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Zweite Chance für Hockneys Bilder

  • 06. Juni 2020, noch kein Kommentar
Man in Shower, Beverly Hills (1964) © David Hockney, Foto: Tate

Die Ausstellung "David Hockney. Die Tate zu Gast" im Hamburger Bucerius Kunst Forum, die aufgrund der Corona-Pandemie nach kurzer Zeit schließen musste, ist wieder für Besucher*innen geöffnet und bis zum 13. September verlängert worden.

Der 1937 geborene Hockney zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart und ist gleichzeitig ein schwuler Pionier. Bereits Anfang der Sechzigerjahre, als Homosexualität in Großbritannien noch verboten war, malte er während seiner Studentenzeit am Royal College of Art homosexuelle Szenen.

Die retrospektiv angelegte Ausstellung im Bucerius Kunst Forum entstand in Kooperation mit der Londoner Tate und versammelt rund 100 Werke, die größtenteils aus deren Sammlung stammen. Im Fokus steht Hockneys vielseitiges Schaffen als Maler, Zeichner und Grafiker. Die Schau zeigt Werke aus über sechzig Jahren seines künstlerischen Schaffens - von den frühen Arbeiten als Kunststudent bis hin zum großformatigen Panorama "In The Studio" von 2017.

Ein eigenes Kapitel widmet die Ausstellung der frühen Los-Angeles-Phase: 1964 zieht Hockney das erste Mal an die Westküste der USA. Es entstehen Darstellungen von intimen häuslichen Szenen wie etwa in der oben gezeigten homoerotischen Arbeit "Man in Shower, Beverly Hills" (1964). Hier beginnt auch Hockneys lebenslange Faszination für die Schwierigkeiten der Darstellung von transparenten Oberflächen und bewegtem Wasser.

Ausgedehnte Reisen und lange Auslandsaufenthalte schlagen sich von nun an immer wieder auf die Wahl seiner Methoden wie auch auf die Wahl seiner oft aus literarischen Quellen stammenden Themen nieder. Um Ideen und Skizzen für Radierungen zu Gedichten des ägyptisch-griechischen Lyrikers Konstantinos Kavafis zu sammeln, reist Hockney 1966 nach Beirut. Es entstehen Radierungen, die mit ihrer feinen Linienführung seinen zurückgenommenen Sprachstil spiegeln. Und auch inhaltlich stellt Hockney die homoerotischen Beziehungen, die Kavafis in seinen Gedichten thematisiert hat, in gleicher Offenheit dar. (cw/pm)



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06. Juni 2020
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