Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?2803

Queer in Kolumbien

  • 24. Oktober 2019, noch kein Kommentar
Bild: Videostill aus "Michel" © marisa maza, Bogotá -Kolumbien 2018-19

In der Berliner Ausstellung "Ni Para Ya - Ni Para Ca" beschäftigt sich die Künstlerin Marisa Maza multimedial mit der Verknüpfung von Gender, kolonialer Vergangenheit und postkolonialer Gegenwart in Kolumbien.

Das Zentrum der Ausstellung, die am Freitag in der galerie futura (Am Flutgraben 3, Treptow) eröffnet wird, bildet eine Rauminstallation aus zwei Videoarbeiten. Eine davon - "Michel" - porträtiert die afrokolumbianische trans Aktivistin Michel Candelaria. Diese musste wegen ihrer Geschlechtsidentität ihre Wohn- und Familienstrukturen verlassen.

Candelaria schildert ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Gefühle zwischen Gewalt und gesellschaftlicher Ausgrenzung, individueller Akzeptanz und subkultureller Selbstermächtigung und plädiert für eine Existenz fernab aller Gender-, Klassen- und ethnischen Stereotype. Anhand der Aktivistin beleuchtet Maza, wie sich die LGBTI-Community in der kolumbianischen Gesellschaft behauptet.

Ausgangspunkt des Ausstellungsprojekts "Ni Para Ya - Ni Para Ca" (Weder hier noch dort - fluide Identitäten) bildet Marisa Mazas einjährige und vom Goethe-Institut geförderte Recherche in Kolumbien zur Biografie der Nonne Catalina de Erauso. Als Mann verkleidet, reiste diese im 16. Jahrhundert in die spanischen Kolonien Lateinamerikas, um als Soldat für die Kirche und die Kolonialregierung zu kämpfen. Maza kontrastiert die Biografie de Erausos mit der aktuellen Situation von Aktivist*innen der afrokolumbianischen LGBTI-Community und der indigenen Bevölkerung des Amazonas.

Ein weiterer Teil der Ausstellung zeigt Materialien und Bilder, die Einblicke in die Recherche der Künstlerin geben. Das Gesamtprojekt zeichnet die Kontinuitäten männlich und weiß dominierter Strukturen der Kolonialzeit bis hin zur gegenwärtigen Gesellschaft Kolumbiens nach. Es verhandelt verschiedene Aspekte rund um Geschlechtsidentitäten und -inszenierungen und geht der Frage nach, wie diese mit den Strukturen der Kolonialzeit verbunden waren und weiterhin sind.

"Ni Para Ya - Ni Para Ca" wird am 25. Oktober um 19 Uhr eröffnet und ist anschließend bis 7. Dezember in der galerie futura zu sehen. (cw/pm)



-w-

24. Oktober 2019
Noch kein Kommentar

-w-
-w-
Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich täglich oder wöchentlich über die Nachrichten aus der schwul-lesbischen Welt auf dem Laufenden.
Tagesbilder durchsuchen
Bild vorschlagen