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Kauft queere Kunst!

Das Gemälde "Steven, Irishman with His Cello" von Bruce Sargeant gehört zu den Werken, die die Berliner Galerie "The Ballery" auf ihrer neuen Homepage zum Kauf anbietet, um queere Künstler*innen zu unterstützen.

Mit dem Online-Kunst-Shop mit aktuell 23 Angeboten reagiert Galerist Simon Williams auf die Coronakrise. "Die Kunstwerke stehen zum Verkauf, und der Kauf dieser Werke unterstützt direkt die Künstler, die sie geschaffen haben", erklärte er in der vergangenen Woche in einem per Newsletter versandten Hilferuf. "In diesen herausfordernden Zeiten bietet ihnen der Verkauf von Kunstwerken die Möglichkeit zum Überleben."

Mit 6.000 Euro liegt der nackte Cellospieler preislich am oberen Ende - andere Kunstwerke sind schon ab 300 Euro zu haben. Das sexy Porträt stammt von dem 1956 geborenen schwulen US-Künstler Mark Beard, der für seine homoerotischen Arbeiten das Alter Ego Bruce Sargeant mit tragischer Geschichte erfand: 1898 geboren und im Alter von nur 40 Jahren bei einem tragischen Wrestling-Unfall ums Leben gekommen.

Sargeants subtil getönte Ölbilder erinnern an klassische Figurenmalerei, wenden sich jedoch an ein Publikum, das vor schwuler Sexualität nicht zurückschreckt. Sein Werk wirkt aus heutiger Sicht wie eine Vorankündigung von Modefotografen wie Bruce Weber und Greg Gorman, und so ist es keine Überraschung, dass eine seiner größten Arbeiten, ein Wandbild halbnackter Sportler, in der Filiale von Abercrombie & Fitch in der Fifth Avenue in New York City zu sehen ist.

"The Ballery" wurde im September 2014 als Ausstellungsraum für in Berlin lebende Künstler*innen gegründet. In ihrem Newsletter bittet die queere Galerie in der Nollendorfstraße 11-12 auch um Spenden, damit sie ihre Arbeit fortsetzen kann. (cw)



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#1 DramaQueen24Profil
  • 25.08.2020, 16:39hBerlin
  • Warum sollte man/frau dieses Bild kaufen? Es stimmen weder die Proportionen, noch ist es ästhetisch ansprechend, oder hat eine Botschaft! Es ist nichts weiter, als ein Bild, dass die Lust des (schwulen) Mannes am eigenen Körper zeigt - je muskulöser, desto besser.
    Der Maler sollte mal Nachhilfe in Aktmalerei nehmen.
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#2 ursus
  • 25.08.2020, 17:30h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Und wo kämen wir hin, wenn primitive schwule Lust am Körper in Gemälden eine Rolle spielen würde! Igitt, man mag sich die Dekadenz gar nicht ausmalen.

    Da ist es doch beruhigend, wenn Menschen, denen ein Verständnis schwuler Lust nicht ferner sein könnte, sich selbstlos um solche Werke kümmern und ihre wertvollen, natürlich ausschließlich von Sorge um ganz objektive ästhetische Kriterien getragenen Urteile einbringen.

    Das bringt die Kunst ja schließlich schon seit Jahrhunderten maßgeblich voran.
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#3 WanndererAnonym
#4 DramaQueen24Profil
#5 NachfrageAnonym
  • 27.08.2020, 09:09h
  • Antwort auf #4 von DramaQueen24
  • "Wenn das moderne Kunst sein soll, dann wähle ich doch lieber das, was die Nazis "entartete Kunst" genannt hatten."

    Sprichst du von den Kunstwerken, die die Nazis unter anderem wegen nicht ausreichend "realistischer" Proportionen, angeblich mangelnder Ästhetik und sexualisierter Darstellungen als minderwertig einstuften?
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#6 RetroGayProfil
  • 27.08.2020, 12:42hDortmund
  • Der Diskurs, was Kunst ist, und was nicht - wird erst dann beendet sein, wenn Kunst aufgehört hat zu existieren.
    Hier geht es aber gar nicht darum, ob Jemandem ein Gemälde gefällt oder mißfällt!

    Es geht um eine Galerie, die wegen Corona neue Wege gehen muß, um über die Krise zu kommen.
    Eine Galerie, die mit ihrer Kunst für die SICHTBARKEIT QUEERER INHALTE steht!
    Und wir ALLE hier sollten uns der Wichtigkeit kontinuierlicher Sichtbarkeit unserer Community aus eigener Erfahrung bewußt sein.
    Wie schön wäre es gewesen, wenn man in der Coming-Out-Phase mehr queere Menschen, queere Inhalte in Kultur, Film & TV, bildender Kunst und in den Medien gesehen hätte.
    Man hätte nicht das Gefühl gehabt, allein und ausgestoßen zu sein.
    Über die Zukunft einer queeren Galerie anhand eines einzigen Kunstwerkes zu richten ist ebenso kleingeistig, wie kurzsichtig und herzlos .....aber womöglich ganz typisch für gewisse Personen, die sich hier in den Kommentaren austoben. Da wird an den Inhalten der Artikel vorbei diskutiert, um bei den Kommentaren eine Meinung zu entsorgen, die offenbar im realen Leben niemanden interessiert.
    Ehrlich gesagt verwundert es mich, daß nicht noch das Argument "toxische Männlichkeit" bemüht wurde.

    Wir erleben gerade eine Zeit, in der unangepaßte, queere Läden, Bars, schwule Bumslokale und andere Schutzräume verschwinden werden.
    Auf Nimmerwiedersehen!
    Macht ja auch nix, waren ja überwiegend Etablissements, in denen verantwortungslos hedonistisch einer dekadenten Lust gefrönt wurde.
    Es herrscht hier mittlerweile eine angepaßte Lustfeindlichkeit vor, die befremdet:
    Keine Berichterstattung über das Wiederöffnen und sofortige Schließen von Gaysaunen in Köln, über Hygienekonzepte, etc.
    Stattdessen gibt es Artikel über die Vorgartengestaltung sich anbahnender Promi-Regenbogenfamilien und sich entblödender Selbstdarsteller in entwürdigenden TV-Formaten, wo auf Nacktheit gelauert wird und darauf, wer mit wem nächtens im Fokus einer Infrarotkamera Beischlaf ausführt.
    Und wer weiß? Vielleicht sind wir ja irgendwann mal froh, daß es noch eine queere Galerie gibt in der wir ein frivoles Kunstwerk für das Schlafzimmer kaufen können!
    Nachdem wir uns in vorauseilendem Gehorsam von explizit ausgelebter Sexualität abgewendet haben, um uns in Idyllen zu gefallen, die den Beifall unserer toleranten, heteronormativen Mehrheitsgesellschaft finden sollen.

    Daher meine Empfehlung als Kunstwerk des Tages:
    Dalis "Von ihrer Keuschheit sodomierte Jungfrau"
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#7 trans naysayerAnonym
#8 trans naysayerAnonym
#9 trans naysayerAnonym
#10 DramaQueen24Profil
  • 28.08.2020, 02:16hBerlin
  • Antwort auf #5 von Nachfrage
  • Ich spreche von Bildern wie Picasso, Chagall oder Mundt, die alle heute als Meisterwerke der Kunst gelten, und die, wie Dalis "Uhrenbildern", den Menschen etwas zu sagen haben. Das Bild des nackten Violinisten hat hingegen nichts zu sagen, außer Verliebtheit in den männlichen Körper, und das ist mir zu wenig!
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