Engstirn-WatchAnonym
  • 23.04.2019, 17:11h
  • Antwort auf #1 von Ith_
  • Wow, ich hätte nicht gedacht, dass bereits Kommentar #1 das Nivau auf den Stammtisch runterdrücken will.

    Zum Thema: Wozu die Aufregung? Es gibt auf jeder schwulen Pornoseite Kategorien, die mich nicht interessieren oder die ich sogar eklig finde. Ich selbst würde z.B. die Kategorie "Scat" nie anklicken. So kann das jeder Nutzer tun: Einfach die Kategorie trans* nicht anklicken, wenn es nicht interessiert.
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#3 KetzerEhemaliges Profil
  • 23.04.2019, 18:03h
  • Antwort auf #1 von Ith_
  • Spätestens ab jetzt brauchen sich gewisse Personen nicht mehr darüber zu wundern, dass hier in den Kommentaren beim Thema Trans regelmäßig Niveau-Limbo getanzt wird.

    Ganz abgesehen von der hanebüchenen Aussage über die generelle Attraktivität von Cis- und Transmännern: jetzt ist Mann auch noch ab 22 alt?

    Schätzelein, diesmal hast Du Dich selbst weit überboten. Herzlichen Glückwunsch.
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#4 KonsumentAnonym
  • 23.04.2019, 19:02h
  • Wer bei Pornoangeboten mit "ICH will das nicht sehen" argumentiert, hat etwas Grundsätzliches am freien Markt und an der menschlichen Sexualität nicht verstanden.

    "der sich als Räuber verkleidet hat."

    So süß. Die rührend naiven Rahmenhandlungen von Pornos fand ich schon immer total bezaubernd.
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#5 Patroklos
  • 23.04.2019, 20:13h
  • Der erste Transdarsteller in einem Schwulenporno war Buck Angel. Er spielte im Film "Cirque Noir" mit und legte mit Tober Brandt und Logan Steele einen Dreier erster Klasse hin und hat mittlerweile sogar eine eigenen Produktionsfirma.
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#6 PrinzfanAnonym
#7 TheDadProfil
  • 25.04.2019, 10:26hHannover
  • Antwort auf #4 von Konsument
  • ""Wer bei Pornoangeboten mit "ICH will das nicht sehen" argumentiert, hat etwas Grundsätzliches am freien Markt und an der menschlichen Sexualität nicht verstanden.""..

    Äh ?
    Wer Schwule Pornos sucht und ständig über Verlinkungen auf Seiten landet auf denen fast ausschließlich Hetero-Sex angeboten wird, darf sich hier auch aufregen..
    Denn die Blödheit liegt hier nicht beim Nutzer, sondern beim Anbieter..

    Diese Idee eines "Werbeblocks" á la
    "das könnte dich auch interessieren" oder
    "andere user sind von diesem film auch zu diesen filmen gewechselt"
    hat mit Werbung nichts zu tun, denn sie missachtet einfach, was der "Kunde" will..

    Und während man sich einen Film ansieht in dem Männer Sex haben ständig mit Popup-Fenstern belästigt zu werden die Hetero-Sex "propagieren" ist auch nicht unbedingt "Lust-steigernd"..

    Anders als in Nr.#2 von "Engstirn-Watch" behauptet ist hier gar nicht das "Problem" wenn sich in "Kategorien" dann Filme befinden würden die man als "Schwule Pornos" bezeichnen muß..
    Dazu gehören dann weder Lesben-Filme, noch filme in denen dann ausschließlich Hetero-Sex stattfindet, die nicht einmal unter der Kategorie "Bi" auffindbar wären..

    Werbe-Einnahmen solcher Seiten generieren sich auch über Links und Klicks, daß darf hier nicht außer Acht gelassen werden..
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#8 Offen-für-NeuesAnonym
  • 27.04.2019, 01:28h
  • Die Grenzen verschwimmen mehr und mehr - mir gefällt das :-)

    Ich kann die Aufregung nur bedingt nachvollziehen. Klar mag es sein, dass man als schwuler Mann sowas nicht unbedingt erwartet. Andererseits gefällt es mir, wenn diese starren Grenzen zwischen den Orientierungen aufgeweicht werden.

    Ich z. B. bin schwul, stehe vor allem auf Männer. Allerdings hatte ich auch schon mal ein kleines Abenteuer mit einem Transmann und ich habe auch eine leichte Bi-Ader für Frauen, hatte schon mal Sex mit einer Frau und auch einige Fantasien dahingehend.

    Sowas bezeichnet man als Orientierung glaube ich homoflexibel.

    Meiner Meinung ist das die Entwicklung der Zukunft. Die Grenzen verschwimmen. Nur weil sich die Menschen einer Orientierung zugehörig fühlen, heißt das nicht, dass sie sich anderen Reizen völlig verschließen. Warum sollten sie das auch? Gibt es dafür einen zwingenden Grund?

    Letztendlich basiert diese Einteilung Schwul, Hetero, Bi und Trans vor allem auf Schubladendenken, was der Sexualität des Menschen nicht wirklich gerecht wird und den Menschen starre Kategorien aufzwingt, wo sich die Dinge ohne diese Schubladen viel freier entwickeln könnten. Die Grenzen sind in der Natur nicht starr, sondern fließend.

    Mir persönlich gefällt dieser Trend mit den Transdarstellern. Ich würde eher noch eins draufsetzen. :-)
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