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Nächster Halt: Ulrichsplatz

Bereits vor 18 Jahren wurde in Bremen ein Platz nach dem weltweit ersten Schwulenaktivisten Karl Heinrich Ulrichs benannt - jetzt hält auch die Straßenbahn offiziell am Ulrichsplatz.

Wie das Rat & Tat Zentrum auf seiner Facebookseite informierte, wurde die Umbenennung der Haltestelle Ende September bei einer gemeinsamen Kundgebung mit der Bremer Straßenbahn-AG (BSAG) und dem Ortsamt gefeiert. Der Soziologe Jörg Hutter würdigte dabei das Wirken und die Verdienste Ulrichs in einer Rede (PDF). Darüber hinaus begleiteten die Mezzosopranistin Stefanie Golisch und der Pianist Nico A. Stabel die Einweihung musikalisch mit historischen Stücken wie dem "Lila Lied" oder "Kann denn Liebe Sünde sein".

Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) war der erste bekannte Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen. Bereits 1867 forderte er auf dem Deutschen Juristentag die Abschaffung antihomosexueller Gesetze, was damals noch tumultartige Szenen auslöste. In Bremen erklärte er sich im selben Jahr mit dem Theaterdirektor Friedrich Carl Feldtmann solidarisch, der wegen seiner Homosexualität erpresst und dann selbst angeklagt wurde. Der Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch nannte Ulrichs wegen seines selbstbewussten Auftretens den "ersten Schwulen der Weltgeschichte". (cw)



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#1 Ralph
  • 05.10.2020, 12:58h
  • Der Name hat nur einen Haken. Der durchschnittliche Bremer wird eher an den gleichnamigen Schiffsbaumeister und Werftgründer in Bremen (später "Vulkan"-Werft) denken oder vielleicht an den ebenfalls gleichnamigen Weinhändler in dieser Stadt. Zur Eindeutigkeit wäre es erforderlich gewesen, "Karl Heinrich" voranzustellen, wie man es z.B. in München gemacht hat. Manch ein Besucher aus Augsburg wird sich wohl auch freuen, dass Bremen den heiligen Bischof seiner Heimatstadt geehrt hat.
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