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Trans Darsteller erobern schwule Mainstream-Pornos
- 23. April 2019,

Ein führendes schwules Pornolabel öffnet sich für trans Darsteller - nicht alle Erotikfans finden das gut.
Das amerikanische Pornolabel Men.com hat mit der Verpflichtung des transsexuellen Darstellers Tommy Tanner ein Debatte ausgelöst. Er ist im gerade veröffentlichten Filmchen "Break and Enter Me" zu sehen. Die Story: Tommy ruft den cissexuellen Darsteller Ryan Bones zu sich, der sich als Räuber verkleidet hat. Der forsche Ryan fesselt daraufhin Tommy und nimmt ihn so richtig ran.
Men.com ist eine der erfolgreichsten Pornoseiten der Welt und zeigt meist Mainstream-Sex mit ein wenig Kink. Bereits im Februar hatte die Firma aus Las Vegas ihren ersten trans Darsteller vorgestellt - Luke Hudson ließ sich in der Szene "He's Always Hard For Me" von cis Darsteller Dante Colle besteigen.

Auf seiner Twitter-Seite präsentiert sich Tommy Tanner in männlicher Pose
In Internetforen streiten Nutzer nun darüber, ob trans Darsteller in der Pornografie Mainstream sein oder doch lieber nur in der spezifischen Nische bleiben sollen. Im Blog "Str8UpGayPorn", den queer.de wegen des deutschen Jugendschutzes nicht verlinken darf, regen sich viele Pornofans darüber auf, dass Ryan Bones präoperativ ist. "Ich sehe einen Schwanz, der eine Vagina fickt. Warum wird das an schwule Männer als schwuler Porno verkauft?", fragte der Nutzer "Some Guy". "Clark Kent" ergänzte: "Ein 'Bursche' mit einer Vagina IST KEIN BURSCHE. Vergesst ihr etwa eure Schul-Biologie? Das ist eine Hetero-Szene, die von der Seite getilgt werden sollte."
Dem widersprach "Eric" entschieden: "Oh Mann, manche Äußerungen hier sind transphob. Das kotzt mich an, denn trans Männer sind Männer. Jeder, der hier behauptet, dass das Hetero-Porno ist - ihr liegt falsch. Hört endlich damit auf, Arschlöcher zu sein!"
Men.com wurde in den letzten Jahren immer wieder kritisiert, weil das Label die Geschlechtergrenzen nicht ganz so ernst genommen hat. Als das Label im Herbst 2015 erstmals Frauen in nichtsexuellen Szenen im Hintergrund auftauchen ließ - etwa als Ehepartnerinnen, von denen der Mann schnell wegkommen will - gab es bereits Proteste von Hardcore-Fans. Seit gut einem Jahr gibt es eine Kategorie für bisexuelle Pornos, was bei Anhängern der reinen Lehre ebenfalls auf Widerstand stieß. (cw)
















Ist doch purer Neid, das Geflenne ^^