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Ungarn: Coca Cola legt nach

Trotz Boykott-Aufrufen von Regierungspolitikern und Vandalismus hat der Brausekonzern Coca Cola in Ungarn die zweite Phase seiner "Love is Love"-Kampagne gestartet.

Bei dem am Mittwoch in der Hauptstadt Budapest gestarteten Musikfestival Sziget wird zum einen eine "Coke Zero"-Sonderedition in Regenbogenfarben verkauft. Zum anderen wurden an den Bus- und Tramhaltestellen sowie in den Metrostationen der Metropole neue Werbemotive mit der bunten Flasche sowie dem Schriftzug "Love is Love" plakatiert. Auf allen Motiven sowie den Flaschen ist neben dem Slogan "Liebe ist Liebe" der Zusatz "Kein Zucker, keine Vorurteile" zu lesen.



Die erste Welle der Kampagne, zu der auch ein Motiv mit einem kuschelnden schwulen Paar gehörte, hatte in Ungarn für eine Welle der homophoben Empörung gesorgt (queer.de berichtete). Der Konzern bewirbt in sozialen Netzwerken, aber auch auf großen Plakaten an Budapests Bus- und Tramhaltestellen sowie Metrostationen seine Zero-Marke mit homo- wie heterosexuellen Paaren, die sich eine Cola-Flasche teilen (wobei nur das heterosexuelle einem Kuss nahekommt). Laut Berichten regionaler Medien wurden zahlreiche Plakate der ersten Welle beschmiert oder komplett zerstört.

Auch ansonsten fand die Kampagne viel Gegenwehr: Eine Onlinepetition forderte ein Ende der "homosexuellen Werbung", die von "Kinder gesehen" werden könne. "Die homosexuelle Lobby hat Budapest bereits im Griff", kommentierte das rechte Portal "Pesti Srácok" entsetzt. Und der Abgeordnete und Vize-Sprecher der rechten Regierungspartei Fidesz István Boldog rief gar zu einem Boykott von Coca Cola auf.



Der Getränkekonzern kündigte am Mittwoch an, an der bis Ende August geplanten Kampagne unverändert festzuhalten. Bereits zuvor hatte er sich verteidigt: "Wir glauben, dass wir alle gleich sind, unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht, Alter, ethnischem Hintergrund, gesprochener Sprache, Hobbys und Meinungen. Wir glauben, dass sowohl Hetero- als auch Homosexuelle das Recht haben, die Person zu lieben, die für sie am besten ist." (cw)


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#1 AlexAnonym
  • 08.08.2019, 18:10h
  • Richtig so.

    Statt sich einschüchtern zu lassen, muss man dann erst richtig loslegen.
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#2 Taemin
  • 08.08.2019, 19:47h
  • Großartig, dass ein privater Konzern einem Regime Paroli bietet, dem europäische Regierungen hinterherlaufen, damit ihre Abgeordneten im EU-Parlament Frau von der Leyen wählen.
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#3 kuesschen11
  • 08.08.2019, 22:14hFrankfurt
  • Sehr gut. Weiter so.

    Coca-Cola beweist Haltung gegenüber den Homophoben in Ungarn und zeigt mit 'Love is Love', dass Liebe für jeden Menschen, egal wen er liebt, gleich ist.

    Und auch die Werbung sollte gleichberechtigt sichtbar sein.
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