Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?2697

"Die-In" beim CSD München

Bild: Still Rioting

Während der Politparade zum Christopher Street Day in München veranstaltete die Gruppe "Still Rioting" am Samstag eine "Die-In"-Performance vor den Fußgruppen bzw. Wägen von Polizei, Bundeswehr und LSU.

LSU steht für die Gruppe "Lesben und Schwule in der Union", die in Bayern erst 2017 einen regionalen Ableger fand. Ihr Wagen wurde bereits im letzten Jahr von einer Gruppe aus rund 30 Menschen blockiert (queer.de berichtete).

Die linken Aktivist*innen legten sich dabei jeweils für eine kurze Zeit mit kunstblutverschmierten T-Shirts auf die Straße, um an "alle Opfer von Polizeigewalt sowie von Kriegen und tödlicher Grenzpolitik" zu erinnern. Es gehe um Kritik an den Institutionen, nicht um die Queerness der Teilnehmenden, stellte "Still Rioting" klar. Die Aktion stand unter dem Slogan "Polizei, CSU und Bundeswehr gehen über Leichen".

"Wenn heute an Stonewall gedacht wird, muss klar sein: Polizei, CSU und Bundeswehr - ihr habt hier nichts zu suchen!", hieß es in einem verteilten Flyer. "Denn ohne euch hätten alle Menschen ihre Rechte und Freiheiten schon viel früher." Der CSU warfen die Aktivist*innen ein "reaktionäres und bedrohliches Menschen- und Familienbild" sowie eine "tödliche Abschiebe- und Grenzpolitik" vor, die auch queere Geflüchtete "massiv betrifft".

Nach Angaben von "Still Rioting" wurden Passant*innen nach der Aktion willkürlich von der Polizei "festgehalten und kontrolliert". Die Polizei gab später an, es sei weder zu Aggressionen noch zu Anzeigen gekommen und man habe lediglich die Identität von etwa zehn Blockierern festgestellt.

Nach offiziellen Angaben feierten in diesem Jahr rund 155.000 Menschen bei der Münchner CSD-Parade. An der Demo mit knapp 60 Wägen nahmen rund 15.000 Personen teil, 140.000 sahen zu. Witterungsbedingt habe man bei starkem Regen zwar weniger Zuschauende als im Vorjahr - der Christopher Street Day sei laut Orgateam allerdings dennoch ein "Riesenerfolg". Er stand unter dem Motto "50 Jahre Stonewall". (cw/dpa)

Wöchentliche Umfrage

» Gehören Polizisten und Soldaten auf den CSD?
    Ergebnis der Umfrage vom 15.07.2019 bis 22.07.2019

-w-
-w-


Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich News aus der queeren Welt sowie über anstehende Termine auf dem Laufenden.

#1 BrujaAnonym
  • 13.07.2019, 22:19h
  • Sehr gute Aktion! Ich würde mir wünschen, dass der CSD eine kritische Haltung gegenüber diesen Institutionen entwickelt und auch dem kommerziellen Ausverkauf des CSDs Einhalt gebietet!

    Stonewall was a riot!
  • Direktlink »
#2 AndreAnonym
  • 13.07.2019, 23:33h
  • Antwort auf #1 von Bruja
  • Ich stehe solchen Aktionen kritisch gegenüber. Letztes Jahr hat sich die grüne Jugend vor den LSU- Wagen gelegt, dieses Jahr andere linke Aktivisten/innen.

    Hier geht es darum den CSD zu feiern und für die Recht für Schwule und Lesben zu kämpfen. Die LSU kann man nicht für die Flüchtlingspolitik auf dem Mittelmeer verantwortlich machen.

    Auch sollte man der Bundeswehr und Polizei ein wenig mehr Anerkennung schenken, denn gerade die Polizei hat sich für die Sicherheit beim CSD München eingesetzt. Ein wenig mehr Stolz auf unsere Sicherheitskräfte könnte uns gut tun.
  • Direktlink »
#3 andreAnonym
  • 14.07.2019, 09:20h
  • Wenn weiter nichts von diesem CSD, speziell von dieser Parade, berichtet wird ist das schon ärmlich. Ich selbst war bei der Parade dabei. Nicht an dieser Stelle, bei dieser Aktion. Ein schwuler Freund(Brasilianer)hats gesehen. Er meinte später, daß fast niemand Notiz davon genommen hat. Einige haben gekichert. Die besten Teilnehmer waren, meiner Meinung nach, Münchens schwule Sportler incl. die Fans des FC Bayern mit Ihren großen Fahnen. Die sahen auch alle, am besten aus. Sportler eben. Weiter die Wagen von Amazon und Microsoft. Microsoft LED-beleuchtet. Überhaupt, ungewöhnlich viele Firmen-Wagen, dabei. Gute Laune und Stimmung. Schwule Väter, alle Achtung, wenn es auch recht wenig waren. Und dann eben die vielen lustigen Selbstdarsteller. Die Gruppen der Parteien, wie immer eben. Nichts Besonderes. Als die Grünen an mir vorbeimarschierten, hatte ich, auf einmal, einen Stapel Flyer in der Hand. Sehr schöne Parade. Trotzdem, in den Medien stand überall, daß es 140.000 Zuschauer waren. Mir vollkommen unklar wo die gewesen sein sollen. Vielleicht hat man die Einkaufs-Touristen mitgezählt. Ich selbst bin mitgelaufen vom Start bis Sendlinger Tor. Wollte mir noch anschauen, was danach noch kommt. Bekommt man ja, als Parade-Teilnehmer nie mit. Bis zu Stachus gab es kaum Beachtung. Vom Stachus bis Sendlinger Tor war es recht überschaulich. Auch wegen des Wetters. Und in den engen Straßen Glockenbach/Gärtnerplatz haben niemals so viele Leute Platz. Kann ich mir nicht vorstellen. Was auffiel, sehr viele, sehr junge Teilnehmer hatten Regenbogenflaggen dabei. Und hier besonders viel junge Mädchen. Fand ich gut.
  • Direktlink »