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Schmerz muss nicht immer weh tun

  • 02. April 2021, noch kein Kommentar
Bild: Schwules Museum

Das neue Buch "Queer Pain" von Katrin Köppert setzt sich mit den Fotografien des schwulen Tattoo- und Fetischpioniers Albrecht Becker auseinander.

Becker (1906-2002), der 1935 nach Paragraf 175 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, war in der Bundesrepublik ein erfolgreicher und mehrfach ausgezeichneter Filmarchitekt. Als Soldat im Zweiten Weltkrieg begann er sich am ganzen Körper zu tätowieren. Seine Leidenschaft galt der (erotischen) Fotografie, unzählige Männerakte und Selbstporträts zeugen davon.

Die 400-Seiten-Monografie "Queer Pain. Schmerz als Solidarisierung, Fotografie als Affizierung. Zu den Fotografien von Albrecht Becker aus den 1920er bis 1990er Jahren" nimmt die Fotografie des frühen Vertreter der Tätowierungs- und Fetischkultur aus einer wissenschaftlichen Perspektive unter die Lupe. Dieses Buch leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Geschichte und Theorie der visuellen Kultur, der Queer Media Studies und Affekttheorie.

Die Studie stellt darüber hinaus selten veröffentlichtes Bildmaterial aus dem Konvolut Albrecht Beckers zusammen und ist allein schon fotografiehistorisch relevant. Fast das gesamte 20. Jahrhundert wird aus queerer Perspektive betrachtet, was mit Blick auf die Weimarer Zeit, den Nationalsozialismus und die Prä-Stonewall-Nachkriegszeit besonders spannungsreiche Lektüren verspricht.

"Queer Pain" (ISBN 978-3-95808-316-5) ist Ende März im Neofelis Verlag erschienen und zum Preis von 28 Euro u.a. bei amazon.de erhältlich. Eine PDF-Leseprobe gibt es hier. (cw)



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02. April 2021
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