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Neuer Magnus-Hirschfeld-Platz in Nürnberg

  • 20. Juni 2019, noch kein Kommentar

Der bisher namenlose Platz am Nürnberger Sterntor mit der Gedenkstele für die homosexuellen NS-Opfer wurde jetzt nach Magnus Hirschfeld benannt - die feierliche Übergabe findet am 5. Juli statt.

Die Benennung nach dem Sexualwissenschaftler und Pionier der deutschen Homosexuellenbewegung war vor einem Jahr vom Bündnis gegen Trans- und Homophobie vorgeschlagen, von den Grünen in den Stadtrat gebracht und Ende März vom Verkehrsausschuss einstimmig beschlossen worden. Die Erinnerungsstele war bereits 2013 zwischen Frauentorgraben, Grasersgasse und Frauentormauer aufgestellt worden.

"Es ist gut, wenn der namenlose Platz rund um die Gedenkstele für die homosexuellen NS-Opfer erstens überhaupt einen Namen erhält. Zweitens sollte es ein Name sein, der den jahrzehntelangen Kampf gegen Verfolgung und Diskriminierung sowie die für Gleichberechtigung von queeren Menschen widerspiegelt", erklärte der Nürnberger Stadtrat Ulrich Blaschke (SPD). "Der Name Magnus Hirschfeld ist hierzu in besonderer Weise geeignet, wie auch die Benennung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld nach dem Erforscher der gesellschaftlichen Realität von queerer Sexualität und Lebensformen zeigt. Mit dem Magnus-Hirschfeld-Platz befinden wir uns somit in sehr guter Gesellschaft."

Das 1897 von Magnus Hirschfeld in Berlin gegründete Wissenschaftlich-humanitäre Komitee, das als erste Organisation die Streichung des Paragrafen 175 forderte, hatte auch in Nürnberg eine Anhängerschaft. Die Mitglieder trafen sich regelmäßig im Verein "Silhouette". In der Weimarer Republik hatte der in Nürnberg von den Nationalsozialisten verlegte "Stürmer" Hirschfeld als ein Lieblingsopfer mehrfach ins Visier genommen und sicherlich zu seinem Exil ab 1932 beigetragen.

Die offizielle Übergabe des Magnus-Hirschfeld-Platzes nimmt Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel (SPD) am Freitag, den 5. Juli um 17 Uhr vor (Event auf Facebook). Musikalisch umrahmt wird die Feierlichkeit von der Sängerin Joana Zimmer.

In Deutschland erinnern bislang nur wenige Straßen an den Pionier der deutschen Homosexuellenbewegung. Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Lehnitz bei Oranienburg eine Magnus-Hirschfeld-Straße eingeweiht. 2008 kam in Berlin das Magnus-Hirschfeld-Ufer hinzu (queer.de berichtete). In Magdeburg wurde zuletzt 2015 ein Magnus-Hirschfeld-Weg eingeweiht (queer.de berichtete). (mize)



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20. Juni 2019
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