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Zum CSD: Frankfurt erhält "Bahn der Vielfalt"
- 25. Juni 2019,

Anlässlich des 50. Jahrestags des Aufstands im Stonewall Inn haben das Dezernat für Integration und Bildung gemeinsam mit dem CSD Frankfurt sowie der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) eine "Bahn der Vielfalt" gestaltet.
Bei der Vorstellung der Straßenbahn in Regenbogenfarben und mit dem Aufdruck "Lieb doch wen du willst" sagte Integrationsdezernentin Sylvia Weber: "Unsere Stadt ist reich an gesellschaftlicher Vielfalt und reich an Menschen, die engagiert für ein gutes Zusammenleben einstehen. Die LSBTIQ-Community ist gerade in Frankfurt sehr aktiv und stärkt mit zahlreichen Projekten, darunter auch dem CSD als größter und sichtbarster Veranstaltung, den Zusammenhalt in unserer Stadt".

Die "tolle U-Bahn", die ab sofort auf allen Linien im Einsatz ist, sei "ein Zeichen des Respekts und der Dankbarkeit der Stadt Frankfurt für dieses wichtige Engagement", so die SPD-Politikerin weiter. Sie zeigte sich "froh und stolz", dass ihr Dezernat die Folierung der Straßenbahn finanziert. "Ich danke stellvertretend für den CSD Frankfurt der Initiatorin des Projekts, Britta Helfrich. Der VGF danke ich für die Bereitschaft, diese erfolgreiche Kooperation einzugehen."
/ vgf_ffm | Video der Verkehrsgesellschaft FrankfurtDürfen wir vorstellen: Unsere neue Regenbogenbahn für sexuelle Vielfalt und Toleranz! Wie findet ihr sie? @Stadt_FFM @csdfrankfurt #vielfalt #wirsindbewegung #csd #Liebe pic.twitter.com/x7DDuN0bv5
VGF (@vgf_ffm) June 24, 2019
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VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott betonte zur "Regenbogenbahn": "Getreu unserem Unternehmensleitbild 'Alle fahren mit' steht die VGF mit voller Überzeugung für Vielfalt, Offenheit und Toleranz. Diese Werte leben wir im Unternehmen und in unseren täglichen Herausforderungen. Daher unterstützen wir hier sehr gerne und freuen uns auf diese Kooperation."
/ Stadt_FFMLieb doch wen du willst! Die Regenbogenbahn der @vgf_ffm rollt ab sofort durch Frankfurt: https://t.co/Rxe6HZMXoA @csdfrankfurt pic.twitter.com/pM62cqsRSn
Frankfurt am Main (@Stadt_FFM) June 24, 2019
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Der CSD Frankfurt freute sich, dass nach den fest installierten Ampelpärchen nun ein weiteres Highlight auf Frankfurts Straßen zu sehen sein wird. "Durch die 'Bahn der Vielfalt' wird die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Trans* -und Intermenschen in der Öffentlichkeit erhöht und werden Menschen für Diversität sensibilisiert", so die Projektinitiatorin Britta Helfrich und CSD-Sprecher Joachim Letschert in einer gemeinsamen Pressemitteilung aller Verantwortlichen. "Das passt nicht nur zu Frankfurt, einer Stadt, die für ihre Vielfalt in allen Bereichen bekannt ist. Vielmehr wird die Botschaft durch die Millionen Fahrgäste aus Frankfurt, dem Umland und der ganzen Welt weit über die Grenzen Frankfurts hinaus transportiert."
/ csdfrankfurtHier ist sie - die Bahn der Vielfalt. @Stadt_FFM @vgf_ffm #Frankfurt #CSD #wirsindbewegung pic.twitter.com/2cYrP5xl4b
CSD Frankfurt (@csdfrankfurt) June 24, 2019
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Der Frankfurter CSD, aus dessem Logo-Bembel die Farben des Regenbogens auf der Tram entstehen, findet in diesem Jahr vom 19. bis 21. Juli unter dem Motto "Wir sind Bewegung - 50 Jahre Stonewall" statt. Mit dem Slogan "My Body, My Identity, My Life" greift die Tram, die laut einer früheren Pressemitteilung für zunächst drei Jahre eingesetzt werden soll, zugleich ein früheres Motto des Berliner CSD auf.

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NEIN, das ist nicht so. Wir haben uns unser Anderssein nicht ausgesucht, genauso wenig, wie wir uns aussuchen konnten oder können, wen wir lieben oder auf wen wir stehen.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil wir schon immer mit zahllosen Stimmen zu kämpfen haben, die queeres Leben für eine (falsche) moralische "Entscheidung für einen Lebensstil" halten, die doch auch jederzeit anders hätte ausfallen können, hätten wir denn nur gewollt und uns an die üblichen "Gepflogenheiten" und "moralischen Vorgaben" gehalten. DIESE WAHL HABEN WIR JEDOCH NICHT.
Genau durch so eine falsche Denke des eigenen "Wollens" oder der eigenen Entscheidung sind wir auch heute noch massivsten, z.B. religiösen, Diskriminierungen ausgesetzt.
Gegenfrage: Ihr Heterosexuellen - wann habt Ihr Euch bewusst dazu entschieden, heterosexuell zu sein? Wann standet Ihr vor der Wahl, das Kreuzchen an der bestimmten Stelle zu machen? Vielleicht wird mit dieser Gegenfrage etwas klarer, dass es SO eben NICHT funktioniert.