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Das Cover, das nicht gedruckt wurde

Genial, peinlich oder absolut daneben? Das Wochenmagazin "Der Spiegel" veröffentlichte einen Titelbild-Entwurf mit Markus Söder im Fummel.

"Kann er auch Kanzlerin?", heißt es auf dem nicht gedruckten Alternativ-Cover mit einem Archivfoto Söders aus dem Karneval. Bei der "Fastnacht in Franken" 2013 hatte sich der heutige bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef als Marilyn Monroe verkleidet. Die echte Titelgeschichte "Der Erbschleicher. Warum Markus Söder plötzlich beste Chancen auf die Merkel-Nachfolge hat" wurde mit einem eher drögen Porträtfoto des Politikers illustriert.

"Bis ein Titelbild fertig ist, gibt es zahlreiche Entwürfe - gute, nicht ganz so gute. Und den Rest. Bei einer Idee fiel es uns besonders schwer, sie nicht zu drucken", schrieb der "Spiegel" zum Fummel-Entwurf. Offensichtlich sollte er nach dem Willen der Redaktion dann doch nicht einfach im Papierkorb verschwinden...

Die Reaktionen im Netz reichten von begeistertem Jubel bis zu heftiger Kritik. "Ich kenne Menschen, die hätten nur wegen diesem Cover, das wir leider nicht gedruckt haben, ein gedrucktes #Spiegel-#Abo abgeschlossen", behauptete "Spiegel"-Redakteurin Anna Clauß auf Twitter.

Während sich Rechte über den angeblichen "Hass auf Söder" empörten, warfen andere User*innen dem Nachrichtenmagazin "Zotenhumor" und "Transmysogenie" vor:

Twitter / yeahyeahyens

Twitter / kippenvampir

"So macht man aus publizistischer Mutlosigkeit redaktionelles Marketing", kommentierte der SPD-Politiker Peter Schwab die Veröffentlichung des Alternativ-Covers. (mize)

Twitter / Schwab0711



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#1 LindgerdeAnonym
#2 AJ82Anonym
  • 11.07.2020, 09:50h
  • Mir tun Leute leid, die über sowas nicht lachen können.

    A) Eine ganze Generation kennt nur eine Kanzlerin.
    B) Es ist eine Aufnahme aus dem Fasching.

    So what?
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#3 stromboliProfil
#4 AlexAnonym
  • 11.07.2020, 10:09h
  • Ach wenn der Spiegel den Titel nicht haben will, die Titanic nimmt den sicher gern.

    Als seriöses Magazin hätt ich den aber auch nicht gedruckt, aber nicht weil da irgendwas *phobes dran sei, sondern weil die Ernsthaftigkeit des Themas der falsche Rahmen für einen Gag ist, der mittlerweile auch schon über ein Jahrzehnt alt ist.
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#5 Ralph
  • 11.07.2020, 10:34h
  • Antwort auf #2 von AJ82
  • Herr Söder wurde in einem Interview gefragt, ob er sich im Fasching wieder so phantasievoll verkleiden werde wie früher (berühmt ist auch seine Kostümierung als grüner Held Shrek). Er antwortete, seit er Ministerpräsident sei, mache er das lieber nicht mehr. Der "Spiegel" sollte das respektieren.
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#6 Yeoj_Profil
  • 11.07.2020, 11:10hFFM
  • Ich find's witzig. Dass Der Spiegel damit natürlich nicht 100%ig seriös wirken würde, ist klar, aber es kommt eben drauf an, was einem ein guter Gag wert ist (man erinnere sich an Bette Midlers Motto "Fuck'em if they can't take a joke").

    Ich finde es gut, dass das Magazin den Alternativtitel im Netz veröffentlicht (auch wenn man ihm feiges Marketing vorwerfen kann), denn jetzt - Vorsicht, Wortspiel - wird der politisch korrekten Empörungsgesellschaft wieder einmal der humorlose Spiegel vorgehalten.
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#7 Pink FlamingoAnonym
#8 4funAnonym
  • 12.07.2020, 05:20h
  • Es hätte auch Rufschädigung sein können,die trotz geheuchelter Weltoffenheit der Gesellschaft für ihn zum Nachteil ausgelegt werden könnte.
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#9 Carsten ACAnonym
  • 12.07.2020, 10:08h
  • Antwort auf #5 von Ralph
  • "Der "Spiegel" sollte das respektieren."

    Es fordert doch auch niemand von Herrn Söder, nochmal so ausgefallene Faschingskostüme zu verwenden.

    Aber das heißt auch nicht, dass man entsprechende Fotos aus seiner Vergangenheit nicht mehr verwenden darf. Er hat nun mal solche Kostüme verwendet und dann darf man diese Fotos auch nutzen.

    Deutschland ist doch keine Diktatur, wo man ehemalige Fotos von Machthabern nicht mehr zeigen darf.

    Übrigens glaube ich, dass Söder selbst am wenigsten Probleme mit diesem Titelbild gehabt hätte. Was ausnahmsweise mal für ihn spricht.
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#10 Carsten ACAnonym
  • 12.07.2020, 10:12h
  • Antwort auf #6 von Yeoj_
  • -------------------------------
    man erinnere sich an Bette Midlers Motto "Fuck'em if they can't take a joke"
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    Volle Zustimmung!

    Manche Leute sind vor lauter Betroffenheitsgefühl schon dermaßen in eine humorfreie Welt abgedriftet, dass sie irgendwelche grauen Gestalten mit verbitterten, verhärmten Gesichtern geworden sind.

    Ja, es gibt Diskriminierung und die muss bekämpft werden. Aber wenn ein Hetero sich an Karneval in den Fummel schmeißt (oder auch wenn eine Zeitschrift das als ironisches Titelbild verwendet) ist das weder transphob noch sonstwas.

    Aber die Leute, die zum Lachen in den Keller gehen oder gar nicht mehr lachen können, wittern natürlich gleich den nächsten Skandal, weil das Aufregen das einzige in ihrem Leben geblieben ist, wo sie überhaupt noch was empfinden können.
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