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Aktion gegen queerphobe Fundi-Christen

Bild: privat

Mit Packpapier und Klebeband wehrte sich ein beherzter Bielefelder gegen LGBTI-feindliche Missionare der Organisation "Jesus-t.de" - die wiederum riefen die Polizei.

Die Fundi-Christen hatten am vergangenen Samstag in der Bielefelder Innenstadt mehrere Roll-Ups aufgestellt. Auf einem wurden unter der Überschrift "Unsere Sünden trennen uns von Gott" neben Beispielen wie "Mordlust", "Diebstahl" oder "Betrug" u.a. auch "Homosexualität" und "Transvestitismus" aufgeführt.

Während viele Passant*innen einfach nur kopfschüttelnd an den Missionaren am Jahnplatz vorbeigingen, berichtete die "Neue Westfälische" am Donnerstag von einem beherzten Bürger, der die LGBTI-feindliche Provokation nicht hinnehmen wollte, im nächstgelegenen Geschäft Papier und Tesa kaufte und das Roll-Up damit überklebte. Hetze und Beleidigungen müssten nicht hingenommen werden, begründete er seine Aktion gegenüber der Regionalzeitung.

Die Fundi-Christen sahen das anders, wollten wohl auch nicht mit ihm diskutieren und riefen stattdessen die Polizei, die prompt mit zwei Streifenwagen anrückte. Die queerfeindlichen Roll-Ups seien erlaubt, befanden die Beamten, da "Jesus-t.de" die Bibelstunde zuvor als reguläre Demonstration angemeldet hätte.

Auch im Internet lassen die Hassprediger ihrer Homo- und Transphobie freien Lauf. "Wenn wir nur Schwule, Lesbische, Transvestiten ... haben, ist die Welt in 120 Jahren menschenleer", heißt es etwa auf der Homepage von "Jesus-t.de". "Viele Menschen haben eine Meinung über Sexualität, die ihnen durch die Medien gemacht wurde. Und die Medien wollen uns manipulieren, was sie auch schon in vielen Bereichen geschafft haben. Oder hast du dich gründlich mit der Frage auseinander gesetzt: Gibt es wirklich mehr als 2 Geschlechter?"

Der "Bielefelder Christo", wie die "Neue Westfälische" den anonymen Tesa-Aktivisten nannte, wurde am Samstag von den Polizisten nach Hause geschickt, zu gegenseitigen Anzeigen kam es nicht. "Ich entfernte mich dann vom Jahnplatz", berichtete er der Zeitung, "und konnte noch sehen, dass die Gruppe nach einiger Zeit das verhüllende Papier wieder entfernt hatte".

Auch wenn die Hetze nur kurz verhüllt war, eine aus unserer Sicht sehr gelungene Aktion, die zum Nachmachen inspiriert. Aber bitte erst dann, wenn die Corona-Krise überwunden ist! (mize)



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#1 BePrideAnonym
  • 20.03.2020, 14:21h
  • Queerfeindliche Aktionen erfüllen nach den Beschlüssen von Bundesverfassungsgericht und Bundestag zu geschlechtlicher wie sexueller Gleichstellung hier u.a.
    den Straftatbestand der Volksverhetzung. Sie sind nicht mehr durch Religions- oder Meinungsfreiheit gedeckt. Die Passanten können Strafanzeige stellen, und die Polizei hätte es müssen, wenn die Demoteilnehmer nach einer Unterlassungsaufforderung weiter volksverhetzerische Texte offerieren, was dann auch zu einer polizeilichen Auflösung der Demo hätte führen müssen.
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#2 Alexander_FAnonym
  • 20.03.2020, 18:12h
  • "Unsere Sünden trennen uns von Gott"

    Fast. Richtig wäre Folgendes:

    "Unser Glaube trennt uns von der Vernunft"
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#3 easykeyProfil
  • 20.03.2020, 20:04hLudwigsburg
  • Merke: Kirchlich verübte Volksverhetzung ist legal, wenn man sie vorher nur anmeldet:

    ...Die queerfeindlichen Roll-Ups seien erlaubt, befanden die Beamten, da "Jesus-t.de" die Bibelstunde zuvor als reguläre Demonstration angemeldet hätte....

    Dreht diesen Klerikalfaschisten endlich den Geldhahhn zu und we4rft den ersten Stein.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TheDadProfil
  • 21.03.2020, 00:50hHannover
  • Und noch'n Treppenwitz..

    Auf der Seite "Jesus-t.de", die ja offensichtlich dafür "wirbt" sich doch auf diesen "Gott" einzulassen, prangt auf der Seite "Kontakt" folgender Hinweis :

    ""Nach § 5 TMG brauchen private Webseiten kein Impressum. Im Sinn dieses § gibt es keine geschäftlichen Onlinedienste oder werbende Aktivitäten auf dieser Webseite.""..

    Merks :
    Werbung für "Gott" ist keine "werbende Aktivität"..

    Ansonsten..
    Ein Bürger mit Zivilcourage..
    Eigentlich hätte er dann doch noch Strafantrag stellen sollen, dann wäre es noch perfekter gewesen..
    Aber auch so schon eine vorbildliche Aktion..
  • Antworten » | Direktlink »
#5 BKKFredAnonym
  • 21.03.2020, 04:35h
  • Antwort auf #2 von Alexander_F
  • "Unser Glaube trennt uns von der Vernunft"

    lieber Alexander, bezeiche es richtig:

    es handelt sich um
    Aberglauben.......

    oder zweifelst Du daran ?

    Zombi Jesus ,sprechende Schlangen ,Schwangere ohne Schnackseln ......

    kann das Glauben sein ?

    Ich nenn es Verbödung.
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#6 Ralph
  • 21.03.2020, 05:27h
  • Antwort auf #5 von BKKFred
  • Ein kath. Bischof, einst in einer Fernsehsendung befragt, ob er "auf der Stufe der Säugetiere" tatsächlich Fortpflanzung ohne Hinzutreten eines männlichen Exemplars für möglich halte, antwortete, das sei ein Geheimnis des Glaubens. Mit Christen kann man nicht über Inhalte diskutieren. Sie begründen den Unsinn, den sie für Wahrheit halten, einfach mit dem Unsinn selbst. Mythologie statt Vernunft. So wie: Warum der Mond aus Käse besteht, brauche ich nicht zu beweisen - er besteht aus Käse, weil das mein Geheimnis ist.
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#7 TheDadProfil
  • 21.03.2020, 11:47hHannover
  • Antwort auf #5 von BKKFred
  • ""es handelt sich um
    Aberglauben.......""..

    Der Begriff "Aberglaube" ist wie der Begriff "Ungläubige" eine Erfindung der RKK, und beschreibt nichts weiter als ihren Alleinvertretungsanspruch..

    Wer einen "anderen Glauben" für "Aberglaube" hält stellt damit den eigenen als den "einzig wahren" hin..

    Doch bei Licht betrachtet sind alle diese "Glauben" gleich viel, oder eben gleich wenig wert..

    "Fundi-Christen" sind eine besondere Gruppe Mensch..
    Fremdgesteuert unterstellen sie ihren eigenen Lebensweg der "Führung" einer "Gemeinde" in dem Irrglauben, sie würden sich einem "Gott" unterordnen..
    Da ist die Verblödung perfekt gelungen..
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#8 Alexander_FAnonym
  • 21.03.2020, 11:58h
  • Antwort auf #5 von BKKFred
  • Glaube bezeichnet eine feste Annahme, an der man ohne Grund und wider alle Vernunft festhält. Das trifft auf den Aberglauben auch zu, nur dass man letzteren Begriff eher auf einzelne Phänomene anwendet (vorträglich Gratulieren bringt Unglück), während ersterer meist mit der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft einhergeht (Jesus hat sich selber in Brot und Wein verwandelt, und ich gehöre zur Gemeinschaft derer, die ihn jeden Sonntag essen und trinken; und deshalb müssen auch die Schwulen sterben).

    Wenn ich hier das Wort 'Glaube' verwende, so keineswegs, um ein positives Bild zu erwecken. Ich stimme dir dahingehend zu, dass die Gesellschaft mit 'Glaube' eher Positives verbindet, als mit 'Aberglaube'. Genau das sollte sie aber nicht, denn wenn man meine Anfangsdefinition zugrunde legt, ist lediglich ein Unterschied im Ausmaß oder dem Schwerpunkt zu erkennen, nicht in der Sache selbst.

    Ich habe also an deinen Ausführungen keinerlei Zweifel. Verblödung würde aber eher als Folge des Glaubens sehen: erst die grundlose und vernunftwidrige Annahme, ein körperloser, gedankenlesender Sadist, der die Welt erschaffen habe, habe in der Bibel seinen Willen kundgetan, führt schließlich erst dazu, dass die Erkenntnisfähigkeit eingeschränkt wird und vernunftwidrige Ansichten entstehen. Das ist bei religiöser Erziehung genauso zu beobachten: den Kindern wird zuerst gesagt, es gebe Gott, erst dann, dass dieser Gott keine Schrimps, Mischgewebe, Samstagsarbeit und LBGTIs möge,
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#9 Homonklin_NZAnonym
  • 21.03.2020, 13:06h
  • Antwort auf #8 von Alexander_F
  • ""Verblödung würde aber eher als Folge des Glaubens sehen: erst die grundlose und vernunftwidrige Annahme, ein körperloser, gedankenlesender Sadist, der die Welt erschaffen habe, habe in der Bibel seinen Willen kundgetan, führt schließlich erst dazu, dass die Erkenntnisfähigkeit eingeschränkt wird und vernunftwidrige Ansichten entstehen. ""

    Um so etwas unhinterfragt hinzunehmen, muss ein Mensch aber doch vorher schon ziemlich blöde, ungebildet oder auch Angsthasen mäßig eigeschüchtert, also verdummbibelt, am Geiste verhindert, manipuliert kurz gehalten worden sein. Also da gibt sich die Verblödung über Generationen hinweg a'la Staffellauf das Stöckchen in die Hand. Bis dann mal einer geboren wird, bei dem diese Psychomanipulation, Indoktrinierung und Einschüchterung nicht ganz klappt, und wer das Ganze bis hinein in die Grätenm hinterfragt und merkt, Moment mal, da wureste ganz schön verscheißert mit.
    Dafür ist anscheinend eine gewisse Fähigkeit zur Klarsicht nötig. Man kann gar Menschen begegnen, die in solchen Systemen recht treufolgend rein erzogen wurden, aber doch mitschneiden, dass von den ganzen Dingen, die in diesen Mythengeschichten beschrieben werden, nichts in der Wirklichkeit stattfindet. Also insofern die Wahn-Dynamik nicht Jemandes Geist funktional schon hemmt, meine ioh. Dann merken die einen Unterschied zwischen Erzählgeschichte und Wirklichkeit. Etwa, dass der Osterhase weder Einer legen kann, noch damit in einem Körbchen herum hoppelt, falls er sie geklaut haben würde. Bzw. weder der Lattenjupp aus der Figur irgendwas von sich gibt, noch der Türpfosten, den man aus dem anderen Teil desselben Holzes gezimmert hat.

    Um glauben zu können, muss ein bestimmtes, dafür geeignetes, leicht manipulierbares Mindset vorhanden sein, das wie eine Art Nährlösung oder Feld bestellt wird. Einschüchterung durch Drohungen "Dann kommt der böse Wolf und frisst dich auf" oder Spielereien mit kindlichem Weltverständnis a'la "Dann muss der Jesus weinen , wenn du das und jenes nicht beachtest, dann wird der Gott aber böse und beobachtet, bestraft dich" und Ähnliches, als auch bestimmtze Belohnungsformen "Beichte deine Sünden, dir wird vergeben" und sowas, vor allem das Einreden solcher sinnfreien Ballast-Konzepte ( Wo keine Sünde existiert, muss nichts vergeben werden) , halten die konditioniere Person bei der Stange. Das klappt aber offenbar nur bei den Leuten dauerhaft und ungebrochen, die nicht smart genug sind, das Ganze zu durchschauen, durch Hinterfragen und Durchprüfen auch als Betrug aufzudecken, und sich daraus zu befreien.

    Viele scheinen weder je die Traute aufzubringen, noch Gründe fürs Hinterfragen oder Probe aufs Exempel zu verspüren. Die bleiben dann praktisch lebenslang in dem Wahn gefangen, von so einer Fantasiegestalt für so bedeutsam befunden zu werden, dass sie unter bald 8 Milliarden Menschen vorrangig beobachtet, bestraft oder auch bevorzugt werden. Vielleicht gehört da auch ein bisschen narzisstischer Eifer, oder Selbstüberschätzung mit rein, sich für so erlesen zu halten.
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#10 Homonklin_NZAnonym
  • 21.03.2020, 13:57h
  • Die Aktion an sich war zweifelsohne couragiert und angemessen! Wenigstens hätte man dem netten Herrn einen Blumenstrauß geben können.

    Man denkt in dem Moment zu selten dran, aber man hätte über die Schilder auch drüber kotzen können, und bei Beanstandung was über geschmacklose Prosa loswerden mögen.

    Diskutieren nützt da nicht viel, das ist so, wie wenn man mit einer Art Kaugummi-Automat über die Farbvariationen in Rosen reden würde.
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