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Nackig für Vielfalt: Jochen Schropp
- 10. September 2020,
Für die Jubiläumsausgabe der "Cosmopolitan" hat sich der schwule TV-Moderator und Schauspieler Jochen Schropp hüllenlos vor einem Regenbogenlaser ablichten lassen.
"Diversität sollte nicht immer diskutiert, sondern einfach abgebildet und gelebt werden - ohne ständig darauf hinzuweisen", schrieb der 41-Jährige zu einem auf Instagram geposteten Foto vom Shooting.
Mit dem Regenbogen-Laser habe er sich erst anfreunden müssen, meinte der "Promi Big Brother"-Moderator: "Ich hatte gehofft, dass meine Homosexualität hier keine Rolle spielt. Ich finde die Veröffentlichung in einer Zeitschrift wie Cosmo aber richtig stark und glaube, dass es für viele junge LGBTQI* ein sehr wichtiges und richtiges Zeichen ist."
Auch für seine Körperwahrnehmung sei das Shooting eine "Herausforderung" gewesen, so Schropp weiter. "Wir sollten aber nicht nur miteinander, sondern auch mit uns selbst milder umgehen. Daher: Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr."
Jochen Schropp wurde Anfang des Jahrtausends als Herzensbrecher in der ARD-Vorabendserie "Sternenfänger" bekannt und ist seither aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Erst Mitte 2018 outete sich der gebürtige Gießener als schwul (queer.de berichtete). Er berichtete damals, dass ihm seine frühere Schauspielagentur davon abgeraten habe, öffentlich über seine sexuelle Orientierung zu sprechen. "Mir wurde gesagt: Mach das lieber nicht, es wird dir schaden", so Schropp damals. Er hatte zuvor in vielen Serien und TV-Filmen einen Frauenschwarm oder perfekten Schwiegersohn dargestellt.
"Wir kommen bei dem Thema nur weiter, wenn Leute den Mund aufmachen. Und jetzt bin ich es eben", sagte er damals letztlich zu seinem Coming-out. Er wolle "anderen Männern und Frauen, die homosexuell oder transgender sind, Mut machen, zu sich zu stehen".
Zuletzt berichtete der Berliner auch mehr aus seinem Privatleben - etwa, dass er mit seinem Freund in einer "halboffenen Beziehung" lebe (queer.de berichtete). Im Juni veröffentlichte er auch erstmals ein Paarfoto (queer.de berichtete). (cw)



















Viel mehr Respekt verdienen für mich diejenigen, die von Anfang an zu ihrer sexuellen Identität stehen und so ihr Leben trotz Hürden und Widerständen, die vor allem die Welt für queere Jugendliche bereithält, meistern.
Denen gebührt eher ein Titelbild auf einem Magazin.