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Pride im Parlament
- 13. Juni 2019,
Bild: ScreenshotBei der Sitzung des österreichischen Nationalrats am Mittwoch war der SPÖ-Abgeordnete Mario Lindner mit einem Regenbogenfächer nicht zu übersehen.
Mit dem bunten Accessoire schlug der 37-jährige Sprecher für Gleichbehandlung nicht nur den sommerlichen Temperaturen ein Schnippchen, sondern zeigte auch bewusst Flagge zum Europa-CSD EuroPride, der in diesem Jahr erneut in Wien gefeiert wird. Am Mittwoch eröffnete Lindner auch das Pride Village am Rathausplatz.
"Diese Woche ist nicht wie jede andere, denn mit der EuroPride schlägt in Wien und ganz Österreich im wahrsten Sinne des Wortes das Regenbogenherz Europas", erklärte der SPÖ-Politiker auf der Bühne des Pride Village. "Genau deshalb darf auch die Politik jetzt nicht untätig bleiben." In der Nationalratssitzung am Donnerstag werde seine Partei verlangen, dass sich das Parlament noch vor dem Sommer für ein Verbot sogenannter Konversionstherapien an Minderjährigen ausspricht.
Mario Lindner hatte sich vor drei Jahren geoutet. "Ich werde in einigen Tagen zum Präsidenten des Bundesrats ernannt, ich werde in dieser Funktion den neuen Bundespräsidenten angeloben - und ich bin schwul", erklärte er bei einer Rede auf der Wiener Regenbogenparade 2016 (queer.de berichtete). Ein Jahr später wurde er Bundesvorsitzender der queeren SPÖ-Organisation SoHo. Nach der Wahl am 15. Oktober 2017 zog Lindner als einzig offen schwuler Abgeordneter in den österreichischen Nationalrat ein. (cw)
















