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Bekommt der Regenbogenkiez einen schwulen Bürgermeister?

  • 27. September 2020, noch kein Kommentar

Der Kreisparteitag der CDU im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat am Samstag den ehemaligen LSU-Landesschef Matthias Steuckardt (li.) als Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr aufgestellt.

Zu Tempelhof-Schöneberg gehört auch der queere Kiez rund um den Nollendorfplatz. Als Spitzenkandidat kämpft Steuckardt um das Amt der derzeitigen Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD).

Der 41-Jährige ist als Stadtrat für Bildung, Kultur und Soziales bereits seit Februar ein Mitglied des Bezirksamts. 2011 wurde der im thüringischen Bad Langensalza geborene Kommunalpolitiker erstmals in die Bezirksverordnetenversammlung gewählt, in den vergangenen vier Jahren war er Vorsitzender der CDU-Fraktion. Seit 2007 engagierte er sich bei den Lesben und Schwulen in der Union (LSU), u.a. als Regionalvorsitzender Ost und Landesvorsitzender.

Marcus Schneider, Vorsitzender der LSU Tempelhof-Schöneberg, begrüßte die Nominierung: "Damit gibt aus meiner Sicht das erste Mal eine realistische Chance, dass der Regenbogenkiez einen schwulen Bezirksbürgermeister bekommt. Matthias Steuckardt hat in seiner Rede auf dem Kreisparteitag deutlich gemacht, dass er diesen Bezirk nicht - so wie die aktuelle Bürgermeisterin - lediglich verwalten, sondern mit voller Kraft gestalten möchte."

Als Bezirkschef wolle er u.a. den Regenbogenkiez aufwerten, kündigte Steuckardt an. Kriminalität und Müll sollten konsequent beseitigt werden. Den seit Jahren als Kriminalitätsschwerpunkt bekannten Spielplatz an der Kreuzung Eisenacher und Fuggerstraße will er mit einem "Regenbogenhaus" bebauen, in dem queere Initiativen und Institutionen ein neues Zuhause finden sollen.

Bei der letzten Wahl im Jahr 2016 landete die CDU in Tempelhof-Schöneberg mit 21,1 Prozent hinter SPD (24,7) und Grünen (21,9) nur auf dem dritten Platz. Das Vorschlagsrecht für die Wahl des Bezirksbürgermeisters steht grundsätzlich der stärksten Fraktion zu, kann jedoch an eine so genannte Zählgemeinschaft aus zwei oder mehr Fraktionen übergehen, die über mehr Mandate als die stärkste Fraktion verfügen muss. (cw)



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27. September 2020
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