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Flagge zeigen zur Amtseinführung

Der Mitte-Links-Politiker Alberto Fernàndez wurde am Dienstag als neuer Präsident von Argentinien vereidigt - sein Sohn Estanislao alias Dragqueen Dyhzy trug zur Feier des Tages ein Regenbogen-Einstecktuch.

Während argentinische Medien erst über ein buntes Taschentuch in seiner Jacketttasche berichteten, stellte der 24-Jährige später auf Twitter klar, dass es sich um eine zusammengefaltete Pride-Flagge handelte, mit der ein Zeichen für LGBTI-Akzeptanz habe setzen wollen.

Estanislao Fernàndez ist mit seinem Drag-Namen "DYHZY" und seiner weit über 160.000-köpfigen Fangemeinde auf Instagram ein aufstrebender Star in der argentinischen Drag-Szene. Der Grafik-Design-Student und Angestellte eines Versicherungsunternehmens, der mit seiner Freundin in einem Apartment in Buenos Aires zusammenlebt, ist vor allem durch seine Cosplay-Outfits bekannt.

Nach homophoben Angriffen im Wahlkampf stellte sich sein Vater schützend vor seinen Sohn. "Mein Sohn ist ein Menschenrechtsaktivist in dieser Community. Ich würde mir Sorgen machen, wenn mein Sohn ein Verbrecher wäre, aber er ist ein großartiger Mann", erklärte der 60-Jährige im Juni in einem Radiointerview. "In dieser Welt, von der ich nicht viel weiß, scheint er respektiert und sehr anerkannt zu sein. Ich bin stolz auf meinen Sohn" (queer.de berichtete). Estanislaos Mutter ist Marcela Luchetti, Ex-Frau des neuen Präsidenten.

Von politischen Gegnern wird die Dragqueen dagegen unter Beschuss genommen. So postete Eduardo Bolsonaro, der Sohn des rechtsextremen brasilianischen Präsidenten, auf Twitter ein Vergleichsfoto, um den 24-Jährigen herabzuwürdigen: Während er selbst mit Waffen posiert, wählte er ein Foto von Estanislao Fernàndez im Pikachu-Kostüm.

Alberto Fernández hatte die Präsidentenwahl mit rund 48 Prozent der Stimmen gewonnen. Der 60-Jährige besiegte damit den konservativen Amtsinhaber Mauricio Macri, der auf etwa 40 Prozent kam(cw)



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#1 IngoAnonym
  • 15.12.2019, 14:28h
  • Was für ein wundervoller Vater. Mehr Loyalität geht kaum. Eine echt schöne Geschichte - gerade im Vergleich zum brasilianischen Präsidenten "gleich nebenan".
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#2 daVinci6667
  • 15.12.2019, 19:38h
  • Eigentlich eine Selbstverständlichkeit wie der Vater zu seinem Sohn steht.

    Eigentlich. So sollten alle Väter sein. Die Realität ist leider immer noch eine ganz andere.

    Konfrontation mit dem homophoben Möchtegern-Diktator und Umweltzerstörer im grossen Nachbarland ist da früher oder später vorprogrammiert.

    Gratulation meinerseits an Vater und Sohn, blosse Verachtung für den Nachbarn nebenan.
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