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Warschau: Bunter Protest gegen homofeindlichen Bischof

Der Krakauer Erzbischof, der vor einer "Regenbogenpest" warnte, wurde in der Hauptstadt von queeren Aktivisten mit Regenbogenplakaten empfangen.

Mit Plakaten mit Bibelstellen wie "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" oder Aussagen wie "Du hast Gott nicht in deinem Herzen" oder "Trete jetzt zurück" protestierten am Sonntag dutzende Menschen gegen eine Messe des Krakauer Erzbischofs Marek Jedraszewski in Warschau.

Twitter / boklazec

Der 70-Jährige hatte im letzten Sommer für weltweite Empörung gesorgt, als er in einem Gottesdienst zum Jahrestag des Warschauer Aufstands vor der neuen "Bedrohung" einer "Regenbogen-Pest" warnte (queer.de berichtete) - neben LGBTI-Aktivisten kritisierten ihn deswegen auch Veteranen des Aufstands öffentlich (queer.de berichtete). Jedraszewski ließ sich nicht davon beeindrucken und verglich etwa im Oktober die vermeintliche "LGBTI-Ideologie" mit dem "Totalitarismus des 20. Jahrhunderts" und warnte, für Eltern könne es "keine größere Tragödie geben" als Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität (queer.de berichtete).

Vor der Kirche in Warschau erschienen am Sonntag dutzende LGBTI-Aktivisten und Unterstützer mit Regenbogenflaggen und diversen Plakaten. "Wir sind gegen den Kult der Macht, der Gewalt und des Hasses, der in den Aussagen und Aktivitäten der katholischen Geistlichen und ihren Fantasien über eine Welt ohne Minderheiten und Bürger ohne Rechte so deutlich sichtbar wird", hatte es in der Vorankündigung der Kundgebung geheißen. "Die Regenbogenpest und die Zivilisation des Todes heißen Erzbischof Jedraszewski willkommen", lautete der Titel des Protests.

W niedziel? 1 marca z okazji Narodowego Dnia Pami?ci ?o?nierzy Wykl?tych w parafii ?w. Ojca Pio przy ul. Fieldorfa 1...

Gepostet von Obywatel KP Fotograf am Sonntag, 1. März 2020
Facebook / Obywatel KP Fotograf

Polizisten errichteten eine weite Absperrung rund um die Kirche herum und hatten bereits zuvor niemanden hineingelassen, den sie als Demonstranten oder als Mitglied der LGBTI-Community vermuteten. Von mehreren Personen nahmen Beamte Personalien auf - darunter die des Aktivisten Bartosz Staszewski, der derzeit durch seine Schilderaktion gegen "LGBT-freie Zonen" weltweite Schlagzeilen macht. "Wir sind keine Regenbogenplage, wie der Bischof meinte", sagte der Aktivist gegenüber Reuters. "Wir sind Bürger dieses Staates und wir wollen ihm ins Gesicht sehen." Als Jedraszewski die Kirche verließ, habe er ein Gespräch mit Staszewski und den anderen Aktivisten verweigert.

Byli?my w Ko?ciele !!! (Sanktuarium?TAK!sprawdzi?am) ?w. Ojca Pio. Msz? w intencji ?o?nierzy Wykl?tych odprawia? niejaki...

Gepostet von JohnBoB & Sophie Art am Sonntag, 1. März 2020
Facebook / JohnBoB & Sophie Art

In einem am Sonntag in seinem Heimatbistum verlesenen Brief an Gläubige hatte Jedraszewski zugleich erneut beklagt, dass sich die Versuchungen des Teufels in diversen Formen zeige, darunter in der "Ideologie" des Umweltschutzes und der "Gender- und verwandten LGBTI-Ideologie, die den Menschen über alles, auch über die natürliche Ordnung, stellt und ihm das Recht 'gewährt', seine eigene Geschlechtsidentität zu wählen, unabhängig von der biologischen Identität, mit der er geboren wurde". (nb)

Twitter / boklazec



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#1 easykeyProfil
  • 03.03.2020, 19:10hLudwigsburg
  • Immer wieder das gleiche Thema, streiche LGBTI und setze Juden, Kinder oder andere Bevölkerungsgruppen ein. Man kann nur hoffen, dass diesem Klerikalnazi alsbald die Luft ausgeht und nicht zu viele davon nachwachsen......was wohl in Polen aber eher als Wunsch abzustempeln ist.....schade ihr Polen, man könnte auch mal selbstständig denken und handeln und sich aus dem Diktat dieser "Kirche" und der aktuellen, zweifelhaften Regierung befreien.
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