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"Yes I'm Gay AF": Sohn eines homophoben Politikers outet sich

Sein Vater gehört zur homophoben Elite von Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Doch Bolu Okupe will nicht länger verheimlichen, wer er ist.

Okupe, ein in Paris lebender "Personal Trainer", hat sich auf Instagram als schwul geoutet. Er veröffentlichte ein Bild, das ihn lächelnd und oberkörperfrei mit einer Regenbogenfahne und regenbogenfarbenen Shorts zeigt. "Yes I'm Gay AF", schrieb der 26-Jährige dazu, wobei das "AF" für ein verstärkendes "as fuck" steht.

Das Coming-out wäre keine Meldung wert gewesen, handelte es sich bei Okupe nicht um den Sohn des extrem homophoben nigerianischen Politikers Doyin Okupe. Der jetzt 68-Jährige war jahrelang der Berater von Präsident Goodluck Jonathan und hat aus seiner Verachtung für Homosexuelle nie ein Geheimnis gemacht. Er war etwa im Amt, als Nigeria 2014 eine Strafverschärfung gegen Homosexuelle durchsetzte, die von internationalen Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert worden war (queer.de berichtete). Seither wird sogar das Schließen einer gleichgeschlechtlichen Ehe oder Lebenspartnerschaft im Ausland mit Haftstrafen von bis zu 14 Jahren geahndet. Regional steht in Nigeria auf Homosexualität sogar die Todesstrafe.

Am Wochenende hat der Politiker in sozialen Netzwerken auf das Coming-out seines Sohnes reagiert - und deutete wie viele homophobe Eltern an, dass es sich dabei nur um eine Phase handle. Immerhin schrieb er: "Bolu ist kein Krimineller. Er lebt in Frankreich, wo Homosexualität keine Straftat ist." Ferner erklärte der gelernte Arzt: "Seine augenblickliche Denkweise und seine sexuelle Orientierung stimmen nicht mit der christlichen Doktrin überein, der ich und meine Frau folgen."

This is also my son Dewunmi Okupe, one of Bolu Okupe's 5 other brothers. I love all the children God has given me, Bolu...

Posted by Doyin Okupe on Saturday, January 23, 2021
Facebook / Doyin Okupe
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Die Bevölkerung von Nigeria ist äußerst homophob eingestellt. Laut einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr lehnen es 91 Prozent der Nigerianerinnen und Nigerianer ab, Homosexualität in ihrem Land gesellschaftlich zu akzeptieren. (dk)



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#1 KumpelAnonym
  • 25.01.2021, 16:37h
  • Sehr mutige Entscheidung. Respekt. Obendrein ein sehr schöner Mann. Puh, da wird mir ganz heiß.
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#2 Alexander_FAnonym
  • 25.01.2021, 18:01h
  • Wow, dazu braucht man schon einen Arsch in der Hose. Hoffentlich schlägt das auch Wellen in sein Heimatland. Dort wären sie bitter nötig.
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#3 Hailaender
#4 Homonklin_NZAnonym
  • 26.01.2021, 06:16h
  • Ein attraktiver, junger Mann mit einem bezaubernden Lächeln, der in Paris bestimmt nicht lange allein sein mag - oder je nach Wahl, viel Spaß finden mag.

    Was kann er schon für solche Eltern? Verdummbibelung wird in Nigeria groß geschrieben, wie in Teilen Süddeutschlands, da unterscheidet sich nicht so viel.

    Nur davon, zuhause Besuche zu machen, würde ich ihm abraten. Wenn der Vater auch Arzt unter dieser verbibelten Verquasung ist, könnte der arme Junge Exorzismen oder Homo-"Heilmethoden" unterzogen werden. Womöglich entgegen seiner Wahl und seines freien Willens...
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