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Von den Nazis in den Tod getrieben

Bild: Jürgen Wenke

In Bochum erinnert ein neuer Stolperstein an das schwule NS-Opfer Hermann Hußmann.

Der Bochumer Bergmann Hußmann wurde Anfang 1943 in Bochum verhaftet, mehrfach folgten Polizeiverhöre, es kam zu einer Anklage wegen homosexueller Kontakte und Verstoßes gegen Paragraf 175. Der Strafprozess gegen Hußmann, der für den 31. Mai 1943 terminiert war, fand jedoch nicht statt. Hußmann hatte sich laut Mitteilung der Untersuchungshaftanstalt im Gerichtsgefängnis am 11. Mai 1943 erhängt.

Der zweite Beteiligte, mit dem Hermann Hußmann mehrere Jahre freundschaftliche und sexuelle Kontakte hatte, war der Ingenieur und SS-Mann B. (nach 1943 Mitglied der Waffen-SS). Dieser wurde in einem getrennten Verfahren abgeurteilt, aber nicht verurteilt, denn Hußmann hatte laut Polizeiprotokoll alle "Schuld" auf sich genommen. B. überlebte die NS-Zeit, er war viermal verheiratet und starb 1993 in Bochum.

Ausführliche Infos über Hußmann gibt es auf der Website stolpersteine-homosexuelle.de. Bereits Ende letzten Jahres war in Bochum eine Straße nach dem schwulen Bergmann, der auf der Zeche Constantin arbeitete, benannt worden (queer.de berichtete).

Der am Montag zum Stonewall-Jahrestag verlegte Stolperstein befindet sich in der Grummer Straße an der Einmündung Mühlental. Die ursprünglich für November 2019 geplante Verlegung war wegen Klärung von Standortfragen verschoben worden. (cw/pm)



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02. Juli 2020
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