Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?2638

Lasst euch nichts gefallen!

Rund jede fünfte LGBTI-Person ist von Hasskriminalität betroffen, doch über 90 Prozent zeigen dies nicht an - eine neue Kampagne mit drastischem Logo will das ändern.

Die Aktion "Zeig sie an!" stellte das Projekt 100% Mensch am Mittwoch beim Bundesseminar des Kooperationspartners VelsPol Deutschland in Potsdam vor. "Mit unserer Kampagne möchten wir Dir einen kurzen Leitfaden an die Hand geben, was Du tun kannst, wenn Du aufgrund Deiner sexuellen Orientierung und/oder Deines Geschlechts von einer Straftat betroffen bist", heißt es auf der Website, die zahlreiche Informationen und detaillierte Tipps bietet.

Eine Anzeige helfe Opfern von Übergriffen bei der Verarbeitung und könne durch die statistische Erfassung zudem den notwendigen politischen Druck erzeugen, um die Situation von LGBTI in Deutschland zu verbessern, so das Projekt 100% Mensch.

Die von Holger Edmaier gegründete Initiative rät auch zur Anzeige bei Gewalt innerhalb der Beziehung oder bei unfreiwillig unsafen One-Night-Stands: "Beim Sex ohne das Wissen und Einverständnis des*der Partner*in das Kondom abzuziehen, ist eine Straftat." (cw)



-w-

-w-
-w-
Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich täglich oder wöchentlich über die Nachrichten aus der schwul-lesbischen Welt auf dem Laufenden.
Tagesbilder durchsuchen
Bild vorschlagen
#1 KetzerEhemaliges Profil
  • 16.05.2019, 11:48h
  • Ich finde es äußerst unklug, eine Kampagne gegen homo- oder transfeindliche Hassverbrechen mit der Aufforderung zu verknüpfen, Lebens- oder Sexpartner anzuzeigen.

    Natürlich GIBT es Gewalt innerhalb von Beziehungen, und natürlich ist es problematisch, wenn ein Ficker kein Kondom verwendet, obwohl der Gefickte davon ausgeht, dass er das tut.

    Allerdings sind die beiden Themenbereiche eben grundlegend verschieden und sollten nicht miteinander vermischt werden. Homo- oder transfeindliche Hassverbrechen haben einen völlig anderen Ursprung - es handelt sich da i.d.R. um Gewalt von AUSSEN aus grundsätzlich menschenfeindlichen Motiven.

    Gewalt innerhalb von Beziehungen sowie unfreiwillig unsafer Sex kennzeichnen jedoch den Umgang miteinander INNERHALB einer Situation wie einer Beziehung bzw. eines Sexdates.

    Durch eine solche Kampagne, die das alles in einen Topf wirft, kann z.B. die Stigmatisierung HIV-Positiver noch verstärkt werden. Sie werden ggf. auf die gleiche Stufe eines Verbrechens gestellt wie z.B. ein Hetero-Nazi, der mit dem Baseballschläger aus purem Hass auf Schwule eindrischt.

    Es muss einem doch ins Auge springen, dass das völlig verschiedene Situationen und auch juristische Sachlagen sind? Wie kann man sowas denn bitte in eine einzige Kampagne packen?

    Bevor ich den letzten Abschnitt des Artikels las, fand ich die ganze Sache gut und unterstützenswert. Der letzte Abschnitt jedoch zeigt mir, dass das Ganze 1) viel zu undifferenziert ist und 2) gewaltig nach hinten losgehen kann. Deshalb werde ich diese Kampagne NICHT unterstützen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 DenkerAnonym
  • 16.05.2019, 12:15h
  • Antwort auf #1 von Ketzer
  • Die Website thematisiert Straftaten gegen Queers. Dazu gehört das von dir kritisierte heimliche Gummi-Abziehen zweifelsohne, außerdem macht es auf der Website nur fünf Minizeilen aus.

    Du bist die einzige Person, die das Gummi-Abziehen mit HIV-Positiven in Verbindung bringt, was tief blicken lässt. Der HIV-Status wird auf der Seite nicht thematisiert - aus gutem Grund, denn es gibt zahlreiche andere Konstellationen.

    DU bist also die einzig ausgrenzende Person hier momentan.

    Dein Anliegen scheint mir zu sein, die Kampagne zu diskreditieren und Straftaten gegen Queers weiterhin im Dunkeln zu halten. Deine Agenda scheint mir sehr deutlich zu sein, Troll.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 KetzerEhemaliges Profil
  • 16.05.2019, 12:53h
  • Antwort auf #2 von Denker
  • "Du bist die einzige Person, die das Gummi-Abziehen mit HIV-Positiven in Verbindung bringt"

    Und was wäre es wohl noch für eine "Straftat", wenn ein HIV-Negativer den Gummi abziehen würde? Aus welcher Denke stammt das wohl?

    Du kannst mir hier persönlich unterstellen, was Du willst. Bei Belieben kannst Du Dich selbst trollen. Ich bleibe bei meiner Stellungnahme - auch, aber nicht nur, weil ich zahlreiche Aktivisten kenne, die sich ebenfalls gegen die Kriminalisierung und Stigmatisierung von Positiven wenden. Vielleicht war ich der_die Erste, der_die sich hier geäußert hat - vielleicht bleibe ich es sogar, weil unter dem Bild des Tages meist keine langen Diskussionen entstehen. Dennoch ändert das nichts, absolut gar nichts, an der Tatsache, dass hier zwei völlig unterschiedliche Dinge in einen Topf geworfen werden, die nun mal nicht zusammengehören und deshalb auch völlig unterschiedlich zu betrachten und zu bekämpfen sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Ith_Anonym
  • 16.05.2019, 15:11h
  • Antwort auf #3 von Ketzer
  • Naja, solange da "Queers" steht, und nicht explizit "cis-schwul", gäb's da z.B. noch die Menschen, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr schwanger werden können.
    So'n Punkt, bei dem ich einfach über die Selbstverständlichkeit lache, mit der Kondom = HIV gesetzt wird.

    Abgesehen davon, dass es an STIs eine ganze Palette gibt.

    Und mal ganz ehrlich, wer sich dafür ausspricht, den Verstoß gegen abgemachte Arten von Safer-Sex als gutes Recht der Menschen zu betrachten, die diese Verstöße begehen, gibt damit ein deutliches Statement dazu ab, zu welcher Sorte Sexpartner er_sie gehört. Es gibt nämlich nur eine Sorte Sexpartner, die überhaupt einen Grund hat, dieses Verhalten als "gutes Recht" zu verteidigen: Leute, die finden, dass der_die andere sich das gefälligst gefallen lassen soll ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#5 KetzerEhemaliges Profil
#6 DKMPAnonym
#7 FinnAnonym
  • 16.05.2019, 21:50h
  • Dem kann ich mich nur anschließen:
    Lasst Euch nichts gefallen und bringt jede Beleidigung und jeden körperlichen Angriff zur Anzeige.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Homonklin44Profil
  • 17.05.2019, 03:34hTauroa Point
  • Finde es sehr wichtig, dass da auch die Ebene häusliche, bzw. familiäre oder Beziehungs-Gewalt mit eingeschlossen wird, denn da dürfte die Dunkelziffer noch höher sein, als bei den baren Hassverbrechen.
    Es spielen Gefühle zwischen Vergeben und Verzeihen oder auch Hörigkeit mit rein, und manche denken, dem geliebten Menschen könne man Ausrutscher nicht derart übel nehmen. Andere denken, das gehört eben dazu.

    Dann lieber keine Beziehung, statt der mit einem, der ohrfeigt und zuhaut.

    Beim Anzeigen wird das Problem wohl sein, dass da häufig nicht viel nachfolgt, weil 'abgestempelt' wird oder die Polizei sich müht, und die Juristen Bewährung oder niedere Geldstrafen finden, wenn mal was folgt. Da sagen sich auch Geschädigte, das bringt nix, und dafür der ganze Stress...
  • Antworten » | Direktlink »