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Katholische Kirche zeigt Flagge zum CSD

Bild: Pfarrei St. Joseph Münster-Süd

Das kommt nicht sehr häufig vor: Die römisch-katholische Heilig-Geist-Kirche in Münster zeigt mit einer acht Meter langen Regenbogenfahne ihre Solidarität mit queeren Menschen.

"Unsere Gemeinde unterstützt die Prideweek", postete die für die Kirche zuständige St.-Joseph-Pfarrei in Münsters Südviertel am Dienstag auf ihrer Facebookseite. "Uns war es als Gemeinde wichtig, dass die queeren Menschen, die in Münster und Umgebung wohnen, auch bei uns in der Kirche zu Hause sein können", ergänzte Pfarrer Hubertus Krampe gegenüber dem Online-Portal kirche-und-leben.de.

"Wir gehen bewusst diesen Weg der Offenheit, der vom Pfarreirat ausdrücklich mitgetragen wird", so Krampe weiter. "Schon beim Katholikentag 2018 in Münster war die Heilig-Geist-Gemeinde Gastgeberin des Regenbogen-Zentrums mit Angeboten für die queeren Gäste des Katholikentags. Darauf sind wir stolz - das war eine wunderbare Erfahrung."

Der CSD Münster findet am Samstag, den 29. August ab 15 Uhr als Menschenkette um die Promenade statt. So können die Abstands- und Hygieneregelungen aufgrund der Covid-19-Pandemie eingehalten werden. Der CSD Münster e.V. hofft auf rund 1.500 Teilnehmende - denn dann könnten die Demonstrant*innen die gesamte Promenade umspannen.

Die Heilig-Geist-Kirche wiederum lädt am Sonntag, den 30. August um 18 Uhr zu einem ökumenischen CSD-Gottesdienst unter dem Motto "Gemeinsam weitergehen" auf dem Kirchplatz ein. Alle Menschen seien herzlich willkommen, erklärte Pfarrer Krampe. "Und doch wünschte ich mir eine so offene Kirche, dass solche Gottesdienste für bestimmte Gruppen in unserer Gemeinschaft nicht mehr nötig wären." (cw)



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#1 queergayProfil
  • 19.08.2020, 04:37hNürnberg
  • Beachtlich: Der Heilige Geist weht wann und wo und wie er will - auch queer.
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#2 Pink FlamingoAnonym
  • 19.08.2020, 07:49h
  • Irgendwie bin ich sehr Stolz darauf, ausgerechnet in dieser Kirche getauft worden zu sein. Schon als kleiner Knirps empfand ich den Kinderhort gleich neben der Kirche als einen freien und sehr aufgeschlossenen Ort, wo ich mich geborgen gefühlt hatte. Lang,lang ists her.
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#3 DamienAnonym
  • 19.08.2020, 08:09h
  • was der Mann aus Hameln machte, scheint auch heute noch bestens zu funktionieren. säusel flöööt
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#4 Pink FlamingoAnonym
  • 19.08.2020, 08:26h
  • Antwort auf #3 von Damien
  • Wohl wahr. Doch eines solltest Du dabei bedenken. Münster ist noch immer Erzkatholisch. Und wenn sich hier ein Gemeindepfarrer dazu entschließt ALLE Menschen in seiner Kirche willkommen zu heißen, dann ist dies doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist.
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#5 AndreasKAProfil
  • 19.08.2020, 09:48hKarlsruhe
  • Antwort auf #4 von Pink Flamingo
  • ... die einzigen Schritte in die richtige Richtung sind solche, die raus aus den Kirchen führen ...

    Eine Regenbogenfahne ist ganz nett, ändert aber gar nichts an der Haltung der Kirchenentscheider.

    Es ist ganz gleich, was vor Ort hier und da ein progressiver Pastor/Priester macht. Bei den Katholen etwa sind vatikanische Bestrebungen im Gange, den Gemeinden noch mehr Maulkörbe anzulegen und sie lahmer zu legen, als sie schon sind.

    Keiner von uns wird zu Lebzeiten Zeuge werden, dass die Kirchen uns als gleichberechtigt ohne wenn und aber anerkennen werden - Regenbogenflagge hin oder her ...
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#6 Ralph
  • 19.08.2020, 10:15h
  • Es tut mir leid für die aufrechten Menschen, die hinter dieser Aktion stehen - aber eine Regenbogenfahne an einer katholischen Kirche ist Heuchelei.
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#7 KaiJAnonym
#8 Ralph
  • 19.08.2020, 10:53h
  • Antwort auf #7 von KaiJ
  • Ja, in der Sintfluterzählung setzt Gott einen Regenbogen an den Himmel, nachdem er mit Ausnahme von Noahs Familie die gesamte Menschheit ermordet hat. Aber darüber denkt der Durchschnittschrist nicht gerne nach.
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#9 AndreasKAProfil
#10 Pink FlamingoAnonym
  • 19.08.2020, 14:48h
  • Antwort auf #5 von AndreasKA
  • Schon richtig was Du schreibst. Aber ich bleibe dabei. Dieser Gemeindepfarrer wiederstrebt es sich einen Maulkorb anbringen zu lassen. Zudem glaube ich nicht, dass er allein gehandelt hat. Da dürften so einige Gemeindemitglieder voll hinter ihn gestanden haben. Im übrigen verkrachte ich Jahre in einem kath. Kinderheim und zu meinen eigenen Erstaunen war es ausgerechnet die Schwester Oberin, eine Nonne, die mich vollends unterstützt hatte, bei meinen ersten Bemühen offen mit meiner Homosexuallität umzugehen. Sie besuchte mich sogar später noch, als ich längst entlassen und als 15 jähriger in einem heruntergekommenen Jungmännerwohnheim lebte. Wo der Heimleiter ein Homophobes Arschloch gewesen ist. Als ich verpetzt worden bin, weil ich eine Beziehung hatte zu einen 1 Jahr jüngeren, da war es dem Heimleiter ein wohliger Genuß, mich noch am gleichen Tag ins Erziehungsheim zu verfrachten. Und ja, ich bin ausgetreten aus der Kirche, weil auch ich gemerkt habe, wie verlogen diese Kirchenoberen doch sind.
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