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Zum CSD: Frankfurt erhält "Bahn der Vielfalt"

Anlässlich des 50. Jahrestags des Aufstands im Stonewall Inn haben das Dezernat für Integration und Bildung gemeinsam mit dem CSD Frankfurt sowie der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) eine "Bahn der Vielfalt" gestaltet.

Bei der Vorstellung der Straßenbahn in Regenbogenfarben und mit dem Aufdruck "Lieb doch wen du willst" sagte Integrationsdezernentin Sylvia Weber: "Unsere Stadt ist reich an gesellschaftlicher Vielfalt und reich an Menschen, die engagiert für ein gutes Zusammenleben einstehen. Die LSBTIQ-Community ist gerade in Frankfurt sehr aktiv und stärkt mit zahlreichen Projekten, darunter auch dem CSD als größter und sichtbarster Veranstaltung, den Zusammenhalt in unserer Stadt".


Die "tolle U-Bahn", die ab sofort auf allen Linien im Einsatz ist, sei "ein Zeichen des Respekts und der Dankbarkeit der Stadt Frankfurt für dieses wichtige Engagement", so die SPD-Politikerin weiter. Sie zeigte sich "froh und stolz", dass ihr Dezernat die Folierung der Straßenbahn finanziert. "Ich danke stellvertretend für den CSD Frankfurt der Initiatorin des Projekts, Britta Helfrich. Der VGF danke ich für die Bereitschaft, diese erfolgreiche Kooperation einzugehen."

Twitter / vgf_ffm | Video der Verkehrsgesellschaft Frankfurt

VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott betonte zur "Regenbogenbahn": "Getreu unserem Unternehmensleitbild 'Alle fahren mit' steht die VGF mit voller Überzeugung für Vielfalt, Offenheit und Toleranz. Diese Werte leben wir im Unternehmen und in unseren täglichen Herausforderungen. Daher unterstützen wir hier sehr gerne und freuen uns auf diese Kooperation."

Twitter / Stadt_FFM

Der CSD Frankfurt freute sich, dass nach den fest installierten Ampelpärchen nun ein weiteres Highlight auf Frankfurts Straßen zu sehen sein wird. "Durch die 'Bahn der Vielfalt' wird die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Trans* -und Intermenschen in der Öffentlichkeit erhöht und werden Menschen für Diversität sensibilisiert", so die Projektinitiatorin Britta Helfrich und CSD-Sprecher Joachim Letschert in einer gemeinsamen Pressemitteilung aller Verantwortlichen. "Das passt nicht nur zu Frankfurt, einer Stadt, die für ihre Vielfalt in allen Bereichen bekannt ist. Vielmehr wird die Botschaft durch die Millionen Fahrgäste aus Frankfurt, dem Umland und der ganzen Welt weit über die Grenzen Frankfurts hinaus transportiert."

Twitter / csdfrankfurt

Der Frankfurter CSD, aus dessem Logo-Bembel die Farben des Regenbogens auf der Tram entstehen, findet in diesem Jahr vom 19. bis 21. Juli unter dem Motto "Wir sind Bewegung - 50 Jahre Stonewall" statt. Mit dem Slogan "My Body, My Identity, My Life" greift die Tram, die laut einer früheren Pressemitteilung für zunächst drei Jahre eingesetzt werden soll, zugleich ein früheres Motto des Berliner CSD auf.




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#1 KetzerEhemaliges Profil
  • 25.06.2019, 11:21h
  • Es geht nicht darum, zu leben oder zu lieben, wie wir WOLLEN. Das impliziert, dass wir eine Wahl gehabt hätten und hätten ganz frei entscheiden können, ob wir denn hetero, homo, bi, queer oder sonstwas sein WOLLEN. Oder dass wir auch nur frei entscheiden, quasi aus einem Menü auswählen könnten, wen wir denn lieben WOLLEN.

    NEIN, das ist nicht so. Wir haben uns unser Anderssein nicht ausgesucht, genauso wenig, wie wir uns aussuchen konnten oder können, wen wir lieben oder auf wen wir stehen.

    Diese Unterscheidung ist wichtig, weil wir schon immer mit zahllosen Stimmen zu kämpfen haben, die queeres Leben für eine (falsche) moralische "Entscheidung für einen Lebensstil" halten, die doch auch jederzeit anders hätte ausfallen können, hätten wir denn nur gewollt und uns an die üblichen "Gepflogenheiten" und "moralischen Vorgaben" gehalten. DIESE WAHL HABEN WIR JEDOCH NICHT.

    Genau durch so eine falsche Denke des eigenen "Wollens" oder der eigenen Entscheidung sind wir auch heute noch massivsten, z.B. religiösen, Diskriminierungen ausgesetzt.

    Gegenfrage: Ihr Heterosexuellen - wann habt Ihr Euch bewusst dazu entschieden, heterosexuell zu sein? Wann standet Ihr vor der Wahl, das Kreuzchen an der bestimmten Stelle zu machen? Vielleicht wird mit dieser Gegenfrage etwas klarer, dass es SO eben NICHT funktioniert.
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#2 Dont_talk_aboutProfil
  • 26.06.2019, 01:18hFrankfurt
  • Antwort auf #1 von Ketzer
  • Bei uns in Frankfurt kommt die Straßenbahn sehr gut an. Das Motto macht deutlich worum es geht. "Männer lieben" ist dagegen irreführend. Ich kenne in meinem schwulen Bekanntenkreis niemanden, der pauschal "Männer liebt" und seien sie auch noch so unattraktiv
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#3 KetzerEhemaliges Profil
  • 26.06.2019, 03:30h
  • Antwort auf #2 von Dont_talk_about
  • Als ob ich behauptet hätte, "Männer lieben" sei eine bessere Ausdrucksweise... wo liest Du das in meinem Kommentar? Ganz abgesehen davon, geht es beim Thema hier tatsächlich nicht nur um Männer... wer hätte es gedacht?

    Übrigens, nenn mir die Person, die mit einer Aussage wie "Ich stehe auf Männer" damit ALLE sich männlich definierenden Wesen der Art "Mensch" meint... das ist SELBSTVERSTÄNDLICH Quatsch.
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#4 remixbeb
#5 Dont_talk_aboutProfil
  • 27.06.2019, 03:04hFrankfurt
  • Antwort auf #4 von remixbeb
  • 1) Ich wollte nur vorab klarstellen, dass man einzelne Menschen liebt und nicht generell ein Geschlecht.

    2) Inwieweit man jetzt eine Wahl hat, ist schwer zu beantworten. Viele gehen bei der Partnerwahl mit überzogenen Ansprüchen ran. Altersgrenzen, die die Person selber nicht einhält, findet man bei GR nicht selten. Haben diese Leute jetzt keine andere Wahl, weil sie auf Männer ihres Alters leider nicht stehen ?

    3) Die Straßenbahn wirbt für Toleranz und das ist wichtig. Wir alle müssen ständig an unserer Toleranz arbeiten. Ein Nachbar von mir über 50 hat seit kurzem einen Freund aus Thailand, der Mitte 20 sein dürfte. Ich gebe ehrlich zu, dass die Art wie sich die beiden in der Stadt bewegen meine Toleranz anfänglich auf die Probe stellte. Irgendwas in mir sagte, dass da was nicht in Ordnung ist. Aber unabhängig davon, dass mich das Liebesleben meines Nachbarn nichts angeht, sagt mir die Straßenbahn dann, dass es gut ist.
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#6 Fuchs im SchneeAnonym
  • 27.06.2019, 14:57h
  • Findet es noch jemand außer mir witzig, dass auf den Fotos der Bahn

    "Sonderwagen
    Nicht einsteign!

    steht?
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#7 F**KAnonym
  • 27.06.2019, 15:35h
  • Antwort auf #5 von Dont_talk_about
  • Dieses Etwas in Dir, dass da Verwerfliches oder Anormales riecht, könnte das Dein internalisierter Selbsthass sein, der aus Deinen zahlreichen Schrankschwesterkommentaren spricht.

    Altersunterschiede sind sind ebenso normal wie alles andere was in offenem queeren Leben vorkommt.
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#8 Wahl-SchwulerAnonym
  • 27.06.2019, 15:51h
  • Antwort auf #1 von Ketzer
  • Ein schönes Ziel wäre doch, die Rechtfertigung von Homo- oder sonstiger sexualität als naturgegeben (was sie natürlich ist!) zu überwinden, denn selbst, wenn es die Wahl gäbe, wäre allgemeine Toleranz angebracht, denn wen ich liebe, ist ganz allein meine Sache.

    Diese "Wir können doch nichts dafür"-Haltung hat oft etwas von einer Opferhaltung und passt so gar nicht zu OUT & PROUD.

    Tolle Aktion mit den Bahnen, Frankfurt ist bunt!
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#9 KetzerEhemaliges Profil
  • 27.06.2019, 16:04h
  • Antwort auf #8 von Wahl-Schwuler
  • Oh Mann, Du Wahl-Schwuler. Nennst Dich so und schreibst dann doch gleich am Anfang Deines Kommentars, dass Homosexualität natürlich naturgegeben ist.

    Ja was denn nun? Standest Du eines Tages vor der Wahl, schwul oder hetero zu sein? Oder ist Dir Deine Homosexualität eben doch "einfach so" natürlich gegeben?

    Ich habe ausführlich erläutert, woher m.E. die Problematik mit der Denke, man habe eine Wahl, rührt bzw. wohin diese Denke führen kann und führt und gedenke das auch nicht zu wiederholen.

    Ich wüsste erstens nicht, was daran eine Opferhaltung sein soll, Fakten zu benennen, wie sie nun mal sind.

    Und zweitens wüsste ich nicht, weshalb Opfer von Unterdrückung nicht auch zum Ausdruck bringen dürften, dass sie Unterdrückungsopfer SIND. Alles andere führt zum Totschweigen und Ignorieren der Faktenlage.

    Ich kann also durchaus OUT & PROUD sein und dabei schlicht die Wahrheit sagen, statt - wie Du - so zu tun, als hätte man eine freie Wahl gehabt.

    Übrigens, wenn es ganz allein Deine Sache ist, wen Du liebst, was natürlich de facto politisch nicht so ist, sonst hätte es weder Stonewall noch Pride je geben müssen - wenn es also so ist, und übrigens auch sonst, ist allgemeine AKZEPTANZ angebracht.

    Ich KANN diesen Begriff der Toleranz einfach nicht mehr hören. Tolerieren heißt "Dulden". Wenn wir das fordern, bringen wir uns in die wahre "Opferrolle" à la "Wir sind zwar falsch, anders, mit uns stimmt was nicht, aber bitte bitte duldet uns".

    AKZEPTANZ ist das, was zu OUT & PROUD passt.
    NICHTS WENIGER.
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#10 F**KAnonym
  • 27.06.2019, 16:06h
  • Antwort auf #8 von Wahl-Schwuler
  • "Diese "Wir können doch nichts dafür"-Haltung hat oft etwas von einer Opferhaltung "

    Ich habe mir das auch schon häufiger gedacht,
    aber es entspricht einfach nicht der Realität. dass man als Schwuler einfach nur liebt wen man will.
    Sexuelle Orientierung ist kein Willensprozess.
    Es gibt keine Wahl.
    Wählen kann ich nur welchen Mann !! ich liebe.
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