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Toleranter Doppelkorn aus dem hohen Norden

Nach einem Aufruf zum menschlichen Miteinander im Vorfeld der Thüringer Landtagswahl bringen die Doppelkorn-Produzenten von "The Ostholsteiner" ihren Toleranz-Drink mit 38 Umdrehungen auf den Markt.

"Wie viele Menschen in unserem Land haben wir seit einiger Zeit das Gefühl, dass es nicht mehr rund läuft in unser aller Zusammenleben", so begründete die Marke "The Ostholsteiner" aus Lütjenburg im Kreis Plön die Einführung ihres neuesten Produkts "The Tolerance Doppelkorn". "Wir erleben eine immer stärkere Polarisierung von Meinungen, eine Verrohung des Umgangstons überall dort, wo über wichtige Themen gesprochen wird und die Ausgrenzung und Diskreditierung von Personen mit anderen Ansichten, anderer sexueller Orientierung, anderer Herkunft oder anderer Religion", heißt es weiter. Das Label der Flasche zeigt die Regenbogenfahne und einen englischsprachigen Aufruf zur Toleranz.

Zwar habe dieses Thema nichts direkt mit Schnaps zu tun, geben die Produzenten offen zu. "Aber alles davon hat mit uns allen zu tun, und deshalb stellte sich uns die Frage, was wir neben persönlichem Engagement auch als Marke tun können, um einen kleinen Beitrag zur Förderung von Toleranz, Gleichheit und Freiheit der Meinungsäußerung zu leisten."

Die Idee für die Flasche kam von einem Facebook-Eintrag im Vorfeld der mit harten Bandagen ausgefochtenen Thüringer Landtagswahl am 27. Oktober, in der schließlich fast ein Viertel der Wähler für die vom Rechtsextremisten Björn Höcke geführte AfD stimmte. Damals veröffentlichte "The Ostholsteiner" das Bild einer fiktive Regenbogen-Flasche und schrieb an die Thüringer: "Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat, sagte Kurt Tucholsky. Wir in Ostholstein versuchen, nach diesem Motto zu leben und stellen mit Freude fest, dass man seine eigene Meinung äußern und dennoch entspannt miteinander umgehen kann. Liebe Thüringerinnen und Thüringer, wir wünschen Ihnen eine entspannte Landtagswahl."

Die Regenbogen-Flasche erwies sich als äußerst beliebt auf Facebook. Also entschieden die Produzenten, sie in einer limitierten Auflage tatsächlich umzusetzen. Pro verkaufter Flasche sollen fünf Euro an eine Initiative oder Institution gespendet werden, "die sich für respektvollen Umgang, Toleranz und Gleichheit in jedem Bereich und zu jedem Thema der Gesellschaft einsetzt".

Auch andere Spirituosen-Macher haben in der Vergangenheit um Toleranz geworben, darunter etwa die Wodka-Produzenten Smirnoff und Absolut (queer.de berichtete). (cw)



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#1 LotiAnonym
  • 27.11.2019, 11:29h
  • Spontan versucht im Internet so eine Flasche zu bestellen. Als es dann um den Zahlungsmodus ging, war ich enttäuscht darüber, dass diese Firma Auf Rechnung nicht zulässt. Somit verzichte ich darauf und kaufe mir bei Manufaktum in Berlin einen sicher ebenso guten Doppelkorn. Man gönnt sich ja sonst nichts;-)
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#2 THE TOLERANCEAnonym
  • 28.11.2019, 16:45h
  • Antwort auf #1 von Loti
  • Hi Loti,

    sorry, wir sind ein recht kleiner Laden und haben mit Auf-Rechnung-Kauf schlechte Erfahrungen gemacht. Aber wenn Sie uns Ihre Adresse schicken, machen wir gerne eine Ausnahme.

    Beste Grüße

    Cheers

    CG
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#3 Ralph
  • 29.11.2019, 11:52h
  • Dass eine Firma bei einem Erstkunden keinen Kauf auf nachgängige Rechnung zulässt, kann ich im Zeitalter der Internet-Unsicherheiten gut verstehen.
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#4 LotiAnonym
  • 29.11.2019, 12:12h
  • Antwort auf #3 von Ralph
  • Ähm Ralf, alles ist zum Besten geregelt. Die Flasche ist unterwegs und ich bezahle wie gewünscht auf Rechnung. Hatte ein sehr interessantes und sehr freundliches Telefonat mit dieser kleinen Firma geführt. Zu Deiner Ausführung kann ich nur sagen, umgekehrt wird aber auch ein Schuh draus. Ich verweigere über Pay PAL zu zahlen. Denn auch da gab es schon Ungereimtheiten, was das zurückzahlen einer Rechnung bei Nichtgefallen angeht. Vorauszahlungen tätige ich schon gar nicht. Zudem bestelle ich ungern über Onlinefirmen, die nicht auch auf Rechnung zulassen. Hat mit Erstkunde rein gar nichts zu tun.
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