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Kampagne: Wohnraum für queere Flüchtlinge gesucht

  • 12. November 2019, noch kein Kommentar

Mit einer großen Postkarten- und Plakatkampagne werden Vermieter*innen aus München angesprochen, Wohnungen an lesbische, schwule, trans* und inter*geschlechtliche Geflüchtete zu vermieten.

In München gibt es fünf Organisationen, die Hilfe für LGBTI*-Geflüchtete anbieten. Diese Einrichtungen stellen Anlaufstelle und Schutzraum dar: Sub (Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V.), LeTRa (Beratungsstelle des Lesbentelefon e.V.), TIB (Trans*Inter*Beratungsstelle der Münchner Aids-Hilfe e.V.), IMMA - Initiative für Münchner Mädchen und das FrauenTherapieZentrum FTZ. Unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Bayern bieten sie Beratung und konkrete Unterstützung für queere Geflüchtete in München an.


Vertreter der beteiligten Gruppen und queere Asylsuchende bei der Vorstellung der Kampagne an der U-Bahn-Haltestelle Frauenhoferstraße. Zuvor hatten sie eine Pressekonferenz im Sub gegeben (Bild: Mark Kamin)

Viele von ihnen waren in ihren Heimatländern massiver Diskriminierung, Ausgrenzung und zum Teil lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt. Aus dieser ausweglosen Situation flohen sie (und zum Teil auch ihre Kinder) nach Deutschland, um ein neues Leben in einer offenen Gesellschaft zu beginnen.

"Unsere langjährige Erfahrung in diesem Bereich hat uns gezeigt, dass viele LGBTI Geflüchtete sehr froh sind in Deutschland in einer offenen Gesellschaft angekommen zu sein. Deswegen sind sie auch sehr motiviert, sich schnell zu integrieren", so Dr. Kai Kundrath, Geschäftsführer des Sub. "Geht es um Deutschkurse oder andere Bildungs- und Ausbildungsangebote, so hat München auch viel zu bieten. Jedoch der Schritt aus der Gemeinschaftsunterkunft in die eigene Wohnung stellt LGBTI-Geflüchtete vor eine enorme Herausforderung." Ohne ein Entgegenkommen der Vermieter*innen sei es ihnen kaum möglich, eine eigene Wohnung zu finden.


Karin Majewski bei der Vorstellung der Kampagne (Bild: Mark Kamin)

"Gerade das eigene Heim ist neben der Sprache und Bildung eine wesentliche Voraussetzung, um Teilhabe und Partizipation zu ermöglichen," sagt Karin Majewski, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverband, Bezirksverband Oberbayern. "Um LGBTI-Geflüchteten auch nach ihrer Flucht eine Perspektive zu bieten, haben wir uns für diese Kampagne entschieden. Gemeinsam mit den fünf Mitgliedsorgansiationen, die sich für die Belange der Geflüchteten einsetzen, sprechen wir Vermieter*innen in München direkt an. 'Ohren auf! Herzen auf! Türen auf!', lautet unser Apell und wir hoffen sehr, dass viele Vermieter*innen aus München diesem nachkommen", so Majewski weiter.

Die Kampagne verweist auf die Webseite lgbti-wohnen-paritaet.de, die mehr Informationen für interessierte Vermieter*innen bietet und die drei Personen auf der Postkarte - mit fiktiven, aber beispielhaften Geschichten - vorstellt. Auch Personen, die Geflüchtete ehrenamtlich bei der Wohnungssuche unterstützen, werden gesucht. (pm/cw)



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12. November 2019
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