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"Trans-Gefahr" bei Burger King
- 03. Januar 2020,

Absurder geht's nicht: In den USA verbreitetet sich hartnäckig das von rechten Influencern gestreute Gerücht, der vegetarische "Impossible Whopper" der Fastfoodkette Burger King verwandele cis-Männer in Frauen.
Der von rechten Netzwerken verstärkte virale Schwachsinn begann am 20. Dezember mit einem Artikel von James Stangle im Viehlobby-Portal Tri-State Livestock News. Darin behauptete der Veterinär aus South Dakota, dass der fleischlose Burger durch das darin enthaltene Soja "18 Millionen Mal so viel Östrogen wie ein regulärer Whopper" enthalte. Dies reiche aus, um cis-Männern Brüste wachsen zu lassen, schrieb Stangle.
Die Warnung vor dem "Trans-Burger" verbreitet sich seitdem rasant in sozialen Netzwerken, ein Ende scheint nicht in Sicht. Zahlrechte rechte Blogger griffen das Thema auf und dichteten noch weiteren Unsinn hinzu: Der "Impossible Whopper" lasse auch die männlichen Genitalien schrumpfen, mache impotent und verursache Homosexualität. Auf Burger King prasselte ein homo- und transfeindlicher Shitstorm ein.
Das von Ernährungswissenschaftler*innen - und jahrhundertlanger gelebter Praxis vor allem in asiatischen Ländern - widerlegte Gerücht, dass Soja heterosexuelle cis-Männer "verweibliche", hält sich seit vielen Jahren und kocht immer mal wieder hoch. Schon 2006 berichteten wir hier auf queer.de von der Warnung des amerikanischen Sachbuchautors Jim Rutz, dass zu viel Soja in der Ernährung werdender Mütter deren Babys schwul mache. Auch von einer verkleinerten Penisgröße oder "sexueller Verwirrung" war in der Warnung die Rede.
Die neue Aufregung sorgte auch für Spott in sozialen Netzwerken und manche Zurechtweisung. So schrieb jemand bei Twitter: "Menschen, die auf trans Menschen zeigen und 'Aber die Wissenschaft!' sagen, haben tatsächlich ein negatives Verständnis von Wissenschaft. Quasi ein Minus-Nichtwissen über das Thema. Sie müssen in Klassen gegangen sein, um falscher zu sein." (cw)











