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Sexy Fußballer auf Têtu-Titelseite
- 23. Mai 2019,

Im bekanntesten französischen Schwulenmagazin fordert Torjäger Antoine Griezmann, Coming-outs im Fußball zu erleichtern.
Der 28-jährige Weltmeister von 2018, der bis zum Ende der Saison bei Atlético Madrid unter Vertrag stand, ziert die aktuelle Titelseite von "Têtu" - neben Schwulenikone Madonna, die in der anderen Hälfte der Auflage das Cover ziert.
Im Interview erklärt der Spieler, dass er Schwule und Lesben in seiner Verwandtschaft und seinem Bekanntenkreis kenne. "Das ist überhaupt kein Problem und darf es in der heutigen Zeit auch nicht mehr sein", so Griezmann weiter. Er forderte den französischen Fußballverband und die Vereine auf, sich mit dem Thema intensiver auseinanderzusetzen. Ferner bedauerte der Stürmer, dass ein Coming-out im Profifußball noch immer schwierig sei. Persönlich möchte er aber eine Stütze sein für Spieler, die diesen Schritt wagen: "Auch wenn es für einen homosexuellen Spieler nicht einfach ist in Frankreich, meine Unterstützung hat er", so Griezmann. Zudem forderte er Eltern auf, ihre Kinder zur Akzeptanz sexueller Minderheiten zu erziehen.
Griezmann hatte bereits wiederholt schwulen Spielern seine Unterstützung zugesichert (queer.de berichtete).
In europäischen Profiligen hatte sich bislang nur Justin Fashanu während seiner aktiven Laufbahn geoutet - das ist bereits fast drei Jahrzehnte her und endete in einer Katastrophe. Fashanu galt in den Achtzigerjahren als einer der talentiertesten Fußballer seiner Generation und war 1980 der erste schwarze Profi in England, für den eine Ablösesumme von über eine Millionen Pfund bezahlt wurde. Zwei Jahre später suspendierte ihn sein homophober Trainer Brian Clough vom Club Nottingham Forrest, als dieser von den Besuchen seines Stars in Schwulenbars erfuhr. Außerdem beschimpfte Clough Fashanu vor seinen Mannschaftskollegen als "verdammte Schwuchtel".
Daraufhin wechselte der Spieler mehrfach den Verein und machte schließlich 1990 seine Homosexualität publik - seine Karriere war damit endgültig gelaufen, er spielte in Kanada und später bei Provinzclubs in England. 1998 beging er Selbstmord, nachdem er beschuldigt worden war, sich in den USA an einem 17-jährigen Jugendlichen vergangenen zu haben - die Vorwürfe konnten nie bewiesen werden. (dk)

Madonna ist das andere Cover-Model neben Griezmann

















Ein dickes DANKE an Antoine Griezmann, der mit seinem Interview es schwulen Kollwgen erleichtern will, den Druck von der Seele zu nehmen.
Natürlich haben mich meine Idole Zidane und Ronaldo auch als (schwuler) MANN begeistert. Und ich bin hingerissen von Griezmanns blauen Augen. Aber letztendlich ist der Sport wichtig und es zählt der Teamgeist der Mannschaft, damit das RUNDE ins ECKIGE kommt.