Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?3093

"Die Schattenseite des Regenbogens"

Bild: Matthias Braun

Das Mahnmal für die Opfer des Paragrafen 175, das in Darmstadt entstehen soll, wird nach einem Entwurf des Würzburger Architekten und Künstlers Matthias Braun geschaffen

Das hat die Jury des dazu ausgelobten Wettbewerbs entschieden. Gekürt wurde das Werk "Die Schattenseite des Regenbogens", für das sich auch die Mehrheit der zum Votum eingeladenen Bürger*innen aussprach. Die Darmstädter Kunstkommission wird sich im Herbst dieses Jahres mit der Standortfrage befassen. Danach werden dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung der Entwurf und der Standortvorschlag zur Entscheidung vorgelegt.

"Uns hat die Klarheit des Entwurfs überzeugt", erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), der als Preisrichter zur Jury gehörte. "Symbolik und Gestaltung lassen Raum für individuelle Annäherung und Auseinandersetzung, bleiben dabei in ihrem Statement eindeutig. Und darauf kam es uns an - dass der Opfer des Paragrafen 175, der über Jahrzehnte hinweg die Verfolgung von Menschen mit homosexueller Orientierung ermöglichte, unmissverständlich gedacht wird, respektvoll, in würdigender Erinnerung und Mahnung."

Brauns Entwurf "Die Schattenseite des Regenbogens" übersetzt das Symbol der Regenbogenfahne in eine dreidimensionale, begehbare Skulptur. Der 3,10 Meter hohe Regenbogen ist in der Mitte so gefaltet, dass sich zwei Hälften ergeben; Die eine ist bunt gestaltet, die andere silberfarben. Der Schriftzug "Zum Gedenken an die Opfer der § 175 StGB" erinnert an die mehr als 50.000 Menschen, die durch den Paragrafen 175 geschädigt wurden und in der NS-Zeit ermordet wurden.

Die farbig gefasste Hälfte des Regenbogens möchte Trost und Hoffnung spenden. Die Regenbogenskulptur wirft einen Schatten auf den Boden, der je nach Tageszeit und Lichteinfall eine Herzform bildet als Symbol für Trauer und Mitgefühl mit den Opfern. Im Akt des Durchschreitens des Bogens können Solidarität, Trauer und Gedenken an die Opfer öffentlich bekundet werden. (cw/pm)



-w-

-w-
-w-
Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich täglich oder wöchentlich über die Nachrichten aus der schwul-lesbischen Welt auf dem Laufenden.
Tagesbilder durchsuchen
Bild vorschlagen
#1 WildhaseBerlinAnonym
  • 14.07.2020, 14:50h
  • Na hoffentlich gibt es keine zusätzliche Diskussion, warum im Entwurf keine zusätzlichen Farben drin sind.
    Wenn ja: Bitte keine Geschichtsklitterung. ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Ralph
  • 15.07.2020, 09:58h
  • Da ist ja mal ein guter Entwurf, was ganz anderes als dieses Knutschkino in Berlin oder die blassen Gehwegplatten in München. Hoffentlich gibt es dazu keine Eingrenzung auf die Verfolgung bis 1945, wie der Text des Artikels anzudeuten scheint.
  • Antworten » | Direktlink »