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Richterin Rosie kämpft für ihre Regenbogenflagge

Bild: MySA

Die lesbische Richterin Rosie Speedlin Gonzalez spricht ihre Urteile vor einer US-, einer Texas- und einer Pride-Fahne - gegen eine Anordnung, letztere abzuhängen, wehrt sie sich.

Gonzalez schrieb 2018 Geschichte, als sie mit 57 Prozent der Stimmen zur ersten offen lesbischen Richterin im US-Bundesstaat Texas gewählt wurde. Im Januar 2019 trat sie ihren Job an einem Bezirksgericht in San Antonio an und platzierte als eine ihrer Amtshandlungen eine Regenbogenflagge hinter ihrer Richterbank - ein Geschenk der queeren Latino-Vereinigung Orgullo de San Antonio.

Bereits im April letzten Jahres hatte sich der homophobe Rechtsanwalt Flavio Hernandez bei der zuständigen Aufsichtsbehörde der texanischen Regierung über die bunte Fahne beschwert. "Ich bin vielleicht nicht in der Lage, die dunkle Welle der Unmoral abzuwehren, die wie ein Virus durch unsere Nation fegt", erklärte Hervandez in einem Statement zu seiner Beschwerde. "Aber mit meinen bescheidenen Möglichkeiten habe ich meine Unterstützung für traditionelle amerikanische Familienwerte zum Ausdruck gebracht."

Die Beschwerde hatte Erfolg: Im vergangenen Monat wurde Rosie Speedlin Gonzalez von der State Commission on Judicial Conduct verwarnt und aufgefordert, die Flagge aus dem Gerichtssaal zu entfernen. Sie sei ein Verstoß gegen die Vorschrift der Unparteilichkeit. Die Aufsichtsbehörde störte sich ebenso an den Regenbogen-Kulis, dem Regenbogen-Mauspad, der Regenbogen-Brille und anderen bunten Accessoires der lesbischen Richterin.

Gegen die Anordnung hat sie bereits Widerspruch eingelegt. "Gewählte Beamte, einschließlich Richter, genießen nach dem ersten Verfassungszusatz Meinungsfreiheit, die sie durch ihre Wahl nicht verlieren", erklärte ihre Anwältin Deanna Whitley. Rosie Speedlin Gonzalez selbst meinte: "Jeder ist in diesem Gerichtssaal willkommen. Das war die Symbolik hinter dieser Flagge." (cw)



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#1 BePrideAnonym
  • 19.04.2020, 15:56h
  • Geile Aktion. Wenn die Richterin sich nach der USA-Verfassung auf die Meinungsfreiheit berufen kann, gut und schön für die Richterin. Das hätte bei uns keinen Bestand, die Richerin würde der Befangenheit bezichtigt werden. Anders sieht es aber wohl mit der Flagge selbst aus. Sie ist in ihrem Sinne nach nicht parteiisch für eine Partei, sondern steht für sexuelle und Vielfalt im Allgemeinen. Sie verkörpert das Prinzip der Freiheit der Verfassung der USA und unseres Grundgesetzes. Von daher steht es ihr gut an, der Background für zu findende Urteile in Gerichtssälen zu sein.
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#2 Nk231Anonym
#3 Nk231Anonym
  • 19.04.2020, 17:21h
  • "Jeder ist in diesem Gerichtssaal willkommen."
    Mit diesem Satz ist jede Kritik, die ausgesprochen wurde, als diskriminierend entlarvt - gut gemacht :-)
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#4 Pink FlamingoAnonym
#5 FredericAnonym
  • 20.04.2020, 20:36h
  • Gerichte sollten unparteiisch und neutral sein, finde die Aktion ehrlich gesagt nicht gut. Genau wie Kreuze o.ä. nichts im Gericht zu suchen haben.
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#6 TheDadProfil
  • 20.04.2020, 21:21hHannover
  • Antwort auf #1 von BePride
  • ""Das hätte bei uns keinen Bestand, die Richerin würde der Befangenheit bezichtigt werden.""..

    Das kommt auf einen Versuch an..
    Den dann mal ein Richter* wagen muß..

    Aus dem sich daraus ergebenden Prozess könnte ein Urteil herauskommen welches eine solche Flagge oder diese Utensilien verböte, aber damit könnte man bei der Gelegenheit dann auch gleich alle Kruzifixe aus den Gerichtssälen verbannen..
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