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Kein Herz für die Liebe: Zwangstrennung wegen Seehofer
Bild: Moritz K?rner / twitter- 26. Juli 2020,
Seit Monaten darf Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) seinen in New York lebenden Partner wegen der Coronakrise nicht mehr treffen - am Samstag demonstrierte er mit Parteifreunden an der deutsch-dänischen Grenze gegen den Bundesinnenminister.
Zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Gyde Jensen und dem Europaabgeordneten Moritz Körner forderte Garg den CSU-Politiker Horst Seehofer auf, auch unverheirateten Lebenspartnern aus Nicht-EU-Staaten die Einreise nach Deutschland zu erlauben. "Das ist für viele, viele Menschen auf der ganzen Welt eine sehr schmerzliche Situation und eine aus meiner Sicht auch nicht mehr verhältnismäßige Situation, dass man der einfach mit einem Einreiseverbot begegnet", erklärte Garg gegenüber dem NDR.
Den Grenzübergang Padborg wählte das FDP-Trio aus, weil Dänemark den Familienbegriff weiter auslegt und alle Partner*innen aus Drittstaaten mit negativem Corona-Test ins Land lässt. Mit einem Banner warben die Politiker für die Aktion #Love is not tourism, die als Einreiseerlaubnis neben dem Test lediglich eine eidesstattliche Versicherung verlangt, dass es sich um eine echte Beziehung handelt.
"Ich finde es traurig, um nicht zu sagen beschämend, dass nun ausgerechnet das Land, das die Ratspräsidentschaft hat, hier nach wie vor zögert", kritisierte Garg. Unterstützt wird der schwule FDP-Politiker von Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU).
Seinen Partner hat Heiner Garg seit fünf Monaten nicht mehr treffen können. "Das ist mit Abstand die längste Zeit am Stück in den acht Jahren, seitdem wir zusammen sind", sagte er gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deustchland. (cw)
















