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"Die-In" beim CSD München

Bild: Still Rioting

Während der Politparade zum Christopher Street Day in München veranstaltete die Gruppe "Still Rioting" am Samstag eine "Die-In"-Performance vor den Fußgruppen bzw. Wägen von Polizei, Bundeswehr und LSU.

Die linken Aktivist*innen legten sich dabei jeweils für eine kurze Zeit mit kunstblutverschmierten T-Shirts auf die Straße, um an "alle Opfer von Polizeigewalt sowie von Kriegen und tödlicher Grenzpolitik" zu erinnern. Es gehe um Kritik an den Institutionen, nicht um die Queerness der Teilnehmenden, stellte "Still Rioting" klar. Die Aktion stand unter dem Slogan "Polizei, CSU und Bundeswehr gehen über Leichen".

"Wenn heute an Stonewall gedacht wird, muss klar sein: Polizei, CSU und Bundeswehr - ihr habt hier nichts zu suchen!", hieß es in einem verteilten Flyer. "Denn ohne euch hätten alle Menschen ihre Rechte und Freiheiten schon viel früher." Der CSU warfen die Aktivist*innen ein "reaktionäres und bedrohliches Menschen- und Familienbild" sowie eine "tödliche Abschiebe- und Grenzpolitik" vor, die auch queere Geflüchtete "massiv betrifft". Nach Angaben von "Still Rioting" wurden Passant*innen nach der Aktion willkürlich von der Polizei "festgehalten und kontrolliert".

Nach offiziellen Angaben feierten in diesem Jahr rund 155.000 Menschen bei der Münchner CSD-Parade. An der Demo mit knapp 60 Wägen nahmen rund 15.000 Personen teil, 140.000 sahen zu. Witterungsbedingt habe man bei starkem Regen zwar weniger Zuschauende als im Vorjahr - der Christopher Street Day sei laut Orgateam allerdings dennoch ein "Riesenerfolg". (cw/dpa)

Wöchentliche Umfrage

» Gehören Polizisten und Soldaten auf den CSD?
    Ergebnis der Umfrage vom 15.07.2019 bis 22.07.2019


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#1 BrujaAnonym
  • 13.07.2019, 22:19h
  • Sehr gute Aktion! Ich würde mir wünschen, dass der CSD eine kritische Haltung gegenüber diesen Institutionen entwickelt und auch dem kommerziellen Ausverkauf des CSDs Einhalt gebietet!

    Stonewall was a riot!
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#2 AndreAnonym
  • 13.07.2019, 23:33h
  • Antwort auf #1 von Bruja
  • Ich stehe solchen Aktionen kritisch gegenüber. Letztes Jahr hat sich die grüne Jugend vor den LSU- Wagen gelegt, dieses Jahr andere linke Aktivisten/innen.

    Hier geht es darum den CSD zu feiern und für die Recht für Schwule und Lesben zu kämpfen. Die LSU kann man nicht für die Flüchtlingspolitik auf dem Mittelmeer verantwortlich machen.

    Auch sollte man der Bundeswehr und Polizei ein wenig mehr Anerkennung schenken, denn gerade die Polizei hat sich für die Sicherheit beim CSD München eingesetzt. Ein wenig mehr Stolz auf unsere Sicherheitskräfte könnte uns gut tun.
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#3 andreAnonym
  • 14.07.2019, 09:20h
  • Wenn weiter nichts von diesem CSD, speziell von dieser Parade, berichtet wird ist das schon ärmlich. Ich selbst war bei der Parade dabei. Nicht an dieser Stelle, bei dieser Aktion. Ein schwuler Freund(Brasilianer)hats gesehen. Er meinte später, daß fast niemand Notiz davon genommen hat. Einige haben gekichert. Die besten Teilnehmer waren, meiner Meinung nach, Münchens schwule Sportler incl. die Fans des FC Bayern mit Ihren großen Fahnen. Die sahen auch alle, am besten aus. Sportler eben. Weiter die Wagen von Amazon und Microsoft. Microsoft LED-beleuchtet. Überhaupt, ungewöhnlich viele Firmen-Wagen, dabei. Gute Laune und Stimmung. Schwule Väter, alle Achtung, wenn es auch recht wenig waren. Und dann eben die vielen lustigen Selbstdarsteller. Die Gruppen der Parteien, wie immer eben. Nichts Besonderes. Als die Grünen an mir vorbeimarschierten, hatte ich, auf einmal, einen Stapel Flyer in der Hand. Sehr schöne Parade. Trotzdem, in den Medien stand überall, daß es 140.000 Zuschauer waren. Mir vollkommen unklar wo die gewesen sein sollen. Vielleicht hat man die Einkaufs-Touristen mitgezählt. Ich selbst bin mitgelaufen vom Start bis Sendlinger Tor. Wollte mir noch anschauen, was danach noch kommt. Bekommt man ja, als Parade-Teilnehmer nie mit. Bis zu Stachus gab es kaum Beachtung. Vom Stachus bis Sendlinger Tor war es recht überschaulich. Auch wegen des Wetters. Und in den engen Straßen Glockenbach/Gärtnerplatz haben niemals so viele Leute Platz. Kann ich mir nicht vorstellen. Was auffiel, sehr viele, sehr junge Teilnehmer hatten Regenbogenflaggen dabei. Und hier besonders viel junge Mädchen. Fand ich gut.
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#4 KorrekturAnonym
#5 Ralph
  • 14.07.2019, 12:19h
  • Wie würd ich mich fühlen, wenn ich den Mumm aufgebracht hätte, als Polizei- oder Bundeswehrangehöriger offen am CSD teilzunehmen, wenn ich von diesen Hohlkopferten aufgeklärt würde, dass ich mich schleichen soll?
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#6 AntwortAnonym
  • 14.07.2019, 17:49h
  • Antwort auf #5 von Ralph
  • Die persönlichen Gefühle sind eine Sache, mag auch sein, dass das für manche LGBT-Polizist_innen dann doch emotional schwierig ist, Abschiebungen von LGBT in Länder, in denen diese Verfolgung ausgesetzt sind, mit durchzusetzen. Das andere ist die politische Ebene: Hier haben sich Leute entschieden, mit dem Namen ihrer Institution aufzutreten, welche die unmenschlichen Verhältnisse, unter denen LGBT und vor allem LGBT of colour besonders zu leiden haben, mit trägt, und diese Institution zu feiern und das zynischerweise im Namen der Stonewall Riots, die auch eine antirassistische Dimension hatten. Das heißt nicht, dass man nicht solidarisch mit LGBT in der Polizei sein könnte, etwa wenn sie homo- oder transphob angegangen werden. Aber auf den CSD mögen sie doch dann bitte als Einzelpersonen oder mit sonst irgendeiner Gruppe, nicht im Namen ihrer Dienststelle gehen.
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#7 Ralph
  • 15.07.2019, 09:00h
  • Antwort auf #6 von Antwort
  • Es ist mehrere Jahre her, da nahm eine größere Gruppe von Polizeibeamten an der Münchner Parade teil. Die Leute wurden freudig beklatscht für ihren Mut, sich in Bayern als schwule und lesbische Polizisten/Polizistinnen öffentlich zu machen. Heute finden sich selbsternannte Tugendwächter, die dieses Selbstbewusstsein nicht mehr anerkennen, sondern verächtlich machen. Ich halte das für verwerflich.
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#8 stromboliProfil
  • 15.07.2019, 09:59hberlin
  • Antwort auf #7 von Ralph
  • das problem ist nicht so sehr der individuelle mut , sich innerhalb eines homofeindlichen apparates öffentlich zu machen, als vielmehr die tatsache, trotz eben dieser strukturen teil eines solchen vereines sein zu wollen.

    Was haben schwule - lesben oder transpersonen dort zu suchen wo staatsgewalt den umgang mit uns bestimmen.
    Teilhabe an der "macht"?
    Über gruppe selbst macht ausüben wollen.
    Gruppe als identifikationshelfer bei eigen fehlender identität?

    Eine polizei, die offensichtlich bundesweit von rechten organen unterwandert wird ist kein hort homofreundlicher gruppentherapie.
    Eine wehrmacht, die im ausland tötet, kein kinderspielplatz für uniformenfetische.
    Und das trotz öffentlichkeitsarbeit diese organe zunehmend einen staat im staate bilden, sollte auch teil einer umfassenden diskussion werden!

    Ich wünsche mir mehr solcher aktionen vor staatlichen durchsetzungsversuchen , seis auf den stadtfesten, seis auf den umzügen.
    Dem staat die maske runterreisen, heißt auch den geist von stonewall aufrecht erhalten.
    Es war eben kein fröhlicher umzug, sondern ein wütender aufstand.
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#9 Ralph
  • 15.07.2019, 11:21h
  • Antwort auf #8 von stromboli
  • Du hast völlig Recht. Überlassen wir doch die Polizei besser den AfD-Anhängern und Schwulenhassern, die kennen sich eh besser aus. Veränderungen im Denken von Polizei und Polizeiführungen, die es bei Zugehörigkeit von Schwulen und Lesben und deren Sichtbarkeit dort geben könnte, sind unerwünscht und gefährden den Marsch in den Rechtsaußenstaat, den wir alle uns doch so sehr erträumen.
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#10 stromboliProfil
  • 15.07.2019, 11:50hberlin
  • Antwort auf #9 von Ralph
  • mein gott, so weit hab ich überhaupt noch nicht gedacht.
    Sollte es wirklich so sein..
    Ohne uns keine änderungen in diesen kreisen.
    Wohl auch deshalb wählen proportional gesehen so viele communitymitglieder afd.
    Wer sonst könnte deren aufstieg verhindern.

    Keine frage: wer nicht über das system nachdenkt, wird in ihm unter die räder kommen.
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