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Bunter Empfang für Mike Pence

Beim Staatsbesuch am Mittwoch in Island wurde der homophobe US-Vizepräsident Mike Pence von einem Meer aus Regenbogenfahnen begrüßt - selbst Islands Präsident trug zur Feier des Tages ein Pride-Armband.

Die bunten Flaggen waren nicht zu übersehen. Auch direkt gegenüber dem Gästehaus Höfði, dem Pence einen Besuch abstattete und in dem 1986 das legendäre Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Ronald Reagan und Sowjetführer Michail Gorbatschow stattfand, setzte das Unternehmen Advania ein Zeichen. "Wir hatten gerade das Bedürfnis Vielfalt zu feiern und wollten dies durch das Hissen von Flaggen zeigen", erklärte Geschäftsführer Ægir Már Þórisson, warum die Firmen- durch Regenbogenflaggen ersetzt wurden.

Twitter / Heklina

An einer Kundgebung gegen Pence nahmen zudem Hunderte teil. Das offizielle Händeschütteln mit Islands Präsident Guðni Th. Jóhannesson dürfte Mike Pence ebensowenig gefallen haben. Der unabhängige Politiker trug zur Feier des Tages - und wie schon bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin - ein Regenbogenarmband.

Twitter / Independent

Vizepräsident Mike Pence gilt als einer der homophobsten Spitzenpolitiker in den USA. Der 60-Jährige warb etwa während seines Wahlkampfes für den Einzug in den US-Kongress im Jahr 2000 für die "Heilung" von Homosexuellen. Als Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses und später als Gouverneur von Indiana setzte er sich dafür ein, die Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten einzuschränken. So trieb Pence als Landeschef das Gesetz "zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit" voran, dessen einziges Ziel es war, die religiös begründete Diskriminierung im Bereich sexueller und geschlechtlicher Minderheiten zu erlauben (queer.de berichtete). Wegen dessen Homophobie "scherzte" Präsident Donald Trump laut Medienberichten, dass Pence "alle Homosexuellen aufhängen lassen" wolle (queer.de berichtete).

Anfang des Jahres sorgte auch Pences Ehefrau Karen für Schlagzeilen: Die 60-Jährige kehrte als Teilzeit-Lehrerin an eine religiöse Privatschule zurück, an der Homosexualität verboten ist (queer.de berichtete).

Erst am Dienstag hatte der stellvertretende Sprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, Homophobie-Vorwürfe gegen Pence mit einer absurden Begründung zurückgewiesen. Der Vizepräsident könne ja gar nicht homofeindlich sein, da er sich mit dem schwulen irischen Premierminister Leo Varadkar und dessen Partner zum Mittagessen treffe.

Twitter / JuddPDeere45

Vor Island hatte Pence für zwei Tage Irland besucht - die Szene begrüßte ihn mit einer Protestkundgebung in Disco-Form. Der Vize-Präsident sorgte für Kritik, weil er die Nächte in einem Trump-Luxusresort 300 Kilometer von der Hauptstadt entfernt verbrachte und sich im Streit um den Brexit mehr auf die britische denn die irische bzw. EU-Seite stellte. (cw)



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06. September 2019
2 Kommentare

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