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Noch ist Polen nicht verloren
- 01. April 2020,
Bild: Pamela PorwenMit gestellten Hochzeitsfotos von realen lesbischen und schwulen Paaren antwortet die polnische Modefotografin Pamela Porwen auf die Ausrufung "LGBT-freier Zonen" in ihrem Heimatland.
Für ihre empathische Serie mit dem Titel "Homosexuelle Hochzeiten" hat die in Warschau lebende Künstlerin prominente Lesben und Schwulen vor ihre Kamera geholt – wie die beiden Influencerinnen Karolina Brzuszczyńska und Agnieszka Skrzeczkowska oder die Blogger Jakub Kwieciński und Dawid Mycek.

"Ich wollte zeigen, dass Homosexuelle Menschen sind, keine Ideologie", erklärte Porwen zu ihrem Fotoprojekt. "Menschen, die sich lieben und für immer zusammenbleiben wollen." Die Serie sei auch als Protest gegen die fehlende rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare gedacht: Im EU-Mitgliedsland Polen können Lesben und Schwule bis heute nicht einmal eine eingetragene Partnerschaft eingehen.
Damit die Hochzeits-Porträts so authentisch wie möglich erscheinen, bat Pamela Podwen die beteiligten Paare, sich beim Shooting ganz natürlich zu verhalten. "Ich wollte nur die Protagonisten und ihre Gefühle in den Vordergrund stellen", so die Fotografin. Die Schwarzweiß-Aufnahmen habe sie aus rein ästhetischen Gründen gewählt.
Ursprünglich sollte die komplette Serie ab Ende April in der Warschauer Monopol Art Gallery zu sehen sein. Aufgrund der Corona-Situation wurde die Eröffnung der Ausstellung jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. (cw)

Links zum Thema:
» Homepage von Pamela Porwen
» Die Fotografin auf Instagram

















