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Vettels bunte Message für Erdogan

Beim Großen Preis von Istanbul geht Formel-1-Star Sebastian Vettel an diesem Wochenende mit einem Regenbogen-Helm an den Start. Die Türkei sei der "richtige Ort" für diese Botschaft.

Statt der sonst üblichen Deutschlandfahne auf dem Kopfschutz des Ferrari-Piloten leuchtet auf dem "Vielfaltshelm" unübersehbar die Regenbogenfahne. Diverse Menschen aller Hautfarben zieren den unteren Rand der Haube. Ganz oben ist der Schriftzug "Together as one" angebracht.

Dies sei eine Botschaft, die dem vierfachen Weltmeister "in diesen schwierigen Zeiten sehr am Herzen liegt und die dieses Design inspiriert hat", erklärte Vettels Helmdesigner Jens Munser auf Twitter. Unter dem "Stichwort Diversity" sei die Türkei "der richtige Ort, um die Nachricht zu senden", erklärte der F1-Pilot selbst in einem Interview mit RTL.

"Ich glaube, dass man die Scheuklappen wegnimmt und akzeptiert, dass es Unterschiede gibt, man aber keine Unterschiede macht, jeden so nimmt, wie er ist und nicht schon in eine Kiste steckt aufgrund von unterschiedlichen äußerlichen Merkmalen", begründete Vettel das Tragen des "Vielfaltshelms". Auf die Nachfrage des Reporters, warum die Türkei der "richtige Ort" für diese Message sei, entgegnete er nur: "Ich glaube, das erklärt sich von allein."

Das türkische Regime unter Staatspräsident Recep Erdogan steht wegen massiver Verletzungen demokratischer und rechtsstaatlicher Standards in der Kritik. In den letzten Jahren wurde vor allem das Vorgehen gegenüber LGBTI verstärkt. Damit versucht die Regierung offenbar, angesichts erheblicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten die Unterstützung von konservativen Teilen der Bevölkerung nicht zu verlieren. Erst im Juli hatte Erdogan persönlich in einer Rede der queeren Community vorgeworfen, junge Menschen zu "vergiften" (queer.de berichtete).



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#1 StaffelbergblickAnonym
  • 14.11.2020, 12:58h
  • Im internationalen Autorennen-Rennzirkus jetzt Vettel mit einem Helm mit Regenbogen .. in der Türkei. So weit, so schön, so gut. Allerdings sind solche Helme auch "Markenträger" ... deshalb würde mich interessieren, wer hinter diesem Regenbogensponsoring steckt. Aus dem Text ist nichts diesbezügliches zu entnehmen. Unterhaltsam aber gleich neben dem Regenbogen der Schriftzug von Kaspersky ... einer der weltweit wichtigsten Virenscanner aus Russland. Denen wiederum eine sehr starke Regierungsnähe nachgesagt wird .. denn über die Virenscanner sind auch "Forschertätigkeiten" möglich. Alles schon sehr interessant.
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#2 Hailaender
  • 14.11.2020, 14:39h
  • @staffelbäck:

    Es ist bis heute nicht erwiesen, ob Kapersky Schnüffelsoftware für die dortige Regierung ist - im Gegensatz zu den Softwares aus den USA, von denen sämtlich verlangt wird, eine Backdoor für NSA und Konsorden einzubauen. Das ist im Gegensatz zu Kapersky beweisbar und auch schon längst bewiesen. Kaspersky wurde vor allem von "bestimmten politischen Funktionsträgern" in den USA ohne Beweise in Verruf gebracht - und dieser Schwachsinn wird leider, wie man sieht, kritiklos übernommen.

    Weshalb man das Eine unterschwellig (weil man's nicht besser weiß) kritisiert und das andere stillschweigend nicht, bleibt Dein Geheimnis. Es ist m.E. aber lediglich einer allgemeinen Fakewelle zuzuordnen. Mehr nicht.

    Ansonsten finde ich: "Hut ab vor Fettel" (und auch Hamilton und anderen dieses F1-Zirkus', der sich in queeren und antirassistischen Angelegenheiten ebenso eindeutig bekennt). Diese Leute sind Multiplikatoren und ihr Einfluß nicht vernachlässigbar.
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#3 StaffelbergblickAnonym
  • 14.11.2020, 21:50h
  • Antwort auf #2 von Hailaender
  • "Kaspersky wurde vor allem von "bestimmten politischen Funktionsträgern" in den USA ohne Beweise in Verruf gebracht - und dieser Schwachsinn wird leider, wie man sieht, kritiklos übernommen."
    Danke für das Urteil über mich ... das kenne ich bereits aus meiner Jugend.
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