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Gedenken an schwule Polizisten
- 25. April 2021,
Die Berliner Polizei hat am Samstag vier Polizisten gedacht, die kurz vor dem Ende der Nazi-Herrschaft in Spandau auf dem Polizeigelände in der Pionierstraße wegen ihrer Homosexualität ermordet wurden.
Während der letzten Kriegstage im April 1945 wurden die Inhaftierten der Moritzkaserne angesichts des nahenden Kriegsendes im Schnellverfahren begnadigt und entlassen. Einzige Ausnahme bildeten vier Berliner Polizisten Otto Jordan, Reinhold Hofer, Willi Jenoch und Erich Bautz, die wegen des Verstoßes gegen den Paragrafen 175 festgenommen worden waren. Alle vier wurden am 24. April 1945 hingerichtet und an unbekannter Stelle namenlos vergraben. Der Rechtsverstoß der Homosexualität erschien den Vollstreckern doch zu schwerwiegend, um trotz der nahenden Kapitulation, wie bei den übrigen Gefangenen, zu einer Begnadigung zu führen.
/ PolizeiBerlin_PWir gedenken heute der im April 1945 ermordeten 4 Polizisten. Sie wurden getötet, weil ihre #Homosexualität nicht ins Menschenbild des NS-Terrorregimes passte. Am Tatort, dem heutigen Gelände des #A21, findet die Kranzniederlegung durch unsere AP für #LSBTI der #Dir2 statt.
Polizei Berlin Prävention (@PolizeiBerlin_P) April 24, 2021
^präv pic.twitter.com/HeqvuVtA6u
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"Sie wurden getötet, weil ihre #Homosexualität nicht ins Menschenbild des NS-Terrorregimes passte", schrieb die Berliner Polizei am Samstag auf Twitter. Anne von Knoblauch und Sebastian Stipp, die beiden Ansprechpersonen der Berliner Polizei für die LGBTI-Community, legten an der Gedenktafel für die vier Männer am ehemaligen Tatort einen Kranz nieder. Die bronzene Tafel am Gebäude des heutigen Polizeiabschnitts 21 war bereits 2011 vom damaligen Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und dem damaligen Polizeipräsidenten Dieter Glietsch enthüllt worden (queer.de berichtete). (cw)



















