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Flagge der Bisexuellen bleibt für alle!

Bi-Flagge auf dem Hamburger CSD: 2020 wird das wegen Corona leider nichts
  • 08. Mai 2020, noch kein Kommentar

In den USA brach Ende April ein Kampf um die Copyright-Rechte der Bi-Flagge aus, der die Bi-Community weltweit zum Aufschreien brachte. Jetzt ist er beendet.

1998 hatte Michael Page die Bi-Flagge erfunden, und seitdem wird sie auch immer häufiger auf CSD-Paraden auch in Deutschland gezeigt: Pink steht für gleichgeschlechtliche Anziehung, Blau für gegengeschlechtliche Anziehung und Lila als Kombination beider Farbtöne in der Mitte für die Anziehung zu mehreren Geschlechtern. Die Bi-Flagge war die erste LGBTI-Flagge nach der Regenbogenfahne, die Trans-Flagge und viele weitere folgten erst später.

Doch in diesem Jahr kam es zum großen Streit: Die vermutlich älteste Bi-Organisation Amerikas, BiNet USA, forderte eine kleine Händlerin und die Human Rights Campaign (HRC) auf, Geld zu zahlen oder die Bi-Flagge von ihren Webseiten zu nehmen. Faith Cheltenham, die Präsidentin von BiNet USA, behauptete, die Rechte an der Bi-Flagge zu besitzen.

Es gab einen weltweiten Aufschrei der Bi-Community. Shiri Eisner, genderqueere Bi-Aktivistin aus Israel, berichtete von weiteren Vorfällen in der Vergangenheit. Ian Lawrence-Tourinho, Organisator der ersten Bi-Parade in Kalifornien, erinnerte, dass er schon oft vor Copyright-Problemen gewarnt habe. Und Wendy Curry, die auch den Tag der Bisexualität am 23.9. mitbegründete, bekräftigte, dass die Bi-Flagge immer public domain sein sollte und der Community gehöre.

Tatsächlich kann eine Flagge, die nur aus drei Farbtönen besteht, nicht rechtlich patentiert werden. Nach vielen Protesten und sogar einer Petition zur Absetzung der Präsidentin traten Anfang Mai mehrere Vorstandsmitglieder von BiNet USA zurück, und die Bi-Flagge wird von der Organisation nun gar nicht mehr selbst genutzt. Stattdessen will sie sich mehr auf den Kampf gegen Rassismus stützen und bisexuelle People of Color unterstützen. Dennoch hat die BiNet USA einen immensen Imageschaden bekommen, und es bleibt abzuwarten, ob sie sich davon erholen kann.

Der deutsche Bi-Aktivist Frank Thies, der die Bi-Flagge in Schleswig-Holstein gehisst hat und Chefredakteur des "Bisexuellen Journals" ist, verurteilte den Copyright-Streit: "In der LSBTI*-Community sollten wir uns gegenseitig unterstützen, miteinander kämpfen und nicht gegeneinander." (cw/pm)



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08. Mai 2020
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