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LGBTI als Sahnehäubchen

Bild: Publicis

20 große Schweizer Unternehmen werben für die LGBTI-Community und Vielfalt am Arbeitsplatz - leider nicht wirklich gelungen.

"Lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, intergeschlechtlich, queer. Oder anders gesagt: bereichernd", heißt es auf dem Kampagnenmotiv, das u.a. auf über 500 digitalen Plakatwänden, auf den Social-Media-Kanälen der beteiligten Unternehmen und am kommenden Samstag mit einer ganzseitigen Anzeige in der "Neuen Zürcher Zeitung" beworben werden soll.

Die von BSG Schweiz initiierte und von Publicis kreierte Kampagne, bei der u.a. Allianz, Credit Suisse, Migros, Roche, Swisscom und UBS mitmachen, ist sicher gutgemeint. Doch LGBTI sind nicht das Sahnehäubchen auf dem trockenen Sandkuchen der Cis-Heteros, nicht die Kirsche auf der Absahn-Torte der Unternehmen, nicht das bunte i-Tüpfelchen auf der Heteronormativität, die sich nicht in Frage stellt, sondern nur nach "Bereicherung" ruft.

Bereichernd ist die neue Espressomaschine im Pausenraum. Gnädig-lobende Beurteilungen durch nichtqueere Arbeitsgeber*innen sind dagegen eher ein Verlust an Vielfalt, weil sie Unterschiede und Ausgrenzung zementieren. LGBTI fordern Akzeptanz und Gleichbehandlung - nicht mehr und nicht weniger. (mize)

Direktlink | Video zur Kampagne



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#1 N8EngelProfil
  • 18.06.2020, 11:07hWenden
  • Wenn ich denke, wie oft ich von selbsternannten LGBTI*-freundlichen Unternehmen bereits diskriminiert wurde, weiss ich was derartige Bekenntnisse wert sind.
    "Im technischen Bereich arbeiten bei uns keine Frauen, die können das nicht"
    "Ich möchte Sie vor Mobbing in meinem Unternehmen schützen, deshalb stelle ich Sie nicht ein"
    Da Bewerbungen meist ohne Begründung abgelehnt oder gar nicht erst beantwortet werden, ist kaum nachzuvollziehen, wie oft Stellen diskriminierend vergeben werden.
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#2 Ralph
  • 18.06.2020, 13:55h
  • Die Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Wesentlich ist aber, ob mehr dabei herauskommt als Plakate, d.h. ob im Alltag tatsächlich diese Bereicherung empfunden und diese Vielfalt praktiziert wird.
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#3 Still_IthProfil
  • 19.06.2020, 09:14hHessen
  • Bereichernd - bis du den Mund aufmachst und ihre Cis-Heteronormativität plötzlich nicht mehr der alleinige, einzig-akzeptierte und vorrangig berechtigte Standard ist ^^

    Bzw bis du zu verstehen gibst, dass du das mit deinem Recht (statt bloß der braven Bitte) so zu sein, ernst meinst.
    Höflich wär ja dann schon, die Ungleichheit und Benachteiligung so zu belassen wie sie's gewohnt sind. Wo käme man sonst hin.
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#4 BitteWieAnonym
  • 23.06.2020, 05:22h
  • Was will uns der Autor damit sagen? Ich verstehe die Kritik nicht. Zeigen Unternehmen nicht ihre Unterstützung, wird das kritisiert. Zeigen sie sich solidarisch, passt das auch nicht in dem Kram. Ich bin verwirrt.
    Wird sich hier am Begriff "bereichernd" gestört? Oder unterstellt man hier ein Lippenbekenntnis zur Imagepflege? Oder war einfach noch Platz auf der Seite?
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