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Das sind Berlins neue LSVD-Landeschefs!
- 02. Januar 2021,
Bild: LSVD Berlin-BrandenburgDer Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg startet mit einer männlichen Doppelspitze ins neue Jahr – auf dem Pressefoto versucht er das fatale Signal zu kaschieren.
Alexander Scheld und Christopher Schreiber haben zum 1. Januar gemeinsam die Nachfolge des umstrittenen Landesgeschäftsführers Jörg Steinert angetreten, der nach zehn Jahren an der Spitze des Berliner LSVD nun für die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee von Seyran Ateş arbeiten wird (queer.de berichtete). Scheld ist für den Bereich Organisation und Personal, Schreiber für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die beiden Männer waren bereits zuvor hauptamtliche Mitarbeiter des LSVD-Landesverbands.
"Mit Alexander und Christopher haben unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen und wir als Vorstand ab 2021 zwei starke Führungskräfte an der Seite, um die rechtliche, kulturelle und soziale Lebenssituation von LSBTI* in unserer Stadt weiterhin nachhaltig zu verbessern", heißt es in einer Pressemittelung des LSVD Berlin-Brandenburg. "Gemeinsam werden wir die Berliner LSBTI*-Community nach innen und außen stärken und ihr eine starke zivilgesellschaftliche Stimme geben."
Dass ausgerechnet zwei schwule cis Männer als Doppelspitze eines queeren Verbands ausgewählt wurden, hatte in der Berliner Community für Kopfschütteln und Kritik gesorgt. "Was soll man noch sagen – ist ein eindeutiges Statement", kommentierte die Journalistin Stephanie Kuhnen Ende November auf Facebook, als die Personalien bekannt wurden. "Vielleicht setzen die sich freitags eine Perücke auf und sagen, sie seien feministisch", witzelte der Aktivist Sacha König in einer Reaktion.
Auf dem Pressefoto der beiden neuen Geschäftsführer, das der LSVD-Landesverband am 22. Dezember zum Download anbot, posierte dann zumindest Alexander Scheld tatsächlich in Drag.
Der LSVD ist die stärkste und erfolgreichste Interessenvertretung von Lesben und Schwulen in Deutschland mit über 4.000 Mitgliedern. Im LSVD engagieren sich Lesben und Schwule, Bisexuelle und trans Menschen gemeinsam: für gleiche Rechte und für gesellschaftliche Anerkennung. Im Verband rbeiten Menschen mit unterschiedlichem kulturellen, ethnischen oder religiösen Hintergrund gleichberechtigt zusammen. (mize)










