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Schwules Altern sichtbar gemacht
Bild: Rob Crosse- 06. Mai 2020, kein Kommentar
Für seine sensiblen Porträts älterer homosexueller Männer wurde der britische Künstler Rob Crosse vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI mit dem ars-viva-Preis ausgezeichnet.
Generationenübergreifende Beziehungen und gegenseitige Fürsorge bilden zentrale Themen in den Fotografien, Videos und Performances von Crosse. Einfühlsam zeigen seine Arbeiten oft den Alltag älterer Schwuler sowie Strukturen, die sie umgeben. Der Künstler begleitet diese Männer, die sich teils durch Vereine oder innerhalb anderer Institutionen organisieren, über einen längeren Zeitraum.
"Eine Ästhetik des Alterns und die Sichtbarmachung einer in der Öffentlichkeit noch immer oft tabuisierten Gruppe stehen hierbei besonders im Fokus seines künstlerischen Interesses", heißt es in einer Pressemitteilung des Kulturkreises zur Preisverleihung.

Bild: Rob Crosse, Jerwood Visual Arts
Seit 1953 verleiht der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft den ars-viva-Preis an herausragende junge, in Deutschland lebende Künstler*innen, deren Arbeiten "eine eigenständige Formensprache und ein Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen erkennen lassen". Neben Rob Crosse wurden in diesem Jahr Richard Sides und Sung Tieu ausgezeichnet.
Der Preis ist mit Ausstellungen im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main und im Kunstverein Hannover sowie einer Künstlerresidenz auf Fogo Island (Kanada) verbunden. Die Künstler*innen erhalten zudem ein Preisgeld in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Darüber hinaus gibt der Kulturkreis einen zweisprachigen Katalog heraus, der im Kerber Verlag erscheinen wird. (cw/pm)

Bild: Rob Crosse










