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Wahlkampf mit Grindr-Pic

  • 04. Februar 2020, noch kein Kommentar

In sozialen Netzwerken zeigt sich Robert Bläsing, FDP-Kandidat für die Hamburger Bürgerschaft, freizügig und ironisch.

Der schwule Politiker stellte sich in der letzten Woche in verschiedenen Posen und Facetten dar: Anlässlich der viralen Dolly-Parton-Challenge zeigte er in einem Facebook-Eintrag gestellte Profilbilder für vier Netzwerke - von seriös-beruflich bis unbekleidet und durchtrainiert. Statt "Tinder" wie im Original wählte der Beamte als viertes Netzwerk zudem die schwule Dating-App Grindr.

Mit leichter Verspätung sorgte das am Montag für eine Schlagzeile der "Hamburger Morgenpost": "Nackt-Wahlkampf: Hamburger Politiker zieht auf Facebook blank". Damit erreichte der 37-Jährige recht einfach Aufmerksamkeit - durchaus bewusst und gewollt. In einem längeren Text zu seiner Vita, seinen Positionen und seinem Wahlkampfverhalten beschreibt er, wie er aus Nachhaltigkeitsgründen auf Plakate und Flyer verzichte und stattdessen auf Info-Stände und Online-Wahlkampf setze. In anderen Einträgen fordert der 37-Jährige zu eher legeren Bildern von sich, ein "Denkmal für sexuelle Vielfalt" in Hamburg einzurichten oder den verstorbenen Designer Karl Lagerfeld mit der Benennung eines Platzes zu würdigen.

FDP-Kandidat Robert Bläsing veröffentlicht persönliche Kampagne zur Bürgerschaftswahl Der FDP-Politiker Robert Bläsing,...

Gepostet von Robert Bläsing am Dienstag, 28. Januar 2020
Facebook / Robert Bläsing

Bläsing hatte bereits im Wahlkampf 2015 auf seinen nackten Oberkörper gesetzt - die "Morgenpost" verlieh ihm dazu den Titel "Mister Sex Prozent" (queer.de berichtete). Bei der Wahl zog er auf Listenplatz 8 allerdings nicht mehr in die Bürgerschaft ein. 2011 hatte er auf dem dritten Listenplatz den Ersteinzug geschafft.

Zur diesjährigen Wahl am 23. Februar ist der Leiter eines Digitalisierungsprojekts und stellvertretender Gleichstellungsbeauftragter der Bildungsbehörde auf Listenplatz 36 praktisch chancenlos (In seinem Wahlkreis 10, Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Langenhorn, tritt er auch direkt gegen die Grüne Bürgermeisterkandidatin Katharina Fegebank an). Er habe bewusst keinen vorderen Listenplatz angestrebt, schreibt der Kandidat auf Facebook, wolle aber mit einer ehrlichen und auf seine persönlichen Themen setzenden Kampagne ein Zeichen setzen für Weltoffenheit, Leistungsbereitschaft und gesellschaftliches Engagement und gesellschaftliche Vielfalt. (cw)



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04. Februar 2020
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