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Hochzeit zu dritt

Während Thailands Lesben und Schwule noch immer auf die eingetragene Partnerschaft für zwei Menschen warten, schlossen in der Provinz Chanthaburi drei Männer in einer traditionellen Zeremonie den Bund fürs Leben - mit dem Segen von Mönchen und der Familien.

Die religiöse Trauung von Thanawat Pumthong (30), Sanchai Subchan (22) und Tinnapob Butwat (24) fand am 8. Dezember im kleinen Örtchen Khlong Narai statt, 260 Kilometer südostlich von der Hauptstadt Bangkok entfernt. Alle großen thailändischen Medien berichteten über die nicht alltägliche Hochzeit, die jedoch keine rechtlichen Auswirkungen hat.



Die traditionelle Feier begann am frühen Morgen mit der Verköstigung von Mönchen, folgte den in Thailand üblichen Riten und endete mit einer großen Party mit Freund*innen und Familienmitgliedern.



Thanawat, der als Ernährungsberater in einem privaten Krankenhaus arbeitet, ist bereits seit sieben Jahren mit dem Tänzer Sanchai zusammen. Tinnapob, ein Kollege Sanchais, wurde erst später in die Beziehung aufgenommen.



Sanchais Mutter, Thanayarat Phontem, erklärte gegenüber einer Zeitung, sie freue sich für das Trio und sei stolz darauf, dass es eine traditionelle Hochzeitszeremonie habe. Sie wünsche allen drei Ehemännern viel Glück. (mize)



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#1 gayflecktarnhoseProfil
  • 13.12.2020, 17:55hBremen
  • Es ist doch einfach nur schön wenn man in der heutigen Zeit so etwas schönes sieht.
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#2 queergayProfil
  • 13.12.2020, 18:27hNürnberg
  • Von solchen Beziehungsmodellen & Möglichkeiten träume ich schon lange. Sie sind unserer Zeit weit voraus - jenseits kleinbürgerlicher Spießigkeit.
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#3 ArmesDeutschlandAnonym
  • 13.12.2020, 20:11h
  • In den Köpfen der meisten Deutschen ist tief verwurzelt, dass man nur EINEN Menschen gleichzeitig lieben darf - mit nur diesem einen Menschen Sex haben darf, und zwar möglichst lebenslänglich, und dass Partner_innen quasi einander "gehören". (Seltsamerweise ist serielles Lieben dennoch erlaubt - aber gleichzeitiges ist sofort "Betrügen" und beschwört unfassbare Eifersuchtsdramen herauf.)

    "Hochzeit zu dritt" - vielleicht ja eines der großen gesellschaftlichen Themen im Deutschland des 22. Jahrhunderts? (Falls es bis dahin überhaupt noch vergleichbar zivilisierte Gesellschaften gibt, angesichts des eskalierenden Klimawandels und multiplen Auftretens pandemischer Zoonosen...)

    Wobei ich dem selbst dann keine allzu großen Chancen zubillige. Wenn ich daran denke, dass es von der ersten Rede Karl Heinrich Ulrichs' bis zur "Ehe für alle" (natürlich nur in Zweierbeziehungen, wie es sich "gehört") genau 150 Jahre dauerte, ist auch beim Thema Polyamorie und Beziehungen von mehr als zwei Menschen nicht unbedingt zu erwarten, dass man sich da weniger Zeit lässt.

    Schließlich muss in Deutschland immer erst alles ausführlichst diskutiert werden. Und selbst 2017, nach 150 Jahren Diskussion, verlangten viele Politiker_innen noch längere Zeit, um "das Thema erst einmal vernünftig zu diskutieren", und drei Viertel der "christlichen" Politiker_innen stimmten dann auch tatsächlich immer noch GEGEN die "Ehe für alle".

    In Deutschland muss immer alles kleinkariert geregelt sein. Und es muss immer irgendwelche Sonderbestimmungen, Ausschlüsse etc. geben - damit bloß nicht allen die gleiche Gerechtigkeit widerfährt. Man will halt selbst immer ein bisschen privilegierter sein als manch Andere_r - und es muss auch immer noch jemanden geben, auf den man herabsehen kann. Sonst fühlen sich viele Deutsche nicht wohl.

    Armes Deutschland.
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#4 TastenhackerAnonym
  • 15.12.2020, 17:41h
  • Antwort auf #3 von ArmesDeutschland
  • Ach...und außerhalb von Deutschland ist das anders, oder wie?

    Nur hierzulande ist das Jammertal. Außerhalb kann mensch sich frei ergehen, wie er, sie oder es möchte - frei von Eifersucht und den Zwängen der Monogamie.

    Ach wie schön ist es doch in Polen, Ungarn oder Putinstan! Von Iran oder anderen Ländern gar nicht zu reden. Nur in Deutschland herrscht Heulen und Zähneknirschen. Ist so, war so und wird auf Ewigkeit so sein.

    *Sarkasmus aus*
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#5 ArmesDeutschlandAnonym
  • 15.12.2020, 17:52h
  • Antwort auf #4 von Tastenhacker
  • Ich hatte nicht vor, die Zustände in sämtlichen Ländern des Planeten zu kommentieren. Kritik an Deutschland ist selbstverständlich auch dann gerechtfertigt, wenn es in anderen Ländern "auch nicht besser" ist.
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#6 TastenhackerAnonym
  • 16.12.2020, 17:24h
  • Antwort auf #5 von ArmesDeutschland
  • Du verwendest den Nick "ArmesDeutschland".
    Du hast in jedem Absatz auf Deutschland Bezug genommen. Da kann man schon den Eindruck kriegen, dass deiner Meinung nach viele Dinge hier schlimmer sind als anderswo.

    Tatsächlich dürfte es aber so sein, dass die Einstellung zur Monogamie GLOBAL GESEHEN bei der überwiegenden Mehrheit so ist, wie von dir offensichtlich bedauert: "In den Köpfen der meisten MENSCHEN ist tief verwurzelt, dass man nur EINEN Menschen gleichzeitig lieben darf..."

    Dazu kann man stehen, wie man will. Es steht dir selbstverständlich frei, das zu bedauern. Aber die überwiegende Mehrheit der Leute ist bestimmt ganz zufrieden mit dem Status quo und fühlt keinen Leidensdruck.

    Dein Statement klingt nach larmoyantem Mimimi, und das kann ich grundsätzlich nicht leiden.
    Ich lasse mich aber sehr gerne von dir überzeugen, dass es woanders so viel besser ist, wenn du es mit einem konkreten Beispiel belegst.

    Deutschland mag nicht perfekt sein, aber es schon seinen Grund, dass viele Menschen sehr gerne hier leben, und nicht irgendwo anders. Mein nicht-deutscher Ehemann zum Beispiel. Der sagt mir immer wieder mal, wie froh er ist über ein gut funktionierendes Staatswesen, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Demokratie, Gesundheitswesen und eine ganze Menge Dinge mehr...
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#7 ArmesDeutschlandAnonym