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Bunte Haare gegen Homophobie
- 20. Januar 2020,
Um seine Solidarität mit der LGBTI-Community zu zeigen, kam Argentiniens Nationaltorwart Nahuel Guzmán mit regenbogenfarbenen Haaren ins Stadion.
Seinen bunten Soli-Auftritt hatte der Torhüter, der seit 2014 beim mexikanischen Verein UANL Tigres unter Vertrag steht, am 11. Januar beim Match gegen das Team von Atletico de San Luis, das ebenfalls in der Liga MX, der höchsten mexikanischen Fußballliga, spielt.
"Wir schreiben das Jahr 2020 auf dem Planeten Erde", erklärte Guzmán zu seiner Pride-Frisur auf Twitter. "In unserer Gesellschaft gibt es immer noch Fälle von homophober Diskriminierung, und Fußball ist keine Ausnahme. Das Verständnis für unsere enorme gesellschaftliche Vielfalt und die Förderung gleicher Rechte und Inklusion sind eine Verpflichtung für uns alle." Dazu postete der Argentinier insgesamt drei Fotos, die ihn mit den bunten Haaren zeigen.
/ PatonGuzmanAño 2020 en el Planeta Tierra.
Nahuel.I.Guzman (@PatonGuzman) January 12, 2020
Los casos de discriminación homofóbica siguen presentes en nuestra sociedad y el fútbol no es la excepción.
Entender nuestra enorme diversidad social y avanzar en los derechos x la inclusión es compromiso de todxs.#Igualdad pic.twitter.com/r2MqnwWNme
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Kurz vor der Soli-Aktion hatte der mexikanische Profi-Fußballer Jesús Gallardo vom Verein Monterrey mit einer homophoben Beleidigung während eines Spiels gegen Club América für Schlagzeilen gesorgt. Vom Disziplinar-Ausschuss wurde Gallardo deshalb zwischenzeitlich zu einer Geldstrafe verurteilt und außerdem für zwei Spiele gesperrt.
Bereits seit Jahren ist Homophobie im mexikanischen Fußball ein großes Problem. Immer wieder beschimpfen Fans gegnerische Torhüter während des Spiels als "Puto" - dabei handelt es sich um einen homophoben Begriff, der mit "Schwuchtel" oder "Stricher" übersetzt werden kann. Der mexikanische Fußballverband wurde von der FIFA bereits mehrfach wegen der Sprechchöre bestraft (queer.de berichtete). Zuletzt hatten die Funktionäre davor gewarnt, dass eine Fortsetzung der homophoben Gesänge bei WM-Qualifikationsspielen im Extremfall zum Ausschluss aus dem Wettbewerb 2022 in Katar führen könnte (queer.de berichtete). (cw)

















Ein schönes Bild und ein mutiges Ding.
Wie so vieles leider schade, dass Aktionen dieser Art in 2020 noch so außergewöhnlich und bitter nötig sind.