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Anastasia Biefang: Abschied mit Einhörnern

Mit einer rührenden wie queeren Geste wurde die erste trans Kommandeurin der Bundeswehr von ihren rund 700 Soldat*innen des Informationstechnikbataillons 381 im brandenburgischen Storkow verabschiedet.

Während eines feierlichen Abschlussappells inklusive militärischem Kommandowechsel übergab Anastasia Biefang am Dienstag in der Kurmark-Kaserne der Stadt die Führung an Nachfolger Oberstleutnant Marc Tachlinski. Am Ende überraschte das Bataillon die 46-Jährige mit einem Militärlaster, an dem zwei aus Holz gefertigte Einhörner angebracht waren.

Die Kommandeurin wurde überredet, auf die Ladefläche zu steigen, und dann kreuz und quer durch die Kaserne gefahren. Während sich alle amüsierten, hatte die Aktion auch einen ernsten Hintergrund: Bei ihrem Auslandseinsatz in Afghanistan hatte Biefang ein Stoff-Einhorn mit pinkfarbener Mähne als Talisman dabei.

Anastasia Biefang war 2017 als erste trans Bundeswehr-Kommandeurin bekannt geworden. In den drei Jahren in Storkow sei sie in der Kaserne und der Stadt "als Mensch, der ich bin" wertgeschätzt worden. Deshalb falle ihr der Abschied schwer, sagte Biefang der Deutschen Presse-Agentur. Die gebürtige Krefelderin, die mit ihrer Frau in Berlin lebt, übernimmt als Generalstabsoffizierin ein Referat im Bundeswehr-Kommando Cyber- und Informationsraum in Bonn. (cw/dpa)



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#1 Ralph
  • 28.10.2020, 12:03h
  • Ich hör schon die AfD stänkern, dass die Bundeswehr jetzt mit Einhörnern statt mit Panzern in die Schlacht ziehe.
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#2 SchleicheRAnonym
  • 28.10.2020, 15:29h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Die AfD is´ja auch spaßbefreit.
    Die etwas unmilitärische Geste ist jedoch ein Zeichen für Wertschätzung für sie als Person. Also kommt die Queerfreundlichkeit auch so langsam in der Bundeswehr an.

    Allerdings hätte ich als Kommandeur die Einhornaktion eher nicht genehmigt. Schlagt mich dafür, vielleicht hätte ich es verdient ;). Trotzdem find ich die Aktion gut!

    Alles Gute für Biefang auf dem weiteren Weg.

    p.s. In Afghanistan hatte ich ein durchschossenes 20 Cent Stück dabei, hab ich immer noch *g*
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#3 AthreusProfil
#4 Alexander_FAnonym
  • 28.10.2020, 22:23h
  • Antwort auf #2 von SchleicheR
  • Ich war im Gegensatz zu dir nie im Einsatz, aber als alter Wehrpflichtiger muss ich mich da anschließen, dass die Aktion zwar nicht gerade ZDV-gemäß ist, aber irgendwie doch geil.
    Ich hätte mir sowas jedenfalls in meiner Dienstzeit nicht träumen lassen. Es freut mich echt sehr, zu sehen, dass auch an Y-Tours der Fortschritt der Gesellschaft nicht vorbeigeht.
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#5 RebeccaProfil
  • 29.10.2020, 08:10hBerlin
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Wenn ich dann so die Reaktion von einigen Kulturen auf Regenbogen-Einhörner bedenke, könnte das bei vielen Kulturen auch zum Erfolg führen.

    Tschüss, Anastasia, lebe lang und Gut.
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