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Gedenken an schwule Polizisten

Die Berliner Polizei hat am Samstag vier Polizisten gedacht, die kurz vor dem Ende der Nazi-Herrschaft in Spandau auf dem Polizeigelände in der Pionierstraße wegen ihrer Homosexualität ermordet wurden.

Während der letzten Kriegstage im April 1945 wurden die Inhaftierten der Moritzkaserne angesichts des nahenden Kriegsendes im Schnellverfahren begnadigt und entlassen. Einzige Ausnahme bildeten vier Berliner Polizisten Otto Jordan, Reinhold Hofer, Willi Jenoch und Erich Bautz, die wegen des Verstoßes gegen den Paragrafen 175 festgenommen worden waren. Alle vier wurden am 24. April 1945 hingerichtet und an unbekannter Stelle namenlos vergraben. Der Rechtsverstoß der Homosexualität erschien den Vollstreckern doch zu schwerwiegend, um trotz der nahenden Kapitulation, wie bei den übrigen Gefangenen, zu einer Begnadigung zu führen.

Twitter / PolizeiBerlin_P
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"Sie wurden getötet, weil ihre #Homosexualität nicht ins Menschenbild des NS-Terrorregimes passte", schrieb die Berliner Polizei am Samstag auf Twitter. Anne von Knoblauch und Sebastian Stipp, die beiden Ansprechpersonen der Berliner Polizei für die LGBTI-Community, legten an der Gedenktafel für die vier Männer am ehemaligen Tatort einen Kranz nieder. Die bronzene Tafel am Gebäude des heutigen Polizeiabschnitts 21 war bereits 2011 vom damaligen Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und dem damaligen Polizeipräsidenten Dieter Glietsch enthüllt worden (queer.de berichtete). (cw)



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#1 Taemin
  • 25.04.2021, 10:12h
  • Es fehlt ein Hinweis darauf, dass sie -wenn sie nicht ermordet worden wären- nach dem Krieg durch die neue Regierung, deren Weltbild bzgl. Homosexualität das selbe war wie das der Nationalsozialisten, zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt und aus dem Polizeidienst entfernt worden wären. Hätten sie dann heute auch eine Gedenktafel bekommen?
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#2 Homonklin_NZAnonym
  • 25.04.2021, 17:12h
  • Das ist nett von denen, daran zu gedenken. Ihre nicht heterosexuellen Kameraden haben die noch lange nach dem Krieg verfolgt, zwangsgeouted oder zusammen geschlagen. Davon erzählte schon mal einer, den sie raus geschmissen hatten, als es auffiel.
    Unehrenhaft entlassen, nannte man es bei der Bundeswehr.
    Unehrenhaft, weil so ein Polizist vielleicht verliebtmit wem war.
    Schon hammerkrass, wurd aber noch in vielen Ländern so oder ähnlich beibehalten. Sogar wenn sie Schwule und Lesben angeblich tolerieren.
    Dann bekommen die eben gezeigt, dass man sie nicht will, on the force, wenn die Toleranz grade am Nagel hängt.

    Zu meinem Kumpel (heterosexuell, monogame Ehe) haben sie schon Verdachte zugeordnet, weil der während seiner Probezeit keine Weibergeschichten am Start hatte, sondern sich auf Lernen und Zraining konzentrierte.
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#3 globoProfil
  • 26.04.2021, 12:34hBerlin
  • Wie von #1 erwähnt, ging das Leiden der Homosexuellen in der jungen Bundesrepublik weiter. Es drohten keine Todes- aber immer noch Gefängnisstrafen. Die christlichen Parteien haben selbst mit absoluter Mehrheit, nichts zur Abschaffung dieses schreienden Unrechts unternommen.
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#4 PeterBerlinAnonym
  • 26.04.2021, 18:45h
  • Antwort auf #1 von Taemin
  • Habe mehrere Jahre bei der Polizei im höheren Dienst gearbeitet. Auch heute noch empfiehlt es sich nicht, sich bei der Polizei zu outen. Die Schwulenfeindlichkeit bei vielen - nicht bei allen - Polizisten liegt darin, dass ein großer Teil dieser Menschen nicht aus "bessern Elternhäusern" stammt und / oder sozial- bzw. bildungsmäßig einen "Knacks" hat. Und da braucht man jemanden "unter sich". Das können dann Schwule oder auch Ausländer sein. Das Korpsdenken bei der Polizei ist sehr ausgeprägt. So werden in der Freizeit sehr gern "Hoodies" getragen, bei denen - möglichst in altdeutscher Schrift - zu lesen ist, welchem Ausbildungsgang sie an der Polizeischule angehören. Welcher studierte Zahnarzt / Architekt / Jurist gibt für so etwas Geld aus?
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#5 Taemin