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Stolz und schwul in Warschau

Polen ist eines der homophobsten Länder in Europa - genau deshalb ist "Elska"-Herausgeber Liam Campbell für seine neueste Ausgabe nach Warschau gereist.

"Ich war traurig über die vielen Negativschlagzeilen aus Polen - über homophobe Protestmärsche, die Verteilung von Anti-LGBT-Aufklebern oder Maßnahmen gegen Künstler, die es gewagt hatten, einen Regenbogen zu zeigen", erklärte Campbell gegenüber queer.de. "Genau aus diesem Grund mussten wir jetzt nach Polen fahren".

Er hoffe, dass sein 27. Heft möglichst viele Menschen in Polen erreicht, "ganz egal ob sie vom Ergebnis beeindruckt oder angewidert sind", so der "Elska"-Herausgeber. "Ich bin jedenfalls unglaublich stolz auf die 14 Männer aus Warschau, die bereit waren, an unserem Projekt teilzunehmen und sich offen und mutig zu zeigen."


Campbells "Elska" ist eine ungewöhnliche Mischung aus Reise-, Kunst- und Szenemagazin, die alle zwei Monate erscheint. Jede Ausgabe wird in einer anderen Stadt fotografiert, mit dort lebenden, zufällig ausgewählten Männern. Die schwulen Models von nebenan posieren in ihren Stadtvierteln sowie oft nackt in ihren Wohnungen und erzählen zudem teils berührende Geschichten aus ihrem Leben. Die gravierende Homophobie in Polen ist dabei Thema fast aller Beiträge im Warschau-Heft.

Die früheren "Elska"-Hefte entstanden im ukrainischen Lwiw, in Berlin, Reykjavik, Lissabon, Taipeh, Istanbul, Cardiff , Toronto, Yokohama, Mumbai, Rhode Island, Brüssel, Helsinki, Haifa, Bogotá, Kapstadt, Perth, Los Angeles, London, Lyon, Seoul, in Stockholm, in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka, in der mexikanischen Metropole Guadalajara, Manila und zuletzt in Pittsburgh.

Das Warschau-Heft mit 196 Seiten kann für 20 US-Dollar (17,87 Euro) über die Homepage bestellt werden. Eine E-Version ist für 14 Dollar (12,58 Euro) erhältlich. Für 29,50 Dollar (26,51 Euro) gibt es beide Ausgaben - und das E-Zine "Elska Ekstra" mit ergänzenden Bildern und Outtakes sowie Geschichten und Fotos von weiteren Männern aus der polnischen Hauptstadt. (mize)

Galerie:
Best of Elska Warsaw (15 Bilder)


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#1 g_kreis_adventProfil
  • 09.01.2020, 13:48hBerlin-Prenzlauer Berg
  • Ein Veranstaltungshinweis:
    Dienstag, den 10. März 2020 um 19:30 Uhr
    Gesprächskreis Homosexualität (seit 1983)
    Berlin Prenzlauer Berg, Danziger Straße 201/203
    Markus Pieper »Schwule in der Volksrepublik Polen und in der DDR«
    Auch wenn die DDR und die Volksrepublik Polen zwei eng verbündete sozialistische Bruderländer mit ähnlichen Gesellschaftsordnungen waren, unterschied sich die Lebenswelt schwuler Männer in beiden Staaten doch fundamental. Während das polnische Strafrecht Homosexualität mit keinem Wort erwähnte, wurden in der DDR bis 1989 diskri-minierende Strafrechtsvorschriften der Vorkriegszeit fortgeführt. Trotz der Legalität der Homosexualität in Polen wurden schwule Männer hier immer wieder Opfer von landesweiten Razzien, Verhaftungen und Erpressungen durch Miliz und Staatssicherheit. Eine Selbstorganisation von Lesben und Schwulen wie in der DDR zumal unter dem Dach der Kirche! war in Volkspolen undenkbar. Welche Gründe hierfür ausschlaggebend waren und wie sich die Entwicklung in beiden Ländern darstellte, soll Thema des Vortrages und der Diskussion sein.

    www.advent-zachaeus.de/gemeindeleben/gespraechskreis-homosex
    ualitaet.html
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#2 Carsten ACAnonym
  • 10.01.2020, 21:13h
  • Wie immer bei Elska ein toller Bildband mit den schwulen "Men next door" in ihrer authentischen Umgebung.
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