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Ungarn: Coca Cola legt nach

Trotz Boykott-Aufrufen von Regierungspolitikern und Vandalismus hat der Brausekonzern Coca Cola in Ungarn die zweite Phase seiner "Love is Love"-Kampagne gestartet.

Bei dem am Mittwoch in der Hauptstadt Budapest gestarteten Musikfestival Sziget wird zum einen eine "Coke Zero"-Sonderedition in Regenbogenfarben verkauft. Zum anderen wurden an den Bus- und Tramhaltestellen sowie in den Metrostationen der Metropole neue Werbemotive mit der bunten Flasche sowie dem Schriftzug "Love is Love" plakatiert.



Die erste Welle der Kampagne, zu der auch ein Motiv mit einem kuschelnden schwulen Paar gehörte, hatte in Ungarn für eine Welle der homophoben Empörung gesorgt (queer.de berichtete). Eine Onlinepetition forderte ein Ende der "homosexuellen Werbung", die von "Kinder gesehen" werden könne, und der Abgeordnete und Vize-Sprecher der rechten Regierungspartei Fidesz István Boldog rief gar zu einem Boykott von Coca Cola auf. Laut Berichten regionaler Medien wurden zahlreiche Plakate der ersten Welle beschmiert oder komplett zerstört.



Der Getränkekonzern kündigte jedoch an, an der bis Ende August geplanten Kampagne unverändert festzuhalten. Auf allen Motiven sowie den Flaschen ist neben dem Slogan "Liebe ist Liebe" der Zusatz "Kein Zucker, keine Vorurteile" zu lesen. (cw)



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#1 AlexAnonym
  • 08.08.2019, 18:10h
  • Richtig so.

    Statt sich einschüchtern zu lassen, muss man dann erst richtig loslegen.
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#2 Ralph
  • 08.08.2019, 19:47h
  • Großartig, dass ein privater Konzern einem Regime Paroli bietet, dem europäische Regierungen hinterherlaufen, damit ihre Abgeordneten im EU-Parlament Frau von der Leyen wählen.
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#3 kuesschen11Profil
  • 08.08.2019, 22:14hFrankfurt
  • Sehr gut. Weiter so.

    Coca-Cola beweist Haltung gegenüber den Homophoben in Ungarn und zeigt mit 'Love is Love', dass Liebe für jeden Menschen, egal wen er liebt, gleich ist.

    Und auch die Werbung sollte gleichberechtigt sichtbar sein.
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#4 DramaQueen24Profil
  • 09.08.2019, 02:01hBerlin
  • Antwort auf #1 von Alex
  • Genau! Wie wäre es mit weiteren Plakaten, die Schwule, Lesben und/oder Transmenschen zeigen. Und alle küssen sich. Da würden die Katholiken und die Rechten zerplatzen vor Wut.
    Andererseits, wenn Coca Cola das tun würde, hätte das möglicherweise negative Folgen für die dortige Community (Verbote, Gewalt, etc.).
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#5 pakoAnonym
  • 09.08.2019, 08:00h
  • Auf Bento gibt es dazu einen Beitrag mit dem ich ganz und gar nicht einverstanden bin:

    www.bento.de/queer/ungarn-coca-cola-wirbt-mit-schwulen-paerc
    hen-das-ist-kalkuliert-und-falsch-a-d727bd1c-1aa9-4fc2-b968-
    ce426018a913


    Kurzgesagt: Weil die Werbung die Gesellschaft aufstachelt sollte man das lieber sein lassen. Sonst hassen die Menschen LGBT noch mehr.

    Ich sage:
    Nein, ganz im Gegenteil, dann erst recht!
    In Russland ist genau das passiert: Die Regenbögen sind aus der Öffentilchkeit verschwunden und all die homosexuelle Werbung auch und damit die "Provokation". Und wir haben gesehen was dabei für uns heraus gekommen ist, nämlich gar nichts. Im Gegenteil, die Akzeptanz ist noch schlimmer geworden.

    Mit Feigheit siegt man nicht. Wer sich versteckt, überlässt es den anderen zu sagen wer du bist. Also kämpfe darum selber dafür zu sorgen, zu zeigen, wer du wirklich bist.
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#6 TheDadProfil
  • 09.08.2019, 10:36hHannover
  • Antwort auf #5 von pako
  • ""Kurzgesagt: Weil die Werbung die Gesellschaft aufstachelt sollte man das lieber sein lassen. Sonst hassen die Menschen LGBT noch mehr.""..

    Und mit der gleichen "Begründung" schafft man dann gleich noch weltweit die CSD's ab ?

    Verzieht sich ins stille Kämmerlein und schottet sich von diesen Gesellschaften ab ?

    Wer hier wen "aufstachelt" kann man doch leicht entdecken :

    Es sind diejenigen, die sich anmaßen Minderheiten in der Entrechtung zu halten, diejenigen die sich für die "Spitze des Eisberges" halten..

    Wenn es in einer Gesellschaft Menschen gibt, die weniger Rechte besitzen als andere Menschen in dieser Gesellschaft, dann ist diese Gesellschaft WEDER demokratisch, noch eine freie und gleichberechtigte Gesellschaft !

    Es gibt KEINEN Grund irgendeinen Konzern dazu aufzurufen eine solche Werbe-Kampagne zu beenden, weil diese
    ""die Gesellschaft aufstachelt""..

    Im Gegenteil..

    Hier wie auch im Fall von IKEA in Polen wird sich zeigen müssen wie sehr solche Konzerne zu ihren Werten stehen, und wie sehr sie bereit sind, sie auch durchzusetzen..
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#7 LotiAnonym
  • 09.08.2019, 11:01h
  • Antwort auf #4 von DramaQueen24
  • Bild im Artikel anschauen, dann weißte was schon mit den Werbepostern alleine passiert. Wenn ich dann noch an anderer Stelle hier lese, man möge sich doch bitte Händchenhaltend zeigen in der Öffentlichkeit, sind das zwar gutgemeinte Ratschläge, doch gerade in den Ostblockländern wäre ich damit besonders vorsichtig. Meinen allergrößten Respekt vor denen, die sich vom gesellschaftlichen sowie kirchlichen Hass nicht unterkriegen lassen.
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