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Oben-Ohne-Protest beim Trans Pride

Beim Trans Pride Cologne forderte die Polizei am Sonntag eine*n nicht-binäre Redner*in auf, den nackten Oberkörper zu verdecken - spontan erklärten sich 30 andere Teilnehmer*innen solidarisch.

Der Vorfall ereignete sich bei einer Zwischenkundgebung. Die nicht-binäre Person forderte in ihrer oberkörperfreien Rede den Erhalt des queeren Selbsthilfetreffpunkts "Assata im Hof". Die Polizei, die die Person offensichtlich für weiblich hielt, forderte sie dazu auf, sich etwas überzuziehen, da das Zeigen von Brüsten in der Öffentlichkeit eine Ordnungswidrigkeit sei. Die Person umhüllte sich mit einer Pride-Flagge und setzte die Rede fort.


Teilnehmer*innen am Trans Pride Cologne

Im Anschluss stürmten ca. 30 Menschen mit nackten Oberkörpern nach vorne, um sich solidarisch zu zeigen und gegen die "Sexualisierung und Stigmatisierung von als weiblich gelesenen Brüsten" zu protestieren, wie es in einer Pressemitteilung des Trans Pride heißt. Darunter waren Menschen jeden Geschlechts. Sie blieben minutenlang vor dem Lautsprecherwagen stehen und erhielten viel Beifall und Applaus. Die Polizei zeigte keine weitere Reaktion auf die Aktion.


Teilnehmer*innen am Trans Pride Cologne

An der Demo zum Trans Pride Cologne beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter*innen rund 600 Menschen und damit gut doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. (cw/pm)


Protestschild beim Trans Pride Cologne



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#1 HyenadykeProfil
  • 16.09.2019, 15:44hKöln
  • Es ist schon eine unglaubliche Dreistigkeit, die sich die Polizei da erlaubt hat:
    Ein nackter Oberkörper mit erkennbaren Brüsten soll also eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen.
    Da stell ich mir doch als brave, gesetzestreue Bürger*in gleich die Frage, ab welcher Körbchengröße die Gefahr so groß wird, dass ein polizeiliches Einschreiten gerechtfertigt ist?

    Aber die Gefahr besteht ja auch genauer betrachtet für die "Öffentliche Ordnung", was in diesem Kontext wohl eher für die patriarchale Ordnung heißen müsste.
    Also eine Ordnung, in der die Definitionsmacht über Körper bei einigen wenigen, privilegierten Menschen liegt und aus den sich daraus ergebenden Zuschreibungen Machthierarchien legitimiert werden.

    Wenn öffentlich sichtbare Brüste (über der Körbchengröße AA oder so) eine Gefahr für diese Ordnung darstellen, dann können gar nicht genug Brüste öffentlich gezeigt werden!

    In diesem Sinne danke ich allen Menschen - Männern, Nicht-Binären, Frauen, wie auch immer sie alle sich bezeichnen - die gestern dieses Eindrucksvolle und empowernde Zeichen gesetzt haben.
    Ihr habt Geschichte geschrieben!
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#2 trans naysayerAnonym
  • 17.09.2019, 02:25h
  • DAS nenne ich einen Akt der Emanzipation!

    Das Aneignen der Selbstermächtigung über den eigenen Körper, der Definitionshoheit über sich selbst und eine Kampfansage an die patriarchale Sexualisierung und Stigmatisierung von Körpern...

    ...ein statement ohne ein Wort zu verlieren und dabei auch noch Spass haben. So einfach kann das sein.

    Meine Glückwünsche und meine Hochschätzung an die Teilnehmer*innen des Trans Pride Cologne!

    Ihr seid grossartig. Bitte mehr davon!

    Make a stand! Be resolute! Insist!

    Don't ever take NO for an answer!
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