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"Star Trek" wird nichtbinär

  • 27. Oktober 2020, noch kein Kommentar
Blu del Barrio als erste*r nichtbinäre*r Schauspieler*in bei "Star Trek" (Michael Gibson / CBS)

In Folge 32 von "Star Trek: Discovery" taucht eine nichtbinäre Figur auf. Ein Novum in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Trek-Weltraumsaga ist, dass mit Blu del Barrio eine Person diese Rolle übernommen hat, die selbst nichtbinär ist.

CBS veröffentlichte vier Promo-Bilder für die Episode mit dem Namen "People of Earth", in denen del Barrio an Bord der Discovery gezeigt wird. Die neue Figur namens Adira trägt dabei eine militärische Uniform und wird neben der ebenfalls neuen Figur Captain Ndoye gezeigt, die eine ähnliche Bekleidung trägt. Ndoye wird von Phumzile Sitole dargestellt, die zuletzt als Akers in der Netflix-Serie "Orange is the New Black" zu sehen war.

Die neue "Discovery"-Folge hat am Donnerstag Premiere im US-Streamingportal CBS All Access. In Deutschland und den meisten anderen Ländern der Welt wird sie ab Freitag auf Netflix zu sehen sein.


Porträtbild von Adira (Bild: Michael Gibson / CBS)


Adira und Ndoye an Bord der Discovery (Bild: Michael Gibson / CBS)


(Bild: Michael Gibson / CBS)

Twitter / StarTrek | In "Star Trek" reisen die Protagonist*innen öfter durch die Zeit als der gemeine Deutsche nach Mallorca

Vorsicht: Spoiler!

Am Ende der letzten Folge (Staffel drei, Episode zwei) wurde gezeigt, wie sich Hauptfigur Michael Burham (Sonequa Martin-Green) und die Crew der Discovery nach ihrem Zeitsprung ins 32. Jahrhundert wiedertreffen. Folge drei handelt offenbar davon, wie alle gemeinsam die Erde besuchen, um herauszufinden, was sich in den letzten 900 Jahren getan hat.


Die Discovery-Crew ist glücklich über die Rückkehr von Burnham (Bild: Michael Gibson / CBS)


(Bild: Michael Gibson / CBS)


Was führt die Ex-Imperatorin (Michelle Yeoh) im Schilde? (Bild: Michael Gibson / CBS)


Burnham und Saru (Doug Jones), (Bild: Michael Gibson / CBS)


Tilly (Mary Wiseman, Mitte) ist offenbar glücklich, wieder auf der guten alten Erde zu sein (Bild: Michael Gibson / CBS)

"Star Trek: Discovery" gilt als bislang queerste Serie der Science-Fiction-Reihe. Bereits seit der ersten Staffel 2017 ist mit Hugh Culber (Wilson Cruz) und Paul Stamets (Anthony Rapp) ein schwules Paar dabei (queer.de berichtete). Nachdem sich die beiden verbandelten Sternenflottenoffiziere in Staffel zwei etwas entfremdet hatten, scheinen sie in Staffel drei wieder ein Herz und eine Seele zu sein. Der Humor der zweiten Folge der dritten Staffel basierte zu großen Teilen auf Zickereien zwischen Stamets und der Ingenieurin Jett Reno, die sehr launisch von der lesbischen Komikerin Tig Notaro gespielt wird. Außerdem ist im Verlauf dieser Staffel noch eine trans Figur vorgesehen, die von trans Schauspieler Ian Alexander ("The OA") dargestellt werden soll (queer.de berichtete).

Stamets und Culber werden offenbar die Bezugspersonen für die als sehr intelligent beschriebene nichtbinäre Figur Adira: Laut CBS-Vorabmeldungen soll Adira auf der Discovery bleiben und ein enges Verhältnis mit dem schwulen Paar entwickeln.

In der Vergangenheit hatte sich "Star Trek" bereits mit nichtbinären Figuren versucht, allerdings waren die Ergebnisse wenig überzeugend. Eine viel kritisierte "Next Generation"-Folge aus dem Jahr 1992 handelte etwa davon, wie die "Enterprise"-Crew einer androgynen Spezies begegnet, die Sex mit geschlechtlichen Wesen als abartig empfindet. Dennoch verliebte sich eine*r dieser Außerirdischen in Commander Riker, der die Gefühle erwiderte. Der Haken an dieser Folge: Alle Alien-Rollen wurden von Frauen gespielt, so dass die Liebesbeziehung den regulären heterosexuellen Lauf nahm. Riker-Darsteller Jonathan Frakes nannte die Folge mit dem deutschen Titel "Verbotene Liebe" (Originaltitel: "The Outcast") später eine "verlorene Chance" und bezeichnete das Produktionsteam als feige.


Riker und die androgyne Figur Soren, die von Ex-Model und Schauspielerin Melinda Culea dargestellt wird (Bild: Paramount)

Übrigens: Jonathan Frakes ist Regisseur von "People of Earth" - und wird wohl darauf bedacht sein, nicht als feige beschimpft zu werden. (dk)



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27. Oktober 2020
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