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Briefmarke erinnert an schwulen Nazi-Jäger

  • 04. November 2019, noch kein Kommentar

Zu Ehren des ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer hat die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke in der Serie "Aufrechte Demokraten" herausgegeben.

Bauer (1903-1968) ging als Mann, der SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann aufspürte, und wesentlicher Initiator des großen Frankfurter Auschwitz-Prozesses in die Geschichte ein. Als Sozialdemokrat, Jude und heimlich homosexueller Mann wurde Bauer im Nationalsozialismus selbst in die Emigration getrieben und kehrte nach 1945 nach Deutschland zurück.

Die Demokratisierung der westdeutschen Gesellschaft konnte nach Auffassung von Fritz Bauer nur gelingen, wenn sich der Einzelne aktiv für sie einsetzte. Stets betonte er, dass er nicht die Vergangenheit, sondern vielmehr Gegenwart und Zukunft im Blick habe. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nannte ihn anlässlich seines 50. Todestages im vergangenen Jahr eine der Schlüsselfiguren in der jungen deutschen Demokratie. Sein Leben wurde 2015 von Regisseur Lars Kraume unter dem Titel "Der Staat gegen Fritz Bauer" verfilmt. Seine Homosexualität konnte der Jurist Zeit seines Lebens, wenn überhaupt, nur heimlich ausleben.

Die 270-Cent-Briefmarke wurde von Detlef Behr gestaltet und ist für die Frankierung von Maxibriefen bis 1.000 Gramm innerhalb Deutschlands geeignet. Zehnerbögen können im Onlineshop der Deutschen Post bestellt werden. (cw)



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04. November 2019
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