Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?3126

Bürgermeister zeigt Flagge für Vielfalt - und gegen Orbán

Ganz Ungarn ist ein LGBTI-feindliches Land. Ganz Ungarn? Nein! In Budapest weht jetzt offiziell die Regenbogenfahne am Rathaus.

Er bedauere, dass in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine CSD-Parade stattfinden könne, schrieb Budapests neuer Bürgermeister Gergely Karácsony auf seiner Facebookseite. Umso wichtiger sei es, mit einer Prideflagge an seinem Amtssitz Solidarität zu zeigen.

Das deutschsprachige Portal "Ungarn heute" kommentierte: "Seit dem Regimewechsel 1990 ist sowas noch nie passiert, dass eine Stadtleitung die Flagge der LGBTQ-Community an die Fassade genau neben der ungarischen und Budapester Fahne des Rathauses aufgelegt hätte."

"Budapest gehört allen!", erklärte Karácsony in seinem Facebookpost. "Die Leitung der Hauptstadt setzt sich dafür ein, dass jeder Einwohner und jede Gemeinde das Gefühl haben soll, dass Budapest auch ihr Zuhause ist. Wir glauben, dass Budapest die Stadt der Rechte und nicht die Stadt der Privilegien sein sollte. In der ungarischen Hauptstadt darf sich ein jeder für seine Meinung, Weltanschauung und Identität engagieren."

Der Grünen-Politiker Karácsony Gergely wurde am 13. Oktober 2019 als gemeinsamer Kandidat der Oppositions-Parteien mit 50,86 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister Budapests gewählt und löste den bisherigen Amtsinhaber István Tarlós ab. Der Verlierer von der Regierungspartei Fidesz hatte den CSD 2015 als "unnatürlich und eklig" bezeichnet und wollte ihn an den Stadtrand verbannen (queer.de berichtete).

Noch am Wahlabend versprach Gergely, Budapest ins 21. Jahrhundert und in die Mitte Europas zu führen, "wo es immer schon hingehörte". Seinen durch eine geeinte Opposition ermöglichten Sieg bezeichnete er als Vorbild für den Wahlkampf auf Landesebene.

Die ungarische Regierung von Viktor Orbán steht für eine ausgesprochene LGBTI-feindliche Politik. 2012 beschloss sie eine neue Verfassung, die die Ehe als Verbindung aus Mann und Frau definiert. Erst vor wenigen Wochen trat ein neues Gesetzespaket in Kraft, das trans und inter Personen die rechtliche Anerkennung gänzlich verweigert (queer.de berichtete). (cw)



-w-

-w-
-w-
Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich täglich oder wöchentlich über die Nachrichten aus der schwul-lesbischen Welt auf dem Laufenden.
Tagesbilder durchsuchen
Bild vorschlagen
#1 audi5000Profil
  • 16.08.2020, 09:53hlindau
  • wenn der mann jetzt hoffentlich keinen tödichen unfall hat? bei den russen funktioniert das ja immer recht gut um jemanden mundtot zu machen
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Ralph
  • 16.08.2020, 10:40h
  • Vielleicht sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass es in Ungarn eine Lebenspartnerschaft gibt, die etwa derjenigen entspricht, die es in Deutschland vor der Eheöffnung gab, und dass die ungarische Verfassung -anders als die deutsche- die sexuelle Orientierung schützt (so das urteilte ungarische Verfassungsgericht). Die Rechtslage ist also vergleichsweise fortschrittlich, wenn man mal ideologisch ähnlich gebaute Länder wie Polen, Litauen, Rumänien oder die Slowakei heranzieht. Problematisch ist die gegenwärtige Regierung. Eine ähnliche Diskrepanz zwischen Rechtslage und Regierung gibt es auch in Brasilien.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 KaiJAnonym