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Moschee wird noch queerer

  • 24. Oktober 2020, noch kein Kommentar
Bei der Eröffnung (v.l.n.r.): Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Moschee-Geschäftsführerin Seyran Ateş, Künstler*in Kween Gypsy, Jörg Litwinschuh-Barthel (Foto: BMH / Mohammad Dalla)

Die liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin hat am Freitag ihre neue "Anlaufstelle Islam und Diversity" (AID) offiziell eröffnet.

"Das Ziel von AID ist es, ein internationales Kompetenzzentrum für Islam und Diversity, explizit Islam und LGBTIQ* nachhaltig zu etablieren", teilte die von der bekannten Rechsanwältin Seyran Ateş geleitete Moschee mit, die am Freitag auch ihren Umzug in größere Räume im Stadtteil Moabit feierte.

Die durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" geförderte "Anlaufstelle Islam und Diversty" will sich zum einen um Lehre und Forschung kümmern und den Kontakt- und Austausch zum Thema befördern, zum anderen auch Einzelbetreuung von queeren Muslim*innen anbieten. "Wir wollen einen Schutzraum bieten", sagt Ateş dem "Tagesspiegel". "Viele die bei uns über ihr queeres Leben gesprochen haben, fühlten sich schon mal befreit, weil sie überhaupt darüber reden konnten." Bisher hatte die Moschee durchschnittlich drei bis vier Anfragen von queeren Muslim*innen im Monat.

In einem Grußwort gratulierte Jörg Litwinschuh-Barthel, geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee zur Einrichtung der Anlaufstelle: "Mit Ihrer Arbeit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Partizipation, Inklusion und Offenheit innerhalb und außerhalb des Islam und zeigen auf, wie eine religiöse Institution wie eine Moschee nicht nur als Ort des Gottesdienstes und der Glaubensausübung, sondern auch als lebendiges Beispiel für die Verwirklichung demokratischer und liberaler Werte stehen kann."

Die Moschee war 2017 von Seyran Ateş als Gotteshaus für "moderne, liberale Muslime" gegründet worden (queer.de berichtete). Mehrfach lud sie den offen schwulen Imam Ludovic-Mohamed Zahed zu Predigten ein (queer.de berichtete). Im August wurde bekannt, dass der scheidende LSVD-Landesgeschäftsführer Jörg Steinert künftig als Berater auf Honorarbasis für die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee arbeiten wird (queer.de berichtete). (mize)



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