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Trümmertunten im Märkischen Museum
- 22. September 2019, kein Kommentar

Das Märkische Museum in Berlin zeigt in einer neuen Ausstellung Fotografien von Annette Frick aus der Nachwendezeit und der queeren Subkultur - und lädt am Donnerstag erstmals zu einer Tuntenshow ein.
"Abriss, Trümmertunten und internationale Individuen: Berlin 1991-2010" nennt sich die Sammlung von analogen Schwarz-Weiß-Bildern. Die seit 1996 in Berlin arbeitende Künstlerin dokumentiert den architektonischen Wandel der deutschen Hauptstadt, die radikalen Veränderungsprozesse und Umbrüche für das Stadtbild - und sie kombiniert das Thema von Zerfall, Abriss und Stadtentwicklung mit lustvollen Porträts aus dem queeren Underground und der subversiven schwulen Szene.
Frick bezieht sich mit ihren intimen Aufnahmen von mehr oder weniger bekannten Trümmer-, Kultur- und Polittunten, darunter BeV StroganoV, Ovo Maltine und Melitta Sundström, auch auf den Charakter der ehemaligen Mauerstadt: Sie will sich darstellen, präsentiert sich nackt, zeigt aber auch manchmal flüchtige Zurückhaltung.
Die am 17. September eröffnete Ausstellung ist noch bis zum 8. Dezember im Märkischen Museum (Am Köllnischen Park 5, Mitte) zu sehen. Beste Gelegenheit für einen Besuch ist am Donnerstag, den 26. September. Unter dem Motto "Tunten trümmern durchs Märkische Museum" gibt es ab 18 Uhr ein einmaliges Showprogramm u.a. mit Tima die Göttliche und Juwelia Soraya. (cw)










