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Künstler, Weltbürger, Schwuler, Linker

Bild: Hans Werner Henze-Stiftung

Das Stadtmuseum Gütersloh erinnert in einer Ausstellung an den "vergessenen Sohn" Hans Werner Henze - zu den Exponaten gehört auch ein Aquarell des Komponisten, das seinen Lebenspartner Fausto Moroni zeigt.

Nur wenige Jahre als Kind verbrachte Henze (1926-2012) in Gütersloh, wo er in der Brunnenstraße 1 am Stadtpark geboren wurde. Bereits in den Fünfzigerjahren kehrte der schwule Künstler Deutschland den Rücken und siedelte nach Italien über, wo er sich eher in der Lage sah, seine künstlerische und persönliche Freiheit auszuleben. Zu seinem 60. Geburtstag 1986 erinnerte sich die Stadt wieder ihres berühmten Sohnes und veranstaltete seitdem regelmäßige Festivalwochen zu runden Geburtstagen des Komponisten, 1989 zudem eine Sommerakademie zu seiner Oper "Die englische Katze".


Die Ausstellung "Güterslohs vergessener Sohn? Der Künstler und Weltbürger Hans Werner Henze" zeigt Henzes Weg zum erfolgreichen Künstler, der nicht nur komponierte, sondern Teile seines Schaffens als literarisches und bildnerisches Gesamtkunstwerk betrachtete. Sie wirft ein Licht auf die Skandale und das Engagement, die seine Bekanntschaft mit Protagonisten der 68er-Bewegung und seine offen Parteinahme für den Kommunismus in den Siebzigerjahren nach sich zog. Zugleich blieb der "westfälische Spökenkieker" (Henze über Henze) - musikalisch und persönlich - immer ein bürgerlicher Ästhet.

Mit Leihgaben und selten gesehenen Bildern aus dem Fundus der Hans Werner Henze-Stiftung gibt die Ausstellung noch bis zum 24. Januar 2021 eine Einführung in die facettenreiche Biografie von "Güterslohs vergessenem Sohn". Im Rahmen des "Henze Herbst 2020" wurde am Samstag auch der Gütersloher Theaterplatz nach dem Komponisten benannt. (cw)



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#1 Ralph
  • 06.09.2020, 11:19h
  • Einer von vielen schwulen Deutschen, die dauerhaft oder wenigstens zeitweise ihre Heimat verließen, um in Italien frei leben zu können. Spontan fallen mir neben Hans Werner Henze noch Wilhelm von Gloeden, Friedrich Alfred Krupp, August von Platen und natürlich Karl Heinrich Ulrichs ein. Sicher gibt es noch viel mehr. Bislang scheint sich mit diesem Exodus bedeutender Persönlichkeiten noch niemand in Buchform beschäftigt zu haben. Interessant wäre es sicher.
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#2 DramaQueen24Profil
  • 07.09.2020, 03:56hBerlin
  • Das gezeigte Bild zeigt mir, dass der Künstler weder Ahnung von Proportionen noch von Perspektiven hat. Sieht eher wie das Bild eines Sechstklässlers aus.
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#3 Ralph
#4 DramaQueen24Profil
#5 stromboliProfil