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Wie Queers das Bild von Männlichkeit veränderten

Sunil Gupta, “Untitled 22”, aus der Serie “Christopher Street” (1976)

Mit einer hochkarätigen Sammlung von Werken einiger der bedeutendsten Fotograf*innen thematisiert der neue Bildband "Masculinities" die sich stark wandelnden Vorstellungen von Männlichkeit seit den Sechzigerjahren.

Das 320 Seiten starke Buch vereint Arbeiten von rund fünfzig Künstler*innen aus unterschiedlichen Generationen, von verschiedener Herkunft und Geschlechteridentitäten zusammen. Sie widmet sich der Frage, wie sich Bilder von Männlichkeit in den vergangenen sechs Jahrzehnten Jahren verändert haben. Zentrale Themen sind u.a. Patriarchat, Macht und queere Identität.


Paul Mpagi Seupya, “Darkroom Mirror (_2080162)” (2017)

Jedes der sechs Themen-Kapitel stellt gleichermaßen mutige wie faszinierende Arbeiten u.a. von Richard Avedon, John Coplans, Robert Mapplethorpe, Herb Ritts, Collier Schorr, Larry Sultan, Wolfgang Tillmans und David Wojnarowicz vor, die jeweils für ihre Auseinandersetzung mit Männerbildern berühmt sind. Künstler*innen wie Rotimi Fani-Kayode, Masahisa Fukase, Adi Nes, Hank Willis Thomas und Akram Zaatari erweitern die Betrachtung um kulturell diverse Perspektiven.

Eine Reihe von Künstlerinnen wiederum - Laurie Anderson, Annette Messager, Tracey Moffatt und Marianne Wex - untersuchen den Unbehagen verursachenden, invasiven männlichen Blick. Jüngere Künstler*innen wie Sam Contis, Andrew Moisey, Paul Mpagi Sepuya und Elle Pérez blicken auf Männlichkeit im 21. Jahrhundert durch die Linse von Identitäts- und Globalpolitik.


Karlheinz Weinberger, “Horseshoe Buckle” (1962)

Jedes der Kapitel eröffnet mit einem Essay aus den Feldern der Kunst, Geschichte, Kultur und Queer Studies. Verschiedene Dekaden und Kontinente umfassend, illustriert dieser Band die zunehmende Schwierigkeit, "Männlichkeit" fest zu definieren.

"Masculinities - Liberation through Photography", herausgeben von Alona Pardo, ist der offizielle Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung in der Londoner Barbican Gallery, die im Februar eröffnet wurde, aufgrund der Corona-Krise aber derzeit nicht besichtigt werden kann. Vom 16. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021 soll die Sammlung nach bisherigen Plänen im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen sein.

Der im März im Prestel Verlag erschienene Bildband (ISBN: 978-3-7913-5951-9) ist zum Preis von 49,95 Euro u.a. bei amazon.de erhältlich. Eine Online-Leseprobe mit weiteren Fotografien gibt es hier. (cw/pm)



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#1 Still_Ith
  • 30.04.2020, 19:34h
  • Hm, ok, ich geb diesem Bildband unter genau einer Bedingung eine Chance: Nenn mir doch mal jemand die Seiten, auf denen nen Klitpen oder wenigstens mal gut sichtbare Mastek-OP-Narben vorkommen, und zwar beides bitte MIT explizitem trans*-Outing in der Bildbeschreibung.

    Das wär ein veränderter Blick auf Männlichkeit.
    Solange das nicht nen so relevanten Anteil ausmacht, dass klargestellt wird, dass das normal ist, wär das da nix "Verändertes". Es wär einfach nur der Status Quo, nach dem sowas wie ich nichtmal auf eure Partys darf. Wär mir persönlich jetzt nen gutes Stück zu wenig an Revolution.

    In der Preview hab ich absolut nix trans*-Outing-mäßiges gesehen, und da die Preview/Leseprobe das Aushängeschild zu sein pflegt, sagt das eigentlich schon genug, denn wäre Inklusion in der Hinsicht wichtig gewesen, hätte man die an der Stelle bereits zeigen können. Insofern erwarte ich jetzt nicht, dass es im Rest besser wird. Aber wenn jemand nachschlagen würde, wär ich der*-/dem*-jenigen für diesbezügliche Hinweise durchaus verbunden.

    Persönlich bezweifle ich ja, dass irgendein Werk, das unter der Fuchtel von Cis-Männern steht, jemals so weit gehen würde, sich von cis-männlicher oder aller-allerhöchstens noch trans*-weiblicher Perspektive (solange die GA-OP nicht durch ist) wegzubewegen. Bei aller "Trans*, Schwul, Teil der Szene"-Schönrederei: Gleichberechtigte Teilhabe für sowas wie mich ist de facto bislang reine Utopie. Soviel Norm muss dann eben doch noch sein.
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#2 LorenProfil