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Dirty Fisting zum CSD?
- 17. Juli 2020,

Ein Plakat der Linken im Frankfurter Römer sorgt für Belustigung und Kopfschütteln.
"This just looks soooo wrong", schreibt ein Facebook-User zu dem Motiv mit einer Regenbogenfaust und der Aufschrift "Solidarische Grüße zum CSD 2020". Das Poster bewirbt eine Onlineveranstaltung zum Thema "Queere Solidarität" mit der Stadtverordneten Pearl Hahn am 27. Juli.
Nun gibt es Betrachter*innen mit einer wortwörtlich schmutzigen Fantasie, die in der Faust mehr sehen als einen kämpferischen Soli-Gruß der Frankfurter Linksfraktion. Was daran liegt, dass die geballte Hand - sehr vorbildlich übrigens - mit der um Schwarz und Braun erweiterten Regenbogenfahne gefüllt wurde, die People of Color und deren Diskriminierung hervorheben soll.
Tatsächlich kann man das Poster mit den dunklen Fingern aber auch als Aufruf zum Dirty Fisting missinterpretieren. Diese Sexpraktik ist nicht nach jedermenschs Geschmack (und Geruch), während sie für andere durchaus lustbringend sein kann.
So what? Ging es beim CSD nicht auch mal um die sexuelle Befreiung? Bildet das hohe Maß an Entspannung und Vertrauen, das beim Fisten erforderlich ist, nicht erst die Grundlage für Solidarität? Um die soll es bei der Veranstaltung der Linken ja schließlich gehen!
Nur um ein weiteres Missverständnis zu vermeiden: Beim Fisting muss nicht die linke Faust verwendet werden, ausnahmsweise auch die rechte ist in Körperöffnungen willkommen! (mize)
Faustverkehr (engl. Fisting, von fist "Faust") bzw. Fisten oder Fausten ist eine sexuelle Praktik, bei der mehrere Finger bis hin zu einer oder mehreren Händen in die Vagina (brachiovaginal) oder den Anus (brachioproktisch) eingeführt werden.
Die unmittelbaren Risiken beim Faustverkehr bestehen bei ruppigem oder gewaltsamem Vorgehen in Verletzungen des Anus bzw. der Vagina, welche sehr schmerzhaft sein können. In Extremfällen kann es zu einer Perforation des Darms kommen, die einen medizinischen Notfall darstellt.
















